Bahnhof Wiesbaden Ost
Der Bahnhof Wiesbaden Ost liegt an der Strecke Frankfurt ? Wiesbaden (Streckennummer 3603; Kursbuchstrecke_645.1), die 1839/40 als Taunus-Eisenbahn eröffnet wurde. Ursprünglich war der Name des Bahnhofs ?Biebrich Curve?, später ?Biebrich Ost?. Nachdem Biebrich 1926 nach Wiesbaden eingemeindet wurde, wurde zwar das ?Ost? von ?Biebrich Ost? beibehalten, das ?Biebrich? aber durch ?Wiesbaden? ersetzt ? daher der Name des Bahnhofs, obwohl er im Süden von Wiesbaden liegt.
Von hier zweigte seit dem 3. August 1840 eine 1,5 Kilometer lange Stichbahn zum Rheinbahnhof in Biebrich (heute: Wiesbaden-Biebrich) ab, der am Rheinufer, etwa 500 Meter östlich des Schlosses lag. Sie wurde bis 1872 mit Pferdekraft betrieben und 1907 stillgelegt. Ein Teil der Strecke wurde als Anschlussgleis weiter verwendet.
Ab dem 18. September 1862 gab es von hier eine Verbindungskurve zur Rheinbahn der Nassauischen_Rhein-_und_Lahn_Eisenbahngesellschaft, die seit 1856 rheinabwärts in den Rheingau und später weiter nach Oberlahnstein und Bad Ems führte.
Das heutige neobarocke Empfangsgebäude stammt aus dem Jahr 1906.
Der Bahnhof war früher im Güterverkehr ein Knotenbahnhof mit kleinem Ablaufberg, aber ungünstiger Gleisplangestaltung. Im Personenverkehr dient der Bahnhof lediglich noch als S-Bahn-Systemhalt für die S-Bahnlinien S_1, S_8 und S_9 des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV).
Siehe auch
Nahverkehr in Wiesbaden
Literatur
Landesamt für Denkmalpflege Hessen (Hrsg.): Eisenbahn in Hessen. Kulturdenkmäler in Hessen. Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. Theiss Verlag, Stuttgart 2005, 3 Bände im Schuber, 1.448 S., ISBN 3-8062-1917-6

