Leszek Balcerowicz
thumb|Leszek_BalcerowiczLeszek Balcerowicz (19. Januar 1947, Lipno) ist ein polnischer Wirtschaftswissenschaftler und Politiker.
Leszek Balcerowicz studierte an der Handelshochschule Warschau und war von 1989 bis 1991 in den ersten nichtkommunistischen Regierungen unter Tadeusz Mazowiecki und Jan Krzysztof Bielecki Vizepremier und Finanzminister. Der nach ihm benannte "Balcerowicz-Plan" sorgte für die wirtschaftliche Umstrukturierung Polens zu einer freien Marktwirtschaft.
1995 bis 2000 hatte er die Position des Parteivorsitzenden in der sozialliberalen UW. Vor allem vom westlichen Ausland gefeiert, verlor er innenpolitisch an Beliebtheit, da der wirtschaftliche Umbau einen sozialen Kahlschlag verursachte, mit dem Polen bei ca. 20% Arbeitslosigkeit (2005) und de facto kaum vorhandenen Sozialnetzen immer noch zu kämpfen hat. Dies wurde bei den letzten Wahlen zum polnischen Parlament (2005) auch deutlich. Die Wahlbeteiligung lag bei gerade mal 39%.
1997-2000 hatte er wieder den Posten als Vizepremier und Finanzminister (in der Regierung unter Buzek) inne. Der so genannte zweite Balcerowicz-Plan (der u. a. radikale Steuersenkung und Haushaltslochreduzierung vorsah) ist wegen des Einspruch von Präsident Kwa?niewski und der AWS (damaliger Koalitionspartner von UW) gescheitert.
Von 2001 bis 2007 war er Präsident der Polnischen Nationalbank.
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