Balasch
thumb|250px|Münze_BalaschsBalasch war ein spätantiker persischer Großkönig aus dem Herrscherhaus der Sassaniden. Er regierte von 484 bis 488.
Balasch bestieg den Thron inmitten einer schweren Krise. Er war ein Bruder Peroz?_I. und verdankte seine Thronübernahme wohl einer Gruppe mächtiger Adliger (unter anderem aus den einflussreichen Familien Karen und Suren), die dann vermutlich auch die eigentlichen Machthaber waren. Es konnte in seiner Regierungszeit jedoch Frieden mit den Hephthaliten geschlossen werden, die für die vernichtende Niederlage und den Tod Peroz? verantwortlich gewesen waren, wobei die Sassaniden allerdings jährliche Tribute zu entrichten hatten. Diese trugen dazu bei, die Finanzkrise des Reiches weiter zu verschärfen, weshalb sich der König (vergeblich) mit der Bitte um Unterstützung an den oströmischen Kaiser wandte.
Währenddessen wurde im persisch kontrollierten Teil Armeniens (Persarmenien) eine ?Entspannungspolitik? betrieben. Den Christen wurde 484 die freie Religionsausübung gestattet, und es wurde ihnen zugesichert, dass weiteren keine Versuche unternommen würden, sie zum Zoroastrismus zu bekehren. Zudem wurde Armenien nun endgültig direkt dem Großkönig unterstellt. Die Armenier unterstützten Balasch schließlich auch, als es zu einem Aufstand durch einen seiner Neffen kam.
488 fiel Balsch jedoch einer Verschwörung zum Opfer, und Kavadh, ein Sohn des Peroz, gelangte mit Unterstützung der Hephthaliten an die Macht.
Literatur
* Klaus Schippmann: Grundzüge der Geschichte des sasanidischen Reiches, Darmstadt 1990.

