Badische VIII (alt)
Die Fahrzeuge der Baureihe VIII Zur Unterscheidung der nach dem Schema von 1868 bezeichneten Lokomotiven auch als VIII (alt) bezeichnet. , ab 1868 Gattung Vc, waren Breitspur-Lokomotiven der Großherzoglich Badische Staatseisenbahnen.Die Loks waren in die Letzten mit der Achsfolge 1A1 in Baden sowie die letzten Loks für die Breitspur von 1.600 mm und vor der Umstellung des Netzes auf Normalspur 1854 beschafften Lokomotiven. Bei der Konstruktion berücksichtigte man einen zukünftigen Umbau auf Normalspur. Der Kessel war ein Nachbau der Bauart Stephenson und ruhte auf einen innenliegenden Gabelrahmen. Das Zweizylinder-Naßdampftriebwerk war außenliegend angeordnet. Die Fahrzeuge hatten einen Schlepptender der Bauart 3 T 5,40.
Bei der Abnahme der Lokomotiven stellte man fest, dass die Kesselachse 300 mm höher als das vorgegebene Mass war. Man befürchtete Sicherheitsprobleme und übernahm die Loks nur unter Vorbehalt. Beim Umbau auf Regelspur 1854 erfolgte dann die Tieferlegung des Kessels. Dabei wurden die Loks auch auf die Achsfolge 1B umgebaut. 1865 erfolgte ein erneuter Umbau zu Tenderlokomotiven. Dabei wurde auf dem Kessel ein Satteltank montiert.
Eingesetzt waren die Loks auf der Strecke Oos -Baden.
In diese Gattung wurde auch eine von Hartmann & Lindt mit dem Namen LOERRACH gelieferte Lok eingereiht. Sie war jedoch in ihren technischen Parametern völlig verschieden zu den von Kessler gelieferten Loks. Bemerkenswert war der äußerst kurze Radstand der Kuppelräder. Die Leistung der Lok fiel sehr gering aus. Ursächlich war unter anderem der kleine Zylinderhub von 457 mm. Erst nachdem Kessler die Lok 1848 umgebaut hatte, wurde sie von der Staatsbahn übernommen. Da das Fahrzeug wanderte jedoch schnell in den Bauzugdienst ab.
Fußnoten
Literatur
* Hermann Lohr, Georg Thielmann: Lokomotiv-Archiv Baden. transpress, Berlin 1988, ISBN 3344002104

