Bahnhof Düren
Der Bahnhof Düren befindet sich nördlich im Zentrum von Düren und ist der größte Bahnhof in Stadt und Kreis Düren. Er liegt an der Schnellfahrstrecke Köln?Aachen. Hier halten die Nahverkehrszüge der RegionalExpress-Linien RE 1 (NRW-Express) und RE 9 (Rhein-Sieg-Express) im Halbstundentakt, der RegionalBahn-Linien RB 20 (Euregiobahn) in den Abendstunden und an Sonn- und Feiertagen und der RB 21 (Rurtalbahn) im Halbstundentakt. Außerdem hat Düren einen Anschluss an das S-Bahn-Netz_Rhein-Ruhr. Somit halten hier die S-Bahnen der S 12 im 20-, 30- oder 60-Minutentakt und nachts zusätzlich die S 13.Heutiger Zustand
Das heutige Bahnhofsgebäude ist zwischen den Gleisen angeordnet und deshalb ist Düren ein Inselbahnhof. Sein Fahrkartenautomatenkode ist 3900.
Da der Dürener Bahnhof an den Kursbuchstrecken 450.12, 480, 483 und 484 liegt, ist er auch ein Knotenbahnhof im Netz der Deutschen_Bahn_AG. Es bestehen Anschlüsse in alle Himmelsrichtungen:
{| class="prettytable"
! Linie !! Linienbezeichung !! Linienverlauf
|-
| || NRW-Express /'>| Düren ? Köln ? Düsseldorf ? Duisburg ? Essen ? Dortmund ? Hamm
/'>-
| || Düren ? Köln ? Siegburg/Bonn ? Siegen ? Gießen
/'>-
| || Alsdorf ? Aachen ? Stolberg ? Stolberg-Altstadt/Eschweiler-Weisweiler ? Düren ? Heimbach 1
/'>-
| || Huchem-Stammeln ? Jülich ? Linnich
/'>-
| || Kreuzau ? Obermaubach ? Nideggen-Brück ? Heimbach
/'>-
| || Zülpich ? Euskirchen 2
/'>-
| || Horrem ? Köln ? Troisdorf ? Hennef ? Au (Sieg)
/'>-
| || Horrem ? Köln ? Flughafen Köln/Bonn ? Troisdorf
/'>}
1Unregelmäßige Durchbindung bis Düren (bzw. Heimbach), durch den Neubau zwischen Weisweiler und Langerwehe wird die Euregiobahn aber regelmäßig durchgebunden
2Zur Zeit nicht durchgehend, vollständige Reaktivierung geplant (mit Durchbindung bis Bonn oder über Bedburg und Neuss zur Landeshauptstadt Düsseldorf fuhren (siehe Bördebahn).
Zweiter Weltkrieg
Der Bahnhof bleibt während des Krieges größten Teils unversehrt. Dies ist sehr verwunderlich, da Düren durch den Angriff der Alliierten fast völlig zerstört wurde.
Nachkriegszeit
Durch die große Zerstörung Dürens während des zweiten Weltkriegs gingen der Stadt die finanziellen Mittel aus. Die schon jahrzehntelangen Pläne einer Umgestaltung und eines Neubaus des Bahnhofs wurden aus diesem Grund nicht verwirklicht.
Trotzdem bedienten seit dem 15. Mai 1949 wieder D-Züge den Dürener Bahnhof. Es waren zwei Linien: einmal von Brüssel über Aachen in Richtung Köln - Wiesbaden nach Frankfurt; die zweite von Aachen über Köln - Wiesbaden - Heidelberg - Stuttgart - Ulm nach München. Somit konnte man von Düren aus ohne Halt nach Köln oder Aachen fahren.
In den nächsten Jahrzehnten stieg die Anzahl des Schnellverkehrs, sodass IC-, IR-, EC- und Nachtzüge in Düren hielten.
Die Phase des Schnellverkehrs hielt aber nur bis zur Modernisierung Anfang des 21. Jahrhunderts an. Im Dezember 2002 wurde die letzte D-Zug Linie Köln-Oostende eingestellt. Ein Jahr später wurden auch die IC- und Nachtzuglinienwege geändert, sodass es in Düren keinen Fernverkehr mehr gab. Seitdem wurde der Bahnhof auch auf die Bahnhofskategorie "4" (hoch frequentierter Nahverkehrssystemhalt / Nahverkehrsknoten) zurückgestuft. Die Klassifizierung der DB_Station_&_Service_AG reicht von "1" (Fernverkehrsknoten) bis "6" (Nahverkehrshalt).
Die heutige Klassifizierung "4" beschreibt einen Bahnhof mit hoch frequentiertem Regional- und Stadtverkehr, der sich meist in Großstädten oder Ballungsräumen befindet. Der Bürgermeister versuchte darauf den Halt des verkehrenden ICEs und des Thalys in Düren zu erreichen, die diesen nur passierten. Diese Versuche schlugen aber fehl, da dafür die Klassifizierung "2" notwendig gewesen wäre. Dies wäre aber eine Überklassifizierung für diesen Bahnhof. Von der Deutschen_Bahn wurde aber versichert, dass der Bahnhof wieder auf Kategorie "3" heraufgestuft wird, sobald wieder eine IC- oder Nachtzugverbindung über die Strecke Aachen-Köln führt. Diese Verbindungen erforden nämlich nicht die Klassifizierung "2", sondern "3" reicht hierbei völlig aus.
