Seepocken
Seepocken (Balanidae) sind Rankenfüßer, die zu den Krebsen gehören, auch wenn sie auf den ersten Blick nicht als Tiere erscheinen. Man sieht lediglich kleine weiße Kegel, die sich im erwachsenen Zustand (im Gegensatz zu fast allen anderen Krebsen) nicht mehr von der Stelle rühren können. Ihre Arme, Beine und Scheren sind zu Rankenfüßen umgebildet.
Lebensraum
thumb|left|200px|Krabbe_mit_Seepocken
Seepocken kann man weltweit an Küsten finden. Sie setzen sich auf Steinen und Felsen, aber auch auf Krebsen, Muscheln (besonders häufig auf Miesmuscheln) oder Schnecken fest, mit denen sich die Seepocken den Lebensraum teilen. In Deutschland sind nur einige Arten heimisch, durch Anheftung an Schiffe sind allerdings auch andere Arten nach Deutschland gelangt.
Körperbau
thumb|left|200px|Seepocke_(Balanidae),_Mission_Beach_National_Park,_Queensland,_Australia,_2002
Den Weichkörper umgeben sechs kleine Kalkplättchen. Diese Plättchen sind weißlich bis hellgrau und oft an den Rändern ausgefranst. An der Öffnung befinden sich zwei Paar Verschlussdeckelchen, mit deren Hilfe die Seepocken sich vor Austrocknung schützen können. Mit verschlossenen Deckeln können sie tagelang ausharren und auch größere Schwankungen des Wasserstands gut ertragen. Auf der Unterseite schließt sich eine Kalkplatte an, die fest auf dem Untergrund haftet. Alle Extremitäten sind in Fangarme umgewandelt. Der Durchmesser der Tiere beträgt 1 bis 1,5 cm.
Ernährung
Zur Nahrungsaufnahme bilden sie ein feinmaschigen Korb aus ihren Rankenfüßen, mit dem sie Plankton aus dem Wasser filtern.
Fortpflanzung und Entwicklung
Seepocken sind Zwitter, sie können sich jedoch nicht selbst befruchten. Der Partner muss sich aufgrund der Ortsgebundenheit des adulten Tieres in unmittelbarer Nähe befinden. Zur Fortpflanzung tasten sie mit dem im Tierreich, bezogen auf die Körpergröße, längsten Penis

