Ballistik
right|200px|thumb|Schussvorrichtung_für_eine_ballistische_Untersuchung_in_der_KriminalistikDie Ballistik (griech. ??????? = werfen) ist ?Die Lehre von den geworfenen Körpern?. Es ist ein Teilbereich der Physik und beschreibt die Vorgänge, die einen sich durch den Raum bewegenden Körper betreffen.
Geschichte und Fachgebiete
Als ?Vater" der Ballistik gilt der Italiener Niccolò_Tartaglia. Er entdeckte die Wurfparabel und erkannte die Möglichkeit, die Bewegungen von geworfenen Körpern in ihre Einzelkomponenten zu zerlegen und damit zu berechnen.
In ihrem militärischen Zweig, der Artillerieballistik, bildet sie die Grundlage der Artillerie. Des weiteren ist sie zentraler Bestandteil der Raumfahrtphysik.
Insbesondere werden in der Ballistik die Vorgänge beschrieben, die aus einer Waffe verschossene Projektile betreffen. Hierbei werden folgende Unterbereiche angesprochen:Richard Emil Kutterer Ballistik
• Vorgänge im Lauf einer Waffe] beim Abschuss eines Projektils
• Vorgänge an der Laufmündung einer Waffe beim Schuss
*Außenballistik]: Vorgänge während des Fluges am [[Projektil, welches verschossen wurde
• Wirkung des Projektils im Ziel
*Raketenballistik]: Wirkung des Projektils im Ziel
Untersuchungsgebiete
Zentrales Untersuchungsgebiet ist die ballistische Kurve, deren Idealisierung die [[Wurfparabel ist.
Daneben untersucht sie die zusammen mit der Sprengstoffchemie und Pyrotechnik die Interaktionen zwischen Geschoss, Ausstossladung (bzw. im militärischen Sprachgebrauch Treibladung) und Schussvorrichtung (Rohr). Da Geschosse ausser pyrotechnisch auch mit Druckluft oder anders geschossen werden, sind allgemeine Ergebnisse der Hydrodynamik ausschlaggebend, sowie der Fluiddynamik in der Untersuchung der Vorgänge während des Abschusses und während des Fluges.
Wichtige thermodynamische Aspekte sind:
Geschossenergie
Mündungsenergie
Auftreffenergie
Gasdruck und Spezifische Energie der Treibladung
Wichtige pyrotechnische Aspekte sind:
Ladedichte, Spezifisches Schwadenvolumen, Detonationsgeschwindigkeit
Sowie die Rohrgeometrie und insbesondere der Zug, der den Drall erzeugt, um die Flugbahn zu stabilisieren.
Von einer ballistischen_Rakete spricht man, wenn diese im Unterschied zum aerodynamischen Flug eine ballistische Kurve fliegt, was bei gegebener Menge an Treibstoff theoretisch und praktisch die höchste Reichweite ergibt. Hierbei wird die Rakete nur in der Antriebsphase direkt nach dem Start beschleunigt und fliegt dann i.a. antriebslos (wenn auch nicht ungesteuert) wie ein Geschoss weiter.
Weblinks
* http://home.snafu.de/l.moeller/Ballistik/Ballistik.html Ballistik für Jäger, Sportler und Krieger

