Bad Soden am Taunus
Bad Soden am Taunus ist eine Kurstadt im Königstein (Hochtaunuskreis), im Osten an die Stadt Schwalbach und die Gemeinde Sulzbach, im Süden an die Gemeinde Liederbach sowie im Westen an die Stadt Kelkheim.
Stadtgliederung
Die Stadt Bad Soden besteht seit der Gebietsreform von 1977 aus den drei Stadtteilen Altenhain, Bad Soden und Neuenhain.
Die ursprünglich vom Land Hessen zusätzlich geplante Eingemeindung der Gemeinde Sulzbach wurde nicht realisiert. Aufgrund des Widerstandes von Bevölkerung und Politik in Sulzbach und der vergleichsweise guten Finanzsituation der Gemeinde durch das Main-Taunus-Zentrum wurde der Erhalt der Eigenständigkeit durchgesetzt. Im Mittelalter bestand auf nun Altenhainer Gebiet der Weiler Beidenau, der seit dem 16. Jahrhundert eine Wüstung ist.
Geschichte
Bad Soden wurde 1190 erstmals erwähnt. Als freies Reichsdorf war es bis 1803 keiner unmittelbaren Landesherrschaft unterstellt. 1437 wurden die Sodener Salzquellen in einer kaiserlichen Urkunde erwähnt. 1605 entstand eine Saline. Seit 1701 gibt es in Soden Kurbetrieb, das erste Kur- und Badehaus wurde 1722 erbaut, der alte Kurpark ab 1822. Seit 1806 gehörte Soden zum Herzogtum Nassau. Die Chaussee von Höchst nach Königstein (die heutige Königsteiner Straße) entstand 1817, 1847 eröffnete die Sodener Bahn von Soden nach Höchst. In der Mitte des 19. Jahrhunderts war Soden bereits ein internationaler Kurort mit prominenten Gästen aus ganz Europa. Seit 1922 darf sich Soden Bad nennen, 1947 erhielt es die Stadtrechte. Ab den 60er Jahren entwickelte sich die Stadt zum bevorzugten Wohnort im Westen Frankfurts. Seit 1972 (ab 1978 als S-Bahn) fährt die Limesbahn von Bad Soden nach Frankfurt_Hauptbahnhof. 1977 wurde die Stadt bei der Gebietsreform mit den heutigen Stadtteilen Neuenhain und Altenhain vereinigt.
Religionen
1955]]
Die Bevölkerung von Bad Soden ist in etwa zu gleich starken Teilen katholisch als auch evangelisch. Die katholischen Kirchen sind geweiht auf die Namen St. Katharina (Bad Soden), Maria Hilf (Neuenhain), Maria Geburt (Altenhain), leitender Priester im pastoralen Raum ist der Pfarrer Paul Schäfer. Die Kirche Maria Geburt wurde bis Anfang 2006 aufwendig saniert. Bis in die Dreißigerjahre des 20. Jahrhunderts gab es eine große jüdische Gemeinde.
Einwohnerentwicklung
(Stand jeweils zum 31. Dezember)
• ? 20.218
*1999] ? 20.260
• ? 20.693
*2001] ? 20.753
• ? 20.977
*2003] ? 21.167
• ? 21.197
*Rueil-Malmaison in Frankreich, Kitzbühel in Österreich sowie Franzensbad in Tschechien und seit 2004 mit der japanischen Stadt Yoro-cho.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Bauwerke
Hundertwasserhaus
* Der 1900 erbaute und denkmalgeschützte Burgberg-Aussichtsturm am Rand des Alten Kurparks
Parks
* Alter Kurpark
Der Alte Kurpark wurde 1823 im Stil eines englischen_Landschaftsparks nahe der Königsteiner Straße angelegt. Alte und seltene Bäume sind noch aus dem Gründungsjahr erhalten. Zudem sind exotische Bäume wie Trompetenbaum, Mammutbaum oder Ginkgobaum zu sehen.
* Neuer Kurpark
* Quellenpark
* Wilhelmspark
Naturdenkmäler
* Die Drei Linden, im Stadtteil Neuenhain.
Wirtschaft
In Bad Soden befindet sich ein Heilbad mit zahlreichen warmen Quellen (bis 34 °C) und seit 2007 auch einer koreanischen Sauna (aus heilenden Materialien, im Baumwoll-Leihanzug zu nutzen). Zudem sind Unternehmen aus der pharmazeutischen Industrie ansässig. Die Kaufkraft der örtlichen Bevölkerung ist die höchste im Main-Taunus-Kreis. In Hessen liegen lediglich Königstein im Taunus und Kronberg im Taunus (beide Hochtaunuskreis) mit einer höheren Kaufkraft vor Bad Soden, auf Rang vier folgt Bad_Homburg (ebenfalls Hochtaunuskreis). Damit belegt Bad Soden am Taunus einen bundesweiten Spitzenplatz.
Weblinks
• Offizielle Webseite
lmo:Bad Soden

