Bahnhof Goetheweg
Der Bahnhof Goetheweg befindet sich zwischen den Stationen Schierke und Brocken der Brockenbahn in einer Höhe von 956 m ü. NN.
Die Anlagen bestehen heute in nur einem waagerechten ?Rückdrückgleis? und lediglich einer Weiche, während das Streckengleis seine durchgehende Steigung von 33 Promille behält. Er ist jetzt ein reiner Betriebsbahnhof.
Der Bahnhof war in den 1930er Jahren im Sommerhalbjahr mit einem Bahnhofsgebäude, mit Einfahrsignalen, einer Gleisbaurotte mit Rottenunterkunft sowie mit einem Fahrdienstleiter ausgerüstet. Nach dem Bau der Mauer waren Fahrten zum Brocken für Reisende nicht mehr möglich und der Bahnhof war ungenutzt.
Heute wird der Bahnhof im Kursbuch nicht geführt, wird aber als Betriebsbahnhof bei Kreuzungen wieder genutzt. Lange Zeit war er nur noch mit den Signalen So 5 (Trapeztafel) ausgerüstet, heute sind aber nach Änderungen im Betriebsdienst nach dem Zugunglück im Thumkuhlental (1994) wieder Lichtsignale aufgestellt.
Alle Gebäude sind im Zweiten_Weltkrieg zerstört und nicht wieder aufgebaut worden.
Oberhalb des einstigen Bahnhofes befindet sich am Königsberg im Nationalpark Harz die nicht zugänglichen Hirschhornklippen.
Betriebsablauf
Früher lief der Betrieb wie folgt ab: Ein bergwärts fahrender Zug fuhr bis zum letzten Wagen an der Weiche vorbei. Die Weiche wurde umgelegt und der Zug ?drückte zurück?. Reisende konnten ein- und aussteigen. Die Weiche wurde wieder umgelegt und der talwärts fahrende Zug (mit oder ohne Halt) passierte. Erst danach konnte der bergwärts fahrende Zug den Bahnhof verlassen. Das waagerechte Rückdrückgleis ermöglichte dem Zug einfacher wieder Geschwindigkeit aufzunehmen.
Da der Bahnhof nur noch zu Betriebskreuzungen genutzt wird, läuft es heute meist umgekehrt ab: Der talwärts fahrende Zug wird eingeschlossen und der bergwärts fahrende Zug passiert. Ein- und Aussteigen ist nicht möglich.
Weblinks
• Kursbuchauszug von 1944

