Zenngrundbahn
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Die Zenngrundbahn ist eine Nebenbahn nach Vizinalbahn Bayerns und hatte für die Stadt Langenzenn wegen der dort ansässigen Ziegeleien eine besondere Bedeutung.
Planung und Bau
Nach der Gründung eines Eisenbahnkomitess am 1. April 1867 erging am 15. April ein erstes Gesuch des Marktes Langenzenn an das königliche Handelsministerium, gefolgt von einem Gesuch an den ?Allerdurchlauchtigesten Großmächtigsten König? am 14. Mai. Mit dem Erlass des Donationsgesetzes am 29. April 1869 wurde die Genehmigung zu Bau und Betrieb der Vizinalbahn Siegelsdorf?Langenzenn erteilt.
Siegelsdorf?Langenzenn
Baugenehmigung: 29. April 1869
Beginn der Bauarbeiten: November 1870
Technische Abnahme: Mai 1872
Eröffnung: 24. Mai 1872
Langenzenn?Wilhermsdorf
Baugenehmigung: 26. Mai 1892
Eröffnung: 9. September 1895
Wilhermsdorf?Markt Erlbach
Baugenehmigung: 30. Juni 1900
Beginn der Bauarbeiten: Januar 1902
Technische Abnahme: 29. November 1902
Eröffnung: 5. Dezember 1902
Betrieb
Ehemalige Haltepunkte
Der Haltepunkt Heinersdorf wurde in den 1940ern reaktiviert und in den 1960ern erneut aufgegeben.
Dampflokbetrieb
Die letzte reguläre Fahrt einer Dampflokomotive: 3. Oktober 1972
Verkehrsverbund
Mit der Einführung des Winterfahrplans 1986 ist die Zenngrundbahn vollständig in den Gemeinschaftstarif des Verkehrsverbund Großraum Nürnberg (VGN) integriert worden und trägt die Liniennummer R12.
Regionalisierung des Schienennahverkehrs
Im Zusammenhang mit der Regionalisierung des Schienennahverkehrs, wurde der Bayerntakt auch auf der Zenngrundbahn eingeführt. Das bedeute Ausweitung des Angebots, z.B. ein Stundentakt Montag bis Freitags und ein Zweistundentakt an Wochenenden. Im September 1997 wurde ein neuer Haltepunkt am Wilhermsdorfer Schloßplatz geplant und 1998 als Wilhermsdorf Mitte eröffnet.
Die Betriebszeiten des ?Bahnbusses? wurden auf ein Fahrtenpaar am frühen Morgen zwischen Markt Erlbach und Siegelsdorf und zwei Fahrtenpaaren zwischen Fürth und Markt Erlbach im Spätverkehr reduziert. Nach Kürzungen der Ausgleichsabgeben für die Beförderung von Schwerbehinderten (Bund) und Schülern (Land Bayern) im Jahr 2004, wurde der Busverkehr eingestellt. Das Verkehrsunternehmen beantragte keine weitere Verlängerung der Genehmigung für den Betrieb der Buslinien und begründete das wegen der fehlenden betriebswirtschaftlichen Rentabilität nach dem Wegfall der Zuschüsse. Der Landkreis Fürth stellte kein Ersatzangebot bereit, auch nicht durch Anrufsammeltaxen von/zum Bahnhof Siegelsdorf.
Zukunft
Im Landkreis Fürth mangelt es nicht an ehrgeizigen Plänen im Bezug auf die Zukunft des öffentlichen Nahverkehrs.
Diskutiert und bis dato nicht umgesetzt wurden folgende Ideen:
* Elektrifizierung der Zenngrundbahn
* Modernisierung der Zenngrundbahn
* Einbindung der Zenngrundbahn in eine geplante Stadt-Umland-Bahn für den Landkreis Fürth
* Umwandlung in eine S-Bahn
* Bau eines Begegnungsabschnittes am Haltepunkt Laubendorf, um einen 30-Minuten-Takt in der Hauptverkehrszeit zu ermöglichen.

