Bad Zwesten
Bad Zwesten ist eine kreisangehörige Kurort, der als Heilbad seit 1992 die Bezeichnung ?Bad? führt.
Geografie
Geografische Lage
Bad Zwesten liegt in den östlichen Ausläufern des Kellerwalds etwa 8 km (Luftlinie) südöstlich von Bad Wildungen an der Einmündung des Wälzebachs in die Schwalm, einen südlichen Zufluss der Eder. Es befindet sich an der Ostgrenze des Naturparks_Kellerwald-Edersee. Die südlichen Ortsteile Oberurff-Schiffelborn und Niederurff befinden sich an der Urff, die unterhalb von Niederurff in die Schwalm mündet. Die höchste Erhebung ist der 636 Meter hohe Hunsrück im Kellerwald, nicht zu verwechseln mit dem westlich des Rheins gelegenen Mittelgebirge Hunsrück.
Nachbargemeinden
Bad Zwesten grenzt im Norden an die Stadt Fritzlar, im Osten an die Stadt Borken, im Süden an die Gemeinden Neuental und Jesberg (alle im Schwalm-Eder-Kreis), sowie im Westen an die Gemeinde Haina und die Stadt Bad Wildungen (beide im Landkreis Waldeck-Frankenberg).
Gemeindegliederung
* Betzigerode
* Niederurff
* Oberurff-Schiffelborn
* Wenzigerode
* Bad Zwesten (Sitz der Gemeindeverwaltung)
Geschichte
der Burgruine_Löwenstein, links die Hardtwald-Klinik]]
Zwesten wurde um das Jahr 800 erstmals im Codex Eberhardi urkundlich erwähnt.
Der altbekannte Sauerbrunnen wurde 1914 zur Mineralquelle erklärt, die 1932 durch den Preußischen Minister für Arbeit, Volkswohlfahrt und Gesundheitswesen als "gemeinnützig" anerkannt wurde. 1960 ist sie aufgrund des Hessischen Wassergesetzes zur staatlich anerkannten Heilquelle erklärt worden.
Im Rahmen der hessischen Gebietsreform schlossen sich 1972 die bis dahin selbständigen Gemeinden Betzigerode, Niederurff, Oberurff-Schiffelborn, Wenzigerode und Zwesten zur neuen Gesamtgemeinde Zwesten zusammen. 1992 wurde die Gemeinde zum Kurort. Dabei wurde ihr das Prädikat Heilbad verliehen und der Name in Bad Zwesten geändert.
Politik
Gemeindevertretung
Die Kommunalwahl am 26. März 2006 lieferte folgendes Ergebnis:
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Bauwerke
Beim Bad Zwestener Ortsteil Oberurff-Schiffelborn befindet sich N.N. hohen Erhebung. Von der Burg sind noch Mauerreste, der Burgbrunnen und ein Gewölbekeller erhalten. Die Gebäudereste wurden 2002 aufwändig gesichert. Der Bergfried wurde begehbar gemacht und ist als Aussichtsturm zugänglich.
Im Gemeindegebiet des südöstlich benachbarten Neuental befindet sich ein Aussichtsturm auf dem Berg Altenburg (433 m über N.N.), mit Aussicht auf Bad Zwesten, das Hessische_Bergland und die Nationalpark-Region Kellerwald-Edersee.
Wirtschaft und Infrastruktur
Wirtschaft
Der florierenden Aufschwung von Bad Zwesten als Heilbad und Luftkurort beruht auf dem Bad Zwestener Löwensprudel, der die Grundlage für den Fremdenverkehr legte. Im Kurort befinden sich die Hardtwaldkklinik I (Neurologie, Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik) und die Hardtwaldklinik II (analytische Psychotherapie, Psychosomatik, Verhaltenstherapie und Psychodrama). Beide Fachkliniken verfügen über etwa 650 Betten. Weiterhin ist an die Hardtwaldklinik I das Neurologische Zentrum Bad Zwesten, eine Neurologische Akutklinik, angeschlossen.
Der Ort Bad Zwesten hat eine gute Infrastruktur und bietet vielfältige Einkaufsmöglichkeiten, Ärzte, Apotheke, Banken, eine Postfiliale sowie zahlreiche Dienstleistungsbetriebe.
Nahe dem Ort gibt es einen Campingplatz, der an einem Waldrand an der Schwalm liegt. An dem seit 1961 von dem Camping-Club-Kassel e.V. geführten Platz führt ein Radfernweg vorbei. Für Kanuten, Motorrad-, Radfahrer und Wanderer bietet der Campingplatz Übernachtungsmöglichkeiten in Trekkinghütten.
Verkehr
*Bad Zwesten liegt am Schnittpunkt der Bundesstraßen B_3 und B_485. Zur Autobahn A_49 (Kassel ? Fritzlar - Marburg) Anschlußstelle Borken/Bad Zwesten sind es ca. 5 Km.
*Die Gemeinde gehört dem Nordhessischer Verkehrsverbund an, der u.a. ein Anrufsammeltaxi zum Bahnhof Borken an der Main-Weser-Bahn anbietet.
Literatur
*Martin Opfer: Zwesten : Betzigerode, Niederurff, Oberurff, Schiffelborn und Wenzigerode ; Bilder und Texte erzählen, wie es damals war, Wartberg-Verlag, Gudensberg-Gleichen 1989, ISBN 3-925277-31-5
Weblinks
• Bad Zwesten

