Frauenminze
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Die Frauenminze (Tanacetum balsamita), auch Balsamkraut genannt, ist eine Heilpflanze aus der Familie der Korbblütengewächse (Asteraceae).
Beschreibung
Die Frauenminze ist eine mehrjährige, krautige Pflanze mit kräftigem Wurzelwerk. Über ihr Rhizom bildet sie Ausläufer, die große Horste bilden. Die verzweigten und flaumig behaarten Stängel erreichen eine Wuchshöhe zwischen 80 und 150 Zentimetern. Die lederigen, ungeteilten, länglich bis eiförmigen, am Rand gesägten, bläulich-grünen Laubblätter werden bis zu 20 Zentimeter lang, sind lang gestielt und auf der Unterseite fein behaart.
Die erst spät im Sommer erscheinenden doldigen Rispen enthalten viele gelb-grüne Röhrenblüten, die einen Durchmesser von 4 bis 8 Millimetern haben und stark ätherisch riechen. Zungenblüten fehlen meist.
Die Pflanze enthält zahlreiche ätherische Öle, darunter Kampfer und Thujon.
Verbreitung
Diese Pflanzenart stammt ursprünglich aus dem Kaukasus, ist aber in Südeuropa als Archaeophyt eingebürgert worden und findet sich heute verwildert auch im deutschsprachigen Raum [http://www2.biologie.uni-halle.de/bot/ag_chorologie/neophyten/NEO_MAP94.html Informationen zur Verbreitung des Forschungsprojekts ?Prognosen zur Ausbreitung von Neophyten?, Universität Halle].
Verwendung
Diese Art ist eine alte Heilpflanze. Ihr Anbau auf allen kaiserlichen Gütern wurde etwa 795 n.Chr. im Capitulare de villis vel curtis imperii von Karl dem Großen vorgeschrieben [http://www.fh-augsburg.de/~harsch/Chronologia/Lspost08/CarolusMagnus/kar_vill.html Capitulare de villis vel curtis imperii, Cap. LXX, Onlineversion] , 827 wurde sie im Liber de cultura hortorum des Walahfrid Strabo unter dem Namen costus als verdauungsfördernd aufgeführt [http://www.uni-duisburg.de/Institute/CollCart/hortus/strabo/Hortus.htm Hortulus des Walahfrid Strabo, Onlineversion]. Seit dem 16. Jahrhundert wurde sie gegen Krämpfe, Würmer und zur Förderung der Menstruation gebraucht.
Quellen
• Eintrag zur Art auf FloraWeb
• Artporträt auf der Website des Biokybernetischen Zentrums Aachen

