Juri Nikolajewitsch Balujewski
Juri Nikolajewitsch Balujewski (russisch , wiss. Transliteration ; 9. Januar 1947 in Truskawetz, Gebiet Lwiw, heute Ukraine) ist ein russischer Offizier. Der international erfahrene Armeegeneral ist seit Juli 2004 Generalstabschef der Russischen_Streitkräfte.
Er besuchte die Heeres-Militärschule in Leningrad (heute Sankt Petersburg) und die Militärakademie ?M.W. Frunse?. Er war Zugführer und Kompaniechef, gehörte der Operativen Abteilung des Armeestabs im Weißrussischen Militärbezirk an. 1974 diente er als Chefoffizier der Operativen Abteilung des Armeestabs der Gruppe der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland (GSSD). 1979 wechselte er in die Operative Abteilung des Armeestabs im Leningrader Militärbezirk.
1982 trat Balujewski in die Operative Hauptverwaltung des Generalstabs der GSSD ein, besuchte die Militärakademie des Generalstabs. 1993 wurde er Stabschef und Stellvertreter des Chefs der Gruppe der Russischen Streitkräfte im Südkaukasus. 1995 wurde er Leiter der Verwaltung und Vizechef der Operativen Hauptverwaltung des Generalstabs. 1997 stieg er zum Chef der Operativen Hauptverwaltung des Generalstabs und Stellvertretenden Generalstabschef der Russischen Streitkräfte auf.
Balujewski wurde am 19. Juli 2004 von Präsident Wladimir Putin zum Generalstabschef der Russischen Streitkräfte ernannt. In seiner Amtszeit soll er die Modernisierung des Militärapparats vorantreiben.
Balujewski ist für markige Äußerungen bekannt. 2001 erklärte er, es gäbe nur noch 1.000 Kämpfer für ein unabhängiges Tschetschenien. Alle anderen seien von der russischen Armee getötet worden. Eine Woche später wurde er vom russischen Inlandsgeheimdienst FSB korrigiert: Tatsächlich gebe es 5.000 tschetschenische Kämpfer.
Balujewski ist verheiratet.

