Bahnversicherungsanstalt
Die Bahnversicherungsanstalt war ein Träger der gesetzlichen Rentenversicherung in Deutschland in der Rechtsform einer Körperschaft des öffentlichen Rechts.Die Ursprünge der Bahnversicherungsanstalt (BahnVA) - mit Sitz in Frankfurt am Main - liegen in den Versorgungskassen für die Werkstätten- und Betriebsarbeiter der Eisenbahn.
Seit 1891 existierte die Pensionskasse für die Arbeiter der Preußischen Staatseisenbahnverwaltung, die in zwei Abteilungen aufgeteilt war:
* Abt. A: für die gesetzliche Alters- und Invaliditätsversicherung
* Abt. B: für zusätzliche Rentenleistungen (an Hinterbliebene, Sterbegeld usw.)
Am 1. Januar 1935 wurde mit der Reichsbahnversicherungsanstalt ein einheitlicher Rentenversicherungsträger für alle Reichsbahn-Arbeiter geschaffen, der nach dem zweiten Weltkrieg als Bundesbahn-Versicherungsanstalt firmierte. Mit der Errichtung der Deutschen_Bahn_AG zum 1. Januar 1994 wurde die bundesunmittelbare Körperschaft des öffentlichen Rechts in Bahnversicherungsanstalt umbenannt.
Die BahnVA war Träger der gesetzlichen_Rentenversicherung und der Zusatzversorgung für die Arbeiter und Angestellten der Deutschen Bahn AG und deren ausgegliederter Unternehmen sowie dem Bundeseisenbahnvermögen. Außerdem war sie für die Beschäftigten der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes sowie der Länder Bremen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein zuständig.
Im Rahmen der Organisationsreform in der gesetzlichen Rentenversicherung, die zum 1. Oktober 2005 in Kraft trat, fusionierten die Rentenversicherungsträger BahnVA, Seekasse und Bundesknappschaft zur Deutschen_Rentenversicherung_Knappschaft-Bahn-See.