Das Bahnhofsgebäude ist bis heute erhalten geblieben. Erst mit dem Ausbau der Schnellfahrstrecke Köln?Aachen wurde der Dürener Bahnhof teilweise restauriert und vollständig modernisiert. Alle Gleise und Bahnsteige wurden erneuert. Hinzu kommt seit einigen Jahren die in Schritten folgende Sanierung und Modernisierung des Bahnhofsgebäudes.
Streitigkeiten bei der Namensgebung
zeigt eindeutig ?Düren Hbf? an.]]
Der Dürener Bahnhof heißt von Seiten der Deutschen_Bahn eigentlich noch nicht Hauptbahnhof, da noch keine offizielle Namensänderung vorgenommen wurde. Der Grund liegt darin, dass Düren immer noch das alte Bahnhofsgebäude besaß, das vor dem Zweiten Weltkrieg errichtet wurde. Da das Geld zum Neubau des veralteten Gebäudes fehlte, wurde der Bahnhof auch nicht umbenannt.
Die Bezeichnung wird aber heute schon verwendet, wie etwa an Automaten im Bahnhof. Dort lautet der Aufdruck schon Düren Hbf.
Die Rurtalbahn GmbH, die in Düren die Rurtalbahn (RB 21) betreibt, bezeichnet den Bahnhof auch mit Düren Hbf, da es mehrere Bahnhöfe in Düren gibt, darunter Düren, Annakirmesplatz oder Düren, Im großen Tal. Diese Namensgebung ist auch auf den Zugzielanzeigern der Rurtalbahn zu erkennen. Im Dürener Volksmund wird auch nur noch vom ?Dürener Hauptbahnhof? gesprochen.
In nächster Zeit soll auch von Seiten der Deutschen Bahn aus der Bahnhof umbenannt werden.
Ausblick in die Zukunft
Die Stadt Düren plant eine komplette Neugestaltung des Bahnhofsumfeldes. Die Pläne wurden 2005 fertiggestellt. Die Umsetzung kann beginnen, wenn alle betroffenen Unternehmen sich geeinigt haben.
Aus diesem Plan geht eine Bebauung der nicht genutzten Flächen rund um das Bahnhofsumfeld hervor. Weiterhin soll der Bahnhof zusammen mit dem Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) besser verknüpft und komplett neu gestaltet werden. Dabei steht ist immer noch strittig ob die Nordbrücke (Hauptverkehr über Südbrücke) abgerissen werden soll oder nicht.
Gleise
Der Bahnhof besitzt 23 Gleise, wovon aber nur neun einen Bahnsteig besitzen, der benutzt wird. Bei planmäßiger Nutzung der Gleise fahren die Züge wie folgt:
* Gleis 1: Halt der Regionalzüge und Durchfahrtsgleis der Schnell- und Güterzüge in Richtung Aachen
* Gleis 2: Durchfahrtsgleis der Schnell- und Güterzüge in Richtung Köln
* Gleis 3: Halt der Regionalzüge in Richtung Köln
* Gleis 4: Nutzung als Halt für Züge aus Köln, die außerplanmäßig in Düren enden (Gründe: Baustellen, zu hohe Verspätung, ?)
* Gleis 4a: Halt der Rurtalbahn aus und in Richtung Heimbach und Halt des RegionalExpress, der in verkehrsschwachen Zeiten nur bis Düren fährt, von und nach Aachen
* Gleis 5: Halt der S-Bahnen aus und in Richtung Köln
* Gleis 6: Halt der S-Bahnen aus und in Richtung Köln, Halt der Bördebahn nach und aus Euskirchen und Halt der Euregiobahn aus und in Richtung Aachen (bzw. an Sonn- und Feiertagen auch als Euregiobahn nach Heimbach)
* Gleis 7: Durchfahrts-/Überholgleis für Güterzüge
* Gleis 8 ? 11: neue, an das ESTW angeschlossene, Rangier- und Abstellgleise der DB und der Euregiobahn
* Gleis 12 ? 19: Rangier- und Abstellgleise der DB und der Rurtalbahn GmbH (Anordnung der Gleise am Hauptgebäude und auf der Nordseite des Hauptgebäudes)
* Gleis 20: Rangier- und Abstellgleis der Rurtalbahn GmbH
* Gleis 21 ? 23: Halt der Rurtalbahn aus und in Richtung Linnich (Gleis 23 als Haltegleis für geplante Anbindung der Euregiobahn über die Nordbrücke)
Weblinks
• Bahnhoffotos
• Abfahrt der Züge im Bahnhof Düren
• Projekt des neuen Bahnhofsumfeldes
• Bauabschnitt Düren beim Streckenausbau Düren-Köln
• Definition der sechs Bahnhofskategorien (und Link zur Liste der Bahnhoskategorien)

