Bad Pyrmont
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Geschichte
Bad Pyrmont ist eine Kurstadt von hohem nationalem und internationalem Rang. Die lange Geschichte zeigt die große Offenheit der Bevölkerung für Gäste, die ins Tal der sprudelnden Quellen kamen und noch heute gern kommen.
So ist es denn auch zu verstehen, dass Bad Pyrmont 1958 als eine der ersten Kommunen in Deutschland eine offizielle Partnerschaft mit einer italienischen Stadt einging. Die geschichtsträchtige Stadt Anzio (lat. Antium, Geburtsort u.a. von Kaiser Nero) in Italien, 60 km südlich von Rom direkt am Tyrrhenischen Meer gelegen, ist seither Partner.
Schon ein Jahr nach Öffnung der Grenzen kam im Oktober 1990 Bad Freienwalde in Brandenburg hinzu, eine Kurstadt, zu der Bad Pyrmont schon vor Gründung der DDR historische Beziehungen unterhielt.
Die jüngste Partnerschaft besteht seit 2000 mit der Stadt Heemstede. Enge geschichtliche Verbindungen des Waldeck- Pyrmonter Fürstenhauses zum niederländischen Königshaus haben diese Partnerschaft mit begründet. So ist Königin Emma von Waldeck- Pyrmont die Urgroßmutter der heutigen Königin Beatrix.
Der Städtepartnerschaftsverein Bad Pyrmont e.V. betreut im Auftrag der Kommune die Verbindungen zu den Partnerstädten. Regelmäßige Besuche finden untereinander auf privaten und Vereinsebenen statt.
Bad Pyrmont ist niedersächsisches Wolrad_zu_Waldeck die Herrschaft über Waldeck. Pyrmont bestand zu dieser Zeit aus dem alten Wasserschloss und einem kleinen Häuschen am sogenannten ?Heiligborn?.
Die Grafschaft gehörte zum Niederrheinisch-Westfälischen_Reichskreis. Der bekannteste Vertreter der Grafen zu Waldeck, Georg Friedrich zu Waldeck (1620-1692) ließ im Jahr 1668 den Quellbach zuwerfen und pflanzte die später berühmt gewordene vierreihige Lindenallee. Ihm folgten Christian_Ludwig_zu_Waldeck (1692-1706) und Friedrich_Anton_Ulrich_zu_Waldeck (1706-1728). Mit dessen Tod war Pyrmont zu der Gesamtkonzeption gewachsen, die noch heute erkennbar ist: das Barockschloss, die Haupt- mit mehreren Nebenalleen sowie die Brunnenstraße. In dieser Zeit begann der Aufstieg Pyrmonts zu einem beliebten Bade- und Erholungsort der oberen Schichten, welches sogar dem berühmten Karlsbad seinen ersten Platz unter den europäischen Bädern streitig machte.
1712 wurden die Grafen von Waldeck und Pyrmont durch Kaiser Karl_VI. in den erblichen Fürstenstand erhoben. Nach einer Erbteilung 1805 war Pyrmont kurzfristig noch einmal bis 1812 selbständig, wurde dann aber wieder mit Waldeck vereinigt. Das Fürstentum Waldeck-Pyrmont behielt seinen Status nach dem Wiener Kongress 1815 und wurde Mitglied des Deutschen_Bundes. Von 1868 an wurde es von Preußen verwaltet, behielt aber seine nominelle Souveränität und wurde 1871 Mitgliedstaat in Bismarcks Deutschem Reich. 1872 bekam Pyrmont eine Eisenbahnanbindung an die Bahnstrecke Hannover?Altenbeken, 1879 wurde zwischen Bahnhof und Stadt eine Pferdebahn eingerichtet. Mit der Abdankung des letzten Fürsten nach Ende des Ersten Weltkrieges wurde Waldeck-Pyrmont ein Freistaat in der Weimarer Republik. Am 30. November 1921 wurden die Stadt Pyrmont und der umliegende Bezirk auf Grund eines Volksentscheides aus dem Freistaat aus- und der preußischen Provinz Hannover eingegliedert.
Heute hat Bad Pyrmont etwa 21.000 Einwohner, einen Bahnhof, zwei öffentliche Schwimmbäder, einen Golfplatz und einen Flugplatz für Segelflugzeuge, Ultraleichtflugzeuge, Motorsegler und Motorflugzeuge.
Vom 18 bis 20. Oktober 2006 fand das Treffen der Ministerpräsidenten und regierenden Bürgermeister aus ganz Deutschland in Bad Pyrmont statt.
Persönlichkeiten
Berühmte Kurgäste
Friedrich_der_Große
Georg Philipp Telemann
Königin_Luise_von_Preußen
* Zar Peter der Große
Königin_Friederike_von_Hannover
Johanna Schopenhauer
Wilhelm von Humboldt
Johann Wolfgang von Goethe
Heinz Erhardt
Grete Weiser
Karl_II._von_Mecklenburg-Strelitz (Vater der Königinnen Luise von Preußen sowie Friederike von Hannover)
Sonstige
Friedrich Drake, * 23. Juni 1805 in Bad Pyrmont, ? 6. April 1882 in Berlin, Bildhauer und Architekt, sein bekanntestes Werk ist die Figur der Viktoria auf der Berliner Siegessäule.
Adam Wolff, * 10. April 1810 in Züschen (Waldeck), ? 11. Mai 1854 in Bad Pyrmont, Superintendent
Levin Schücking, * 6. September 1814 in Meppen an der Ems, ? 31. August 1883 im Sanotorium seines Sohnes, des Geheimen Sanitätsrates Christoph Bernhard Adrian Schücking in Bad Pyrmont, deutscher Schriftsteller und Journalist.
Otto Lüer, * 4. Juni 1865 in Bruchhausen, ? 12. Februar 1947 in Bad Pyrmont, Architekt mit zahlreichen Bauten in Hannover (Markuskirche, Nazareth-Kirche, Hölty-Denkmal), lebte seit 1932 in Bad Pyrmont.
Max Born, * 11. Dezember 1882 in Breslau, ? 5. Januar 1970 in Göttingen, deutscher Mathematiker und Physiker, erhielt 1954 den Nobelpreis für Physik, lebte seit 1953 in Bad Pyrmont.
Leni Hoffmann, Künstlerin
Mio Dietrich, * 21 September 1961, Drehbuchautor
Weblinks
• Offizielle Internetseiten
lmo:Bad Pyrmont

