Ballade Nr. 1 g-moll (Chopin)
Die Ballade g-moll op. 23 von Frédéric Chopin ist das erste Werk des polnischen Komponisten in dieser Gattung und kommt in der heutigen Zeit häufig zur Aufführung in Konzerten. Die 264 Takte zählende Komposition ist dem Baron von Stockhausen gewidmet.
Analyse
Nach einer kurzen Largo-Einleitung in Oktavaufgängen mündet dieses erste Pesante-Thema in ein erstes walzerartiges, leise vor sich hin singendes Moderato-Thema in g-moll das durch einen ersten schnellen aber sehr leicht und elegant zu spielenden Lauf gekonnt zu einem zweiten Thema, ebenfalls in g-moll, führt, welches sich langsam aufbaut und dann in schnellen und wütenden Läufen über die gesamte Klaviatur endet. Daraus erhebt sich dann der Meno-Mosso teil in Es-dur der eines der wichtigsten Themen des Stücks stellt. Nach einer sempre pianissimo Episode fällt das Stück kurz in das erste Walzer-Thema bevor das Meno-Mosso motiv in A-Dur glänzend und in kräftigen Oktavgängen verarbeitet wird. Direkt daran schließt sich eine Reihung sehr bewegter und schneller Läufe an, die wieder ins - wiederum auf andere Weise aufbereitete - Meno-Mosso-Thema mündet. Nach einem weiteren Rückfall in die - diesmal beängstigende - Walzerepisode führen zwei appassionato-Takte - sie wirken wie der Anfang vom Ende - in die Coda - Presto con fuoco, die jeden Pianisten vor große technische Schwierigkeiten stellt; eine Agglomeration von wütenden, hoffnungslosen und von Akkorden durchsetzten Läufen. Nach zwei Reminiszenz an das erste, walzerartige Thema führen schwere, chromatische Oktaven hinab um in zwei fortissimo-forte Akkorden zu enden.
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