Baket-Aton
|NAME-ERKLÄRUNG = Dienerin Atons
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thumb|300px|Grab_des_Huja,_Herstellung_einer_Statue_der_Baket-Aton
Baket-Aton war eine Prinzessin der 18. Dynastie (Neues_Reich) im Alten Ägypten.
Ihre Herkunft ist unbekannt. Als gesichert kann jedoch ihre Einordnung in die Zeit und Familie um Amenophis III. und Amenophis IV./Echnaton gelten, da die wenigen Belege, die es über sie gibt, aus Achet-Aton stammen.
Sie führt den Titel einer ?Königstochter?. Allerdings finden sich keine Abbildungen, die etwa den Text ?Tochter des Königs, von seinem Leibe, die er liebt, geboren von der Großen königlichen Gemahlin Nefer-Neferu-Aton-Nofretete? aufweisen, wie es bei allen sechs Töchtern der Nofretete der Fall ist, wodurch ausgeschlossen werden kann, dass sie keine Tochter beider war.
Ihre Darstellungen sind jedoch immer eng mit der Großen Königlichen Gemahlin Teje verbunden. So zeigt z. B. die eine Seite eines Reliefs eines Türsturzes im Grab des Vermögensverwalters und Haremsvorstehers Huja in Achet-Aton Baket-Aton zusammen mit Teje. Beide werden von Amenhophis III. begrüßt und diese heben als Zeichen der Ehrerbietung jeweils eine Hand. Die andere Seite des Reliefs zeigt Echnaton, Nofretete und deren sechs Töchter. Zwei weitere Szenen stellen Baket-Aton dar, wie sie von einem Künstler abgebildet wird und wie Echnaton mit Teje und ihr einen Tempel betreten.
Die naheliegendste Schlussfolgerung ist deshalb, Baket-Aton als eine Tochter von Amenophis III. und der Großen königlichen Gemahlin Teje zu sehen. Diese These wird unter anderem von den Ägyptologen Cyril Aldred Cyril Aldred: Echnaton. S.109 und Bildtafel 52-53und Christiane Desroches-Noblecourt Christiane Desroche-Noblecourt: Tut-ench-Amun. S.154-155 vertreten.
Marc Gabolde hingegen sieht Baket-Aton als eine Tochter Echnatons und dessen großer Geliebten Kija Die Beziehung von Teje zu Baket-Aton sei deswegen eher das von einer Königin zu ihrer Enkelin gewesen. Marc Gabolde in: Das Geheimnis des goldenen Sarges: Echnaton und das Ende der Amarnazeit. S. 21
Nicholas Reeves schließlich führt zwei weitere Varianten zur Elternschaft an: Diese geheimnisvolle Prinzessin könnte einerseits die Königstochter Sat-Amun gewesen sein, die in der Amarna-Zeit einen für diese Zeit angepassten Namen angenommen hatte. Andererseits könnte Baket-Aton aber auch eine Tochter Amenophis III. und Sat-Amuns gewesen sein. Nicholas Reeves: Echnaton. S.70
Joann Fletcher erwähnt in ihrem Buch ?Tagebuch eines Pharaos? im Stammbaum der Familie Amenophis III. eine Baket-Amun, die im Personenverzeichnis als Tochter von Amenophis III. und Teje bezeichnet wird. Joann Fletcher: ?Tagebuch eines Pharaos ? Amenophis III.?.S.109, 166-167 Wie sie zu der Namensänderung von Baket-Aton zu Baket-Amun kommt, wird jedoch nicht erklärt.
Es sind keine Darstellungen bekannt, die explizit einen Vater oder eine Mutter dieser Königstochter benennen. Und so gilt generell, dass alle Annahmen über ihre Eltern Spekulation sind.
Lebenszeit, Todeszeitpunkt sowie ihr Grab sind ebenfalls unbekannt, allerdings wird sie nach dem Tod Tejes auch nicht mehr genannt.
Quellen
Literatur
*Christiane Desroches-Noblecourt: Tut-ench-Amun. Frankfurt 1963. Büchergilde Gutenberg.
*Joann Fletcher: Tagebuch eines Pharaos ? Amenophis III. . Weltbild 2001, ISBN 3-8289-0778-4
*Nicholas Reeves: Echnaton. Mainz 2002. Philipp von Zabern, ISBN 3-8053-2828-1

