Badische V (alt)
Die fünf Fahrzeuge der Gattung VZur Unterscheidung der nach dem Schema von 1868 bezeichneten Lokomotiven auch als V (alt) bezeichnet. , ab 1868 Vb alt der Großherzoglich_Badischen_Staatseisenbahn waren die ersten Lokomotiven der Bahn mit gekuppelten Achsen.
Gebaut wurden die Maschinen für 1600 mm Breitspur mit Innenrahmen, Außenzylinder, Innensteuerung und überhängendem Stehkessel. Die gegabelte Treibstange wies die sogenannte Scherenanordnung auf und waren mit 3,1 m ungewöhnlich lang. Der Antrieb erfolgte auf die hintere Achse, eine Bauweise die sonst nur noch bei österreichischen Lokomotiven zu finden war. Durch diese Bauweise wurden an zwei Lokomotiven innerhalb von drei Wochen Schäden festgestellt. Bei der Lok KEPLER wurde deshalb der Antrieb auf die vordere Achse umgebaut sowie die Achsen ausgetauscht. Da keine weiteren Schäden auftraten, beließ man es bei diesem einmaligen Umbau.
Die Loks besaßen aufgrund der Holzfeuerung einen Mantelschornstein mit Turbine. Dieser war unförmig, sowie schlecht konstruiert, so das er bei einer Lok beim Befahren einer Weichenkrümmung abknickte.
Die Lok war in der Lage einen 368 t auf einer Strecke mit einer Steigung von 1:300 mit einer Geschwindigkeit von 31 km/h zu fahren.
Bei der Umspurung auf Normalspur 1854 wurden die Maschinen auf die Achsfolge 1A1 umgebaut sowie einen Außenrahmen erhalten, um den vorhandenen Kessel weiternutzen zu können.
Die Fahrzeuge hatten einen Schlepptender der Bauart 3 T 5,40.
Einsatzort der in Basel und Freiburg beheimateten Loks war Südbaden.
Fußnoten
Literatur
* Hermann Lohr, Georg Thielmann: Lokomotiv-Archiv Baden. transpress, Berlin 1988, ISBN 3344002104

