Riesen-Drückerfisch
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! Bloch & Schneider, 1801
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Der Riesen-Drückerfisch (Balistoides viridescens) ist die größte innerhalb der der Drückerfische (Balistidae).
Beschreibung
Er erreicht etwa eine Länge um die 75 Zentimeter. Wie bei allen Drückerfische verfügt er über einen Gelenkmechanismus, der den ersten längeren Rückenstrahl durch den zweiten kürzeren aufrecht fixiert. Außerdem verfügt er über einen Beckenknochen, an dessen Ende sich eine rudimentäre Bauchflosse befindet. Zwischen dem Becken und dem After befindet sich eine dehnbare Haut. Das Becken kann nach unten gedreht werden und vergrößert die Fläche des Körpers. Diese Fähigkeit wird zur Abschreckung von Räubern genutzt. In der Nacht keilt er sich mit seinem Gelenkmechanismus und dem aufgerichteten Becken in den Schlafverstecken, wie Felshöhlen und Korallenhöhlen, fest und kann nur schwer von Fressfeinden erreicht und hervorgezerrt werden. Zusätzlich schützen ihn seine dicken Schuppen vor Bissen.
Seine Nahrung besteht unter anderem aus Korallen, die er mit seinem kräftigen Gebiss vom Stock bricht, und aus giftigen Seesternen wie den Dornenkronenseesternen. Die Beute die sich im Sand verbirgt, wird mit einem kräftigen Wasserstrahl freigelegt. Größere Gesteinbrocken schleppt er mit seinem kräftigen Kiefer weg, um an die dort versteckte Beute zu gelangen. Sein Revier verteidigt er bei Störungen sehr energisch. Dieses Verhalten zeigt der Riesen-Drückerfisch nach Beendigung des Nestbaus, das er am Boden anlegt und das einen Durchmesser von fast 2 m und eine Tiefe von ¾ m erreichen kann.
Riesen-Drückerfisch und Taucher
Taucher, die dem Riesen-Drückerfisch zu nahe kommen und die Warnzeichen durch anfängliche Scheinangriffe nicht beachten, können unter Umständen damit rechnen gebissen zu werden. Ein beliebtes Angriffsziel sind Flossen (handtellergroße Ausbisse sind dokumentiert), Achillessehnen, Waden und Kniekehlen. Schwerwiegende Verletzungen sind selten, es kann aber zu Fleischwunden, im schlimmsten Falle zu Sehnendurchbissen kommen. Da sich das Revier kegelförmig bis zur Wasseroberfläche erstreckt, ist es für Taucher ratsam, waagerecht zur Seite wegzutauchen. Angriffe auf Schnorchler sind selten. Es empfiehlt sich, auf dem Rücken zu schwimmen und die manchmal sehr aggressiven Fische gut im Auge zu behalten; einige lassen sich nur durch gezielte Flossentritte beeindrucken. Übermäßiger Stress durch starken Tauchtourismus kann bei Riesen-Drückerfischen zu extremen Verhaltensänderungen führen. Diese greifen dann alles das ganze Jahr über an. In einigen Fällen mussten verhaltensgestörte Fische harpuniert werden, da sie ganze Riffbereiche unsicher machten.

