Banana Joe
Banana Joe ist ein italienisch/deutscher Spielfilm mit Bud Spencer aus dem Jahr 1981.
Handlung
Der friedliche Joe ist ein Bananenbauer und wohnt zusammen mit seinen zahlreichen Frauen und Kindern in dem kleinen südamerikanischen Dschungeldorf Amantido. Sein wichtigster Besitz ist ein Boot, mit welchem er die Bananen in die nächste Stadt bringt und gegen Dinge des täglichen Bedarfs eintauscht.
Der Verbrecherboss Torsillo plant in Amantido eine eigene Bananenplantage zu eröffnen. Da sein Ingenieur, der das Vorhaben planen soll, verständlicherweise auf Widerstand seitens Joe stößt, ergreift er andere Mittel, um ihn aus dem Bananengeschäft zu verdrängen. Er weist den örtlichen Polizeichef darauf hin, dass Joe weder gültige Ausweispapiere noch eine Bananen-Handelslizenz besitzt, worauf sich dieser auf den Weg in die Provinzhauptstadt machen muss, um diese zu besorgen.
Doch das ist einfacher gesagt als getan: Zuerst dreht ihm der Kleingauner Manuel gefälschte Papiere an, dann verliebt er sich auch noch in die hübsche Sängerin Dorianne. Schließlich schreibt er sich sogar beim Militär ein, nur um an seine Ausweispapiere zu gelangen. Aus Frustration über die Hürden der Bürokratie treibt Joe es so weit, dass er schließlich im Gefängnis landet, wo er aber durch eine glückliche Fügung seinen alten Freund Manuel wieder trifft, der ihm überraschenderweise auch über seine guten Verbindungen eine Lizenz besorgt hat. Kurz darauf erhalten beide eine Amnestie, da Manuel gute Kontakte zum Staatspräsidenten hat, dem er bei der Lösung eines Problems behilflich war.
Schlussendlich kann Joe in sein Dorf zurückkehren, wo er in bekannter Bud Spencer-Manier die inzwischen errichteten Plantagengebäude demoliert und mit Dorianne eine Dorfschule eröffnet.
Kritik
Banana Joe ist nicht einer der prügellastigsten Bud Spencer-Filme, besitzt aber durchaus seinen Charme, was ihn zu einem echten Geheimtipp für Filmkenner macht. Das Titellied "Banana Joe" von den Oliver Onions trägt zum Charme dieses Films bei.
Eine erwähnenswerte Sache ist der Nebenplot, in welchem Joe gegen korrupte Offizielle und die langsamen und sturen Mühlen der Bürokratie antreten muss, nur um sich etwas gesellschaftliche Stellung zu erobern, während die Leute mit Geld (hier die großen Gangsterbosse) immer sofort das kriegen, was sie haben wollen. Daher kann man diesen Film als eine geschickt verpackte Kritik an den Bürokratieapparat ansehen.
Erwähnenswertes
* Das Drehbuch wurde von Bud Spencer unter seinem bürgerlichen Namen geschrieben: Carlo Pedersoli.
* Im Nachtclub läuft vor und nach dem Auftritt von Dorianne das Lied "Brotherly Love" (Soundtrack des Films Zwei sind nicht zu bremsen).
Weblinks
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• Dirk Jasper FilmLexikon

