Bahnhof Köln Messe/Deutz
Der Bahnhof Köln Messe/Deutz ist ein wichtiger Fern-, Regional- und S-Bahnhof im rechtsrheinischen Kölner Stadtteil Deutz. Er ist als Turmbahnhof konzipiert: In Ost-West-Richtung, also auch in Richtung Köln Hauptbahnhof, verkehren die Züge von Deutz-Hoch, in Nord-Süd-Richtung von Deutz-Tief.
Geschichte
Der Bahnhof Deutz war der Endbahnhof der 1845 eröffneten Stammstrecke der Köln-Mindener Eisenbahn-Gesellschaft nach Düsseldorf_Hbf. Dies war dadurch bedingt, dass Deutz rechts des Rheins liegt und es bis zur Eröffnung der Dombrücke im Jahr 1859 keine Verbindung ins linksrheinische Zentrum Kölns gab, die von der Eisenbahn hätte genutzt werden können. Mit der Einweihung der Hohenzollernbrücke 1911 konnte dem wachsenden Verkehrsaufkommen Rechnung getragen werden. Nun war der Bahnhof Deutz viergleisig mit dem Centralbahnhof verbunden.
Kurz darauf, am 11. November 1913, wurde der Bahnhof in seiner heutigen Form eröffnet. Im Nationalsozialismus wurden die in Köln lebenden Juden und ?Zigeuner? über den Bahnhof Deutz-Tief deportiert. Die im Zweiten_Weltkrieg zerstörte, dreischiffige Bahnsteighalle aus Eisen und Glaselementen wurde nach dem Krieg durch Bahnsteigüberdachungen aus Beton ersetzt.
Teile der Tunnelanlagen und der gesamte Bahnhofsvorplatz (Ottoplatz) sind in der Denkmalliste der Stadt Köln eingetragen.
Der Rat der Stadt Köln beschloss 1996, den Deutzer Bahnhof zum ICE-Terminal auszubauen, Ende 1997 legte die Deutsche Bahn den Verlauf einiger neuer ICE-Linien der geplanten Schnellfahrstrecke Köln?Rhein/Main durch den Bahnhof Deutz fest. Als sich schließlich 1998 auch die Koelnmesse dazu entschloss, ein neues Gebäude für die Verwaltung zu bauen, kam es 1999 zur Gründung einer Public Private Partnership unter Beteiligung der DB Station&Service, der Stadt und der Koelnmesse.
Der Bahnhof trug bis zum 11. Dezember 2004 den Namen Köln-Deutz, wurde dann aber auf Bestreben der Koelnmesse, deren Gelände unmittelbar am Bahnhof liegt, umbenannt. Die Kosten hierfür trug die Koelnmesse selbst, da sie sich einen Marketing-Effekt durch die Umbenennung erhoffte. Seit dem 3. November 2006 ist die Messe über den neu errichteten Südeingang direkt an den Bahnhof angeschlossen.
Der Bahnhof heute
), der ICE im Vordergrund von Deutz-Tief (Gleise 11/12)]]
Heute ist der Bahnhof nach dem Hauptbahnhof der wichtigste der Domstadt. ?Deutz-Hoch? besteht heute aus sechs Gleisen an drei Bahnsteigen, zwei Gleisen ohne Bahnsteiganschluss und zwei S-Bahn-Gleisen an einem eigenen Bahnsteig, der erst im Zuge des Ausbaus des Kölner S-Bahn-Netzes (um 1980) und dem damit verbundenen Neubau des dritten Brückenteils der Hohenzollernbrücke gebaut wurde.
?Deutz-Tief? wurde beim Bau der Schnellfahrstrecke Köln?Rhein/Main komplett umgebaut. Hier halten ICE-Züge an zwei Gleisen. Diese fahren direkt weiter nach Norden bzw. Süden ohne den Hauptbahnhof anzufahren, um das zweimalige Überfahren der Hohenzollernbrücke und einen Richtungswechsel zu sparen. Die Zufahrten nach Deutz-Tief werden derzeit von eingleisig auf zweigleisig ausgebaut. Um den Umbau im nördlichen Bereich in Richtung Köln-Mülheim bewerkstelligen zu können, wird der Tiefbahnhof seit dem Fahrplanwechsel am 10. Dezember 2006 für ein Jahr nicht von Fernverkehrszügen angefahren.
Im bahnamtlichen_Betriebsstellenverzeichnis wird der Bahnhof als KKDZ bzw. KKDT (für Deutz-Tief) geführt.
Streckenverbindungen
Im Fahrplan 2007 halten die folgenden Linien im Bahnhof Messe/Deutz. Der Tiefbahnhof wird wegen Bauarbeiten dieses Jahr nicht bedient.
Weblinks
• Das Nadelöhr wird noch enger Kölner Stadtanzeiger vom 28. November 2006: Beschreibung des Umbaus
Siehe auch
Siegstrecke
Rechte Rheinstrecke
Schnellfahrstrecke Köln-Rhein/Main
S-Bahn Rhein-Ruhr

