Eduard Gufeld
Eduard Jefimowitsch Gufeld (russ. , wiss. Transliteration ; Schachspieler.Leben
Gufeld verlor früh seinen Vater und wuchs unter der Obhut seiner Mutter Ewa Juliewna in Kiew auf. Er hatte eine Schwester Lidia. Während des Zweiten_Weltkrieges wurde die Familie nach Samarqand evakuiert. Später lebte er viele Jahre in Tiflis. Gufeld war in seiner Jugend ein guter Fußballspieler, wandte sich dann aber dem Schach zu. Sein erstes Turnier spielte er 1953.
Zwischen 1959 und 1972 qualifizierte er sich acht Mal für die Landesmeisterschaften der Sowjetunion, die seinerzeit zu den am stärksten besetzten Turnieren der Welt zählten. Seine beste Platzierung bei diesen Meisterschaften war ein 7. Platz in Leningrad 1963. Den Titel eines Internationalen_Meisters errang er 1964, Großmeister wurde er 1967. Auch wenn er wegen seiner wechselhaften Leistungen nicht in die absolute Spitze der sowjetischen Spieler vordringen konnte, gelangen ihm vereinzelt Siege gegen Weltklassespieler wie Wassili_Smyslow, Michail Tal, Boris_Spasski und Viktor Kortschnoi. Als Angehöriger der Sowjetarmee spielte er in zahlreichen Armeemeisterschaften. Außerdem arbeitete er als Schachjournalist und Trainer. Unter anderem war er Betreuer der Schachweltmeisterin Maja Tschiburdanidse sowie der Frauennationalmannschaft bei mehreren Schacholympiaden. Im Weltschachbund FIDE setzte er sich für die Einrichtung eines Komitees für Schachkunst ein.
Gufeld unternahm viele Auslandsreisen zu Schachturnieren. Da Reisegenehmigungen für sowjetische Schachspieler von den Behörden normalerweise sehr restriktiv gehandhabt wurden, führte dies zu der bis heute nicht geklärten Vermutung, dass er KGB-Agent gewesen sei. 1995 emigrierte er in die USA und nahm dort in seinen letzten Lebensjahren an zahlreichen offenen Turnieren teil, zuletzt im März 2002 in Las Vegas.
Gufeld war als Autor an über fünfzig Schachbüchern beteiligt, die allerdings in Fachkreisen nicht besonders hoch geschätzt wurden, da sie sich oft als oberflächlich recherchiert erwiesen. Er liebte es Anekdoten zu erzählen, die nicht immer der Wahrheit entsprachen. Dennoch begeisterte er damit viele Menschen für das Schachspiel. Der russische Großmeister Gennadi Sosonko nannte ihn einen ?chess salesman? (Handelsreisenden in Sachen Schach).
Gufeld war anerkannter Experte der Königsindischen_Verteidigung und bezeichnete den fianchettierten schwarzen Läufer als seine Lieblingsfigur, welcher deshalb auch oft scherzhaft ?Gufeld-Läufer? genannt wird.
Er starb an den Folgen eines Schlaganfalls im Cedars-Sinai Medical Center in Los Angeles.
Seine beste Historische Elo-Zahl war 2664.
Partie
Gufelds ?Visitenkarte? war die folgende Gewinnpartie gegen Wladimir Bagirow, die er bei jeder sich bietenden Gelegenheit vorführte und als seine Mona Lisa bezeichnete. Der Verlierer äußerte Jahre später, dass Gufeld diese Partie so oft veröffentlicht habe, dass er mit den Honoraren seine gesamte Wohnungseinrichtung finanzieren konnte.
W. Bagirow - E. Gufeld, VIDEO-NEWS UND ANGEBOTE

