Min Nan
Minnan oder Min Nan () ist der Teochew sind prominente Varianten von Minnan.
Klassifikation
Minnan bildet einen Zweig der Min-Sprachen, neben weiteren Gruppen. Die Min-Sprachen sind Teil der Gruppe der chinesischen_Sprachen, welche selbst ein Mitglied der Sino-tibetischen_Sprachfamilie sind.
Wie auch bei anderen Varianten der chinesischen_Sprachen wird diskutiert, ob Minnan eine Sprache oder ein Dialekt ist.
Geografische Verteilung
Minnan wird im südlichen Teil der Provinz Fujian gesprochen, in zwei südlichen Gebieten in der Provinz Zhejiang, in der Zhoushan-Inselgruppe von Ningbo in Zhejiang, und in dem östlichen Teil der Provinz Guangdong (Chaoshan Region). Die Qiong-Wen-Variante auf der Leizhou-Halbinsel der Provinz Guangdong, wie auch in der Provinz Hainan, ähnelt in Teilen Minnan, während andere Teile unterschiedlich sind. Eine Form des Minnan wird in Taiwan gesprochen, wo es mit Tâi-oân-o? oder H?-ló-o? bezeichnet wird. Die ethnische Gruppe, die Minnan als Muttersprache hat, wird mit Holo (H?-ló) oder Hoklo bezeichnet; diese bildet auch eine große ethnische Gruppe in Taiwan.
Viele Minnan-Sprecher emigrierten aus Fujian und brachten die Sprache in viele Teile Südostasiens. Ein Großteil waren Hoklo aus dem südlichen Fujian, welche die Sprache in das heutige Indonesien, Malaysia und Singapur brachten. Minnan des südlichen Fujian wird deshalb als Hokkien, Hokkienese, oder Fukien bezeichnet und ist der taiwanischen Sprache sehr ähnlich. Viele weitere chinesischstämmige Südostasiaten kommen aus der Chaoshan-Region der Provinz Guangdong und sprechen Teochew, die Variante des Minnan in dieser Region. Es gibt Berichte, dass Minnan die Muttersprache von bis zu 98,5 % der chinesischstämmigen Bevölkerung auf den Philippinen sei; unter diesen wird es als Lan-nang oder Lán-lâng-o? (?Sprache unseres Volkes?) bezeichnet wird.
Offizieller Status
In Taiwan wurde der Status von Minnan im öffentlichen Leben seit der Aufhebung des Kriegsrechts im Jahr 1987 und der nachfolgenden Liberalisierung aufgewertet und Minnan wird im Rundfunk etc. verwendet(siehe taiwanisch).
Auf dem chinesischen Festland gibt es ebenfalls Radio- und Fernsehsendungen in Minnan.
Phonetik und Phonologie
Minnan ist eine Tonsprache mit stark ausgeprägtem Tonsandhi.
Anlaute
Auslaute
Töne
Schrift
Minnan wird von chinesischstämmigen Sprechern typischerweise in chinesischen_Schriftzeichen notiert, wie sie im Hochchinesischen verwendet werden. Es gibt darüber hinaus eine Reihe von speziellen Zeichen, welche nur für Minnan verwendet werden, wie es auch beispielsweise im Kantonesischen üblich ist.
Minnan, wie auch im besonderen Taiwanisch, kann auch in lateinischen Buchstaben geschrieben werden. Diese lateinische Schreibweise wird als Pe?h-o?-j? (POJ ?vernacular writing?) bezeichnet. POJ wurde von presbyterianischen Missionaren entwickelt und später von der presbyterianischen Kirche in Taiwan; die Verwendung dieser Schreibweise wurde seit dem späten 19. Jahrhundert gefördert. Daneben gibt es noch weitere lateinische Umschriften, und auch gemischte Notationen, die Han-Zeichen und lateinische Buchstaben verwenden.
Frühe Schriften in Minnan stammen aus dem 16. Jahrhundert. Ein Beispiel ist die ?Doctrina Christiana en letra y lengua china?, vermutlich geschrieben 1587 von den spanischen Dominikanern auf den Philippinen. Ein anderes ist eine Ming-Schrift über ein Stück ?Romance of the Lychee Mirror? aus dem Jahr 1566, wahrscheinlich der früheste Minnan-Text.
Kodierung zur Elektronische Datenverarbeitung
Minnan wird in RFC 3066 als [http://www.iana.org/assignments/lang-tags/zh-min-nan zh-min-nan] [http://www.evertype.com/standards/iso639/iana-lang-assignments.html]. (Taiwanisch als zh-min-nan-TW).
Eine Schwierigkeit liegt darin, dass der Zeichensatz nicht unveränderlich ist. Wie in vielen Sino-tibetischen Sprachen sehen manche Autoren für bestimmte Ausdrücke bestehende Zeichen als ungenügend an, und kreieren für diese Ausdrücke neue Zeichen. Diese sind naturgemäß nicht in Unicode bzw. dem ISO/IEC 10646: Universal Character Set enthalten.
Alle für Pe?h-o?-j? notwendigen Buchstaben sind in Unicode enthalten, unter der Verwendung von [precomposed] oder [diacritics]. Bis Juni 2004 fehlte der Vokal ähnlich, aber starker geöffnet als ein o, bezeichnet mit einem dot above right: ȯ . Umgangen wurde das durch das Anfügen eines ? (U+00B7, middle dot) als selbständiges Zeichen, seltener durch ̇ (U+0307, dot above''). Dieser Vokal hat nun offiziell die Kodierung U+0358 (vgl. [http://www.evertype.com/standards/la/taioan.html N1593], [http://anubis.dkuug.dk/JTC1/SC2/WG2/docs/n2507 N2507], [http://anubis.dkuug.dk/JTC1/SC2/WG2/docs/n2628 N2628],
[http://std.dkuug.dk/jtc1/sc2/wg2/docs/n2699 N2699] und [http://std.dkuug.dk/jtc1/sc2/wg2/docs/n2713 N2713]).
Weblinks
* }}
• Min Nan in ethnologue.com
• ??-??????, Taiwanese-Mandarin on-line dictionary
• ???????????????, Taiwanese-Hakka-Mandarin on-line conversion
am:??? ???
cdo:Mìng-nàng-ng??
zh-yue:???

