Bahnhof Ikebukuro
Der Bahnhof Ikebukuro (jap. ???, ikebukuro-eki) ist mit ca. 2,7 Millionen Passagieren täglich der zweitgrößte Bahnhof der Welt. Er ist im Westen Tokios im Stadtbezirk Toshima gelegen. Mit Ikebukuro bezeichnet man gleichzeitig auch das Stadtviertel um den Bahnhof herum (offiziell nur der Name einiger Straßenzüge im Stadtbezirk).
Bahnhof
Der Bahnhof ist ein reiner Pendlerbahnhof. Er verbindet den westlichen Teil der Vorortprovinz_Saitama mit Tokio durch die Bahngesellschaften: JR, Tobu, Seibu. Außerdem gehen von ihm mehrere U-Bahn-Linien aus.
Linien
JR-Linien:
Yamanote-Linie
Saiky?-Linie
Sh?nan-Shinjuku-Linie
Tokyo Metro (früher Eidan subway) - Linien:
Marunouchi-Linie
Y?rakucho-Linie
Tobu-Linie:
Tojo-Linie
Seibu-Linie:
Ikebukuro-Linie
Bahnhofsviertel
Die Ostseite des Bahnhofs hinter dem Bungeiza-Theater wird vor allem von Love Hotels, Massagesalons und anderen Sex-orientierten Einrichtungen dominiert. Daneben gibt es auch viele normale Restaurants, Bars und Kinos. Auf der Westseite findet sich das Riesenkaufhaus Tobu, und nördlich davon ein weiteres lebhaftes Vergnügungsviertel mit Bars, Lokalen, Business- aber auch Stundenhotels. Die bei Ausländern beliebte, billige Herberge "Kimi-Ryokan", ein einfaches Ryokan, liegt in nord-westlicher Richtung gut 5 min entfernt.
Enjokosai
Seit der zweiten Hälfte der 90er_Jahre ist die Gegend um den Bahnhof auch als der bekannteste Ort für die Anbahnung von Enjokosai, mit Geld entlohnten sexuellen_Kontakten zwischen erwachsenen Männern und Teenagern, in Japan bekannt. Vor allem der kreisrunde Platz an der Ostseite namens Koliseum dient als Treffpunkt. Dass ausgerechnet Ikebukuro sich zum Enjokosai-Zentrum entwickelt hat, mag daran liegen, dass es der nächstgelegene große Bahnhof für die Linien in die ärmste Gegend des Großraums Tokio, nach Saitama, ist. 1997 machte Der Spiegel-Korrespondent Wieland_Wagner mit einem großen Artikel Ikebukuro als Enjokosai-Treffpunkt auch im deutschen Sprachraum bekannt.

