Ballastsaite
Die Ballastsaite ist ein Musikinstrument, das aus drei Teilen besteht, die für sich wiederum Musikinstrumente sind:* einer Trommel als Resonanzkörper
* einem Metallstab als Klangkörper
* einer Saite mit der die Metallstange an der Bespannung_der_Trommel aufgehängt wird.
Eine Einordnung des Instruments fällt schwer, da es sich um eine Kombination aus Idiophon, Membranophon und Chordophon handelt.
Geschichte
Paul Fuchs und Dieter Trüstedt experimentierten im München der frühen 1970er-Jahre mit vibrierenden Metallstangen an Pianosaiten, deren Schwingungen sie elektrisch_verstärkten. Fuchs entwickelte diese Kombination später als akustisches Instrument weiter und ordnete es unter dem Titel "Ballastsaite" in die Reihe seiner Klangskulpturen ein. Bei vielen seiner Aufführungen und Konzerten spielt die bis zu sechs Meter hohe Installation eine wichtige Rolle.
Mittlerweile haben auch andere Instrumentenbauer, Musiker und Komponisten die Idee der Ballastsaite aufgegriffen. Darüber hinaus wird sie in der Musiktherapie eingesetzt.
Spieltechnik
Beim Spielen der Ballastsaite wird der Metallstab durch Anschlagen in Schwingung versetzt. Diese Schwingung wird über die Saite auf das Trommelfell übertragen, wodurch ein komplexer, obertonreicher Klang entsteht. Tonhöhe und Klangfarbe lassen sich durch Berühren und Ziehen des Stabes variieren. Zusätzlich kann die Saite mit einem Bogen oder von Hand bespielt werden.
Weblinks
• Homepage des Erfinders Paul Fuchs
• Ballastsaiten bei einer Vorführung der EMU (Universität Ulm) und Dieter Trüstedt
• Klangbeispiel auf der Seite eines Instrumentenbauers

