Ballwil
Ballwil ist eine politische Gemeinde im Amt_Hochdorf des Kantons Luzern in der Schweiz.
Geographie
Die Gemeinde liegt am westlichen Abhang des Lindenberges, dem Reusstal zugeneigt, und bildet den Eingang zum Luzerner Seetal. Zur Gemeinde gehört das Dorf, zahlreiche Weiler, Häusergruppen und Einzelgehöfte. Die grössten Ortsteile nach dem Dorf (mit verschiedenen Quartieren) sind Gibelflüh (499 m. ü. M.; 2,5 km östlich des Dorfs), Gerligen (476 m. ü. M.; 1,1 km südöstlich), Wald (475 m. ü. M.; 2,5 km südöstlich) und Wissenwegen (2,1 km östlich). In der Gemeinde gibt es wenig Waldflächen (Gerligenwald, Fäjerenwald, Gorgenwald und Teile des Eibeler- und des Hiltigwalds). Der Hiltigbach (der in Ballwil Gerligenbach heisst), der von Oberebersol (Hohenrain) herkommend Ballwil durchfliesst, mündet bei St. Kathrinen (Inwil) in die Reuss. Der Hiltigbach nimmt auf seinem (kurzen) Lauf einige Nebenbäche auf (auf Ballwiler Boden den Moosbach). Beim Quartier Sagi befindet sich ein kleiner Weiher. Ein noch grösserer, der Gütschweiher, liegt westlich des Dorfs. Nördlich von diesem war einst ein weiterer Weiher, der Weiherhausweiher.
Flächennutzung
Der Gemeindebann von Ballwil misst 876 ha; diese teilen sich auf in überbaute Flächen (Gebäude, Strassen, Plätze) mit 51 ha (5,8 Prozent), Wies- und Ackerland mit 729 ha (83,2 Prozent), Wald mit 80,6 ha (9,2 Prozent) und übriges Gebiet (Gewässer, Kiesabbaugebiet) mit 15,4 ha (1,8 Prozent).
Nachbargemeinden
Nachbargemeinden sind im Uhrzeigersinne von Norden her: Hohenrain, Sins im Kanton Aargau, Inwil, Eschenbach und Hochdorf.
Bevölkerung
Bevölkerungsentwicklung
In der 2. Hälfte des A14 .
Schulen
In Ballwil wird der Kindergarten in drei Abteilungen und die Primarschule in elf Abteilungen geführt. Die Real- und Sekundarschule besuchen die Kinder in den Oberstufenzentren von Hochdorf und Eschenbach. Die Kantonsschule befindet sich in Baldegg.
Der Primarschulkreis Ballwil ist nicht mit der Politischen Gemeinde deckungsgleich. Ballwiler Kinder der Gehöfte Lohren, Wald, Meiengrüne und Singeln gehen in Inwil zur Schule. Kinder der Gehöfte Eien, Dünkel, Belletz, Süessholz, Roggwil, Untergerligen, Alp und Laterne besuchen die Schule in Eschenbach. Im Gegenzug kommen die Kinder der Höfe Aegerten und Neuaegerten (Gemeinde Hochdorf) sowie diejenigen von Ottenhusen, Grüt, Oberfeld und Kramis (Gemeinde Hohenrain) in die Schulen von Ballwil.
Geschichte
Wie Funde beim Gehöft Höchweid (südöstlich des Dorfs; Reste einer römischen Siedlung) und 1978 beim Gehöft Bälletz (nordöstlich von Eschenbach; römische Ziegel) belegen, waren Teile der Gemeinde bereits früh besiedelt. Germanische Namen geben einen Hinweis auf alemannische Besiedelung. Erstmals unter dem heutigen Namen, in der Form Paldiwilare, wird der Ort im Jahr 893 unter den Besitztümern der Fraumünsterabtei Zürich erwähnt. Im Jahr 1210 wird ein adliger Dienstmann namens Hartmann von Ballwil (Baldewile) genannt. Dieses Geschlecht erbaute eine Burg und war als lokale Verwalter vorerst für die Kyburger und nach deren Aussterben für die Habsburger tätig. Ein Bruno von Ballwil kam 1315 in der Schlacht bei Morgarten auf österreichischer Seite ums Leben. Das Geschlecht starb im Jahr 1381 aus. Teile der Gemeinde gehörten zum habsburgischen Amt Richensee - Andere zum ebenfalls habsburgischen Amt Rothenburg. Zwischen 1385 und 1413 gerieten alle Ortsteile unter die Herrschaft der Stadt Luzern - und wurden bis 1798 der Landvogtei Rothenburg angeschlossen. Danach gehörten sie bis 1803 zum Distrikt Hochdorf. Anschliessend wurde Mettenwil (wie die Gemeinde bis zu ihrer Umbenennung auf den heutigen Namen bis 1814 hiess) dem damals neu geschaffenen Amt Hochdorf zugeschlagen. In Ballwil wurde im Jahr 2006 ein Mammutzahn gefunden, der ungefähr 45000 Jahre alt ist.
Sehenswürdigkeiten
Der Gütschweiher ist ein kleines Naturreservat und steht unter dem Schutz der Gemeinde. Es ist sowohl durch seinen Pflanzenwuchs als auch wegen der hier heimische Tierwelt interessant.
Sonstiges
Gewässer und Wasserversorgung
Die Wasserversorgungsgenossenschaft Ballwil bezieht Wasser aus dem Grundwasserstrom, der das Seetal in nördlicher Richtung durchfliesst. Das Pumpwerk steht westlich von der Kantonsstrasse in der Nähe des Schönfeldes, das Reservoir im Grüt, oberhalb von Ottenhusen.
Weblinks
• Offizielle Website der Gemeinde Ballwil
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• Regionale Website
• Infos über Aktivitäten im Seetal
• Statistisches Amt des Kantons Luzern mit Angaben zur Gemeinde

