Bad Sankt Leonhard im Lavanttal
Seit dem Jahr 1869 wurden regelmäßig Volkszählungen durchgeführt. Die Einwohnerzahl stieg zwischen 1869 und 1971 von etwa 4.200 auf 5.200 und ist seither rückläufig.
Laut der letzten Volkszählung aus dem Jahr 2001 hat Bad Sankt Leonhard 4.816 Einwohner, davon sind 97,3 % österreichische_Staatsbürger. 96,4 % der Bevölkerung bekennen sich zur römisch-katholischen und 0,7 % zur evangelischen Kirche. 1,6 % ist ohne religiöses Bekenntnis.
Wirtschaft und Infrastruktur
Verkehr
Die Obdacher Straße (B 78) im Gemeindegebiet von Bad St. Leonhard weist ein hohes Verkehrsaufkommen auf. Vor allem die LKW-Anzahl ist in letzter Zeit stark gestiegen, zum Teil wegen der Expansion der Holzindustrie in Bad St. Leonhard und der steirischen Gemeinde Obdach, zum anderen Teil wegen der Fertigstellung der Umfahrungen von Obdach und Zeltweg. Besonders nachteilig ist, dass in Bad St. Leonhard die B78 mitten über den Hauptplatz führt, und eine bauliche Engstelle zwischen dem Gasthof Geiger und der alten Stadtmauer aufweist. Deshalb wird auch in Bad St. Leonhard seit geraumer Zeit an eine Umfahrung gedacht.
Der vier Jahre lang dauernde Planungsprozess kam am 22. Juni 2006 zu einem Abschluss, als die Trasse im Gemeinderat der Stadt Bad St. Leonhard einstimmig beschlossen wurde. Eine von Josef Kantor geleitete Bürgerinitiative verzichtete bereits im Vorfeld auf die Forderung nach einer Einhausung im Bereich Untere Stadt, weil Verkehrsreferent Landesrat Gerhard Dörfler (BZÖ) versprach, die geplante Lärmschutzwand in diesem Bereich von vier auf fünfeinhalb Meter zu erhöhen und mit hochabsorbierenden Elementen zu versehen. Auch diese Maßnahme wurde im Gemeinderat beschlossen.
Die beschlossene Westumfahrung von Bad St. Leonhard wird nahe der Lavant verlaufen und beinhaltet zwei Unterflurtrassen mit 340 bzw. 475 Metern Länge. Bei der längeren Unterflurtrasse im Bereich der Badsiedlung müssen vier Häuser abgelöst werden. Die Gesamtkosten sollen 27 Millionen Euro betragen. Die Fertigstellung soll bereits 2008 erfolgen.
Ansässige Unternehmen
* Geislinger GmbH - Schiffskupplungen
* Lorenz Hafner GmbH & Co KG - Erdwärme, Haustechnik
* ECONSTRUCTdrilling GmbH - Erdwärmebohrungen, Tief u. Hochbau
Preblauer Heil- und Mineralwasser
Stora Enso Timber Bad St. Leonhard GmbH - Forstindustrie
* Stugeba Mobile Raumsysteme GmbH - Containerbau und Handel
* W&T Produktions GmbH - Sägewerk
* Hermes Gmbh&CoKG - Schleifmittelindustrie
* Wilhelm Walzl Holztrockensysteme - Torsysteme
Peter_Müller - Harmonikabauer
* Tischlerei Fankhauser
Söhne und Töchter der Stadt
• Fleiß], Musikinstrumentenbauer (Steirische Harmonika)
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Bauwerke
* Leonhardikirche
* Kunigundkirche
* Schloss Ehrenfels
* Burgruine Gomarn
* mittelalterliche Stadtmauer
* Reckturm
* Schloss Lichtengraben
* Burgruine Painburg
* Schloss Wiesenau
* Burgruine Twimberg
bild:leonhardikirche.jpg/'>Leonhardikirche
bild:kunigundkirche.jpg|Kunigundkirche
bild:burgruine-gomarn.jpg|Burgruine-Gomarn
bild:Schloss-Lichtengraben.jpg|Schloss-Lichtengraben
bild:burgruine-painburg.jpg|Burgruine-Painburg
bild:schloss-Wiesenau.jpg|Schloss-Wiesenau
Das Wahrzeichen der Stadt ist die Stadtpfarrkirche zum hl. Leonhard, eine der schönsten gotischen Kirchen des Landes. Das mächtige Gotteshaus wurde in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts erbaut und dem Schutzpatron der Gefangenen und der Tiere geweiht. Neben den bemalten gotischen Glasfenstern, die mit 139 erhaltenen Einzelscheiben die umfangreichste Sammlung mittelalterlicher Glasgemälde in Kärnten bilden, haben vor allem die gotischen Flügelaltäre, die gotische Madonnenstatue (um 1330) und das spätgotische Fastentuch Berühmtheit erlangt.
Unter den zahlreichen Burgruinen und Schlössern in der Umgebung der Stadt nimmt das Schloß Wiesenau einen besonderen Stellenwert ein. Das Schloss, um 1579 im typischen Renaissancestil erbaut, trägt ein hohes Walmdach und einen Uhrturm. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts traf sich dort der sogenannte "Wiesenauer Kreis", Die Mitglieder dieses Zirkels diskutierten über aktuelle Themen der Zeit und korrespondierten mit berühmten Wissenschaftern, Dichtem und Philosophen. Ein besonders häufiger Gast auf Schloß Wiesenau war der kaiserliche Hofastronom ÖVP
* 3 FPÖ
Literatur
* Werner Thelian: Bad St. Leonhard - Stadt mit Geschichte und Kultur. Bad St. Leonhard 1995
Weblinks
*
• Paracelsusregion Oberes Lavanttal
• Faschingsgilde

