Bad Liebenzell
Bad Liebenzell ist ein traditionsreicher Bade- und 1091. Bereits seit dem 15. Jahrhundert wird Liebenzell in den Bäderschriften für seine heilenden Quellen gerühmt, woraus sich eine reiche Badekultur entwickelte, die aber um 1750 in eine Krise geriet.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts besannen sich die Stadtväter wieder auf die alte Badetradition und förderten das Kur- und Bäderwesen, das auch heute Bad Liebenzell prägt. Immer wichtiger wird seine Rolle als Naherholungsgebiet für den Großraum Stuttgart und Böblingen. 1971 wurden die heute insgesamt sechs Höhenstadtteile im Zuge der Verwaltungsreform auf freiwilliger Basis eingegliedert. Seit 1990 hat Bad Liebenzell über 100 Millionen in deren Infrastruktur, das Stadtbild und den Fremdenverkehr investiert, weitere Entwicklungsvorhaben stehen bevor.
Religionen
Der Ort ist Sitz der Liebenzeller Mission.
Politik
Gemeinderat
Ergebnisse der Kommunalwahl am 13. Juni 2004:
Wappen und Flagge
In Blau unter einer liegenden schwarzen Hirschstange in einem silbernen Zelt auf von Schwarz und Gold geschachtem Boden stehend eine goldene Badewanne, in der eine stehende Frau zu sehen ist. Die Bad Liebenzeller Stadtfarben sind Blau-Weiß.
Partnerschaften
Seit 1992 besteht eine Partnerschaft mit Villaines la Juhel in Frankreich.
Wirtschaft und Infrastruktur
In die um 1971 in die Stadtgemeinde eingegliederten sechs Höhenstadtteile und in die Altstadt wurden seit 1990 über 100 Millionen investiert, um die Infrastruktur zu verbessern und den Fremdenverkehr zu fördern. Neben dem Bau von Schulen, Kindergärten, Dorfzentren und Mehrzweckgebäuden wurde auch die Sanierung der alten Stadtmauer und die Renaturierung des Lengenbachs durchgeführt. Zur Bebauung des ehemaligen Kurgärtnereigeländes mit Seniorenwohnungen kamen Fußgängerzonen und neue Geschäfte; weitere
Infrastruktur-Maßnahmen stehen bevor.
Verkehr
Bad Liebenzell ist durch die Nagoldtalbahn (Pforzheim-Horb am Neckar) an das überregionale Streckennetz angeschlossen.
Bildungseinrichtungen
Die Reuchlin Schulen Bad Liebenzell verfügen über je eine Grund-, Haupt-, Real- und Förderschule. Außerdem besteht in den Ortsteilen Möttlingen und Unterhaugstett jeweils eine Grundschule.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Bauwerke
Bild:BadLiebenzellBurg.jpg/'>Stauferburg
Bild:BadLiebenzellStBlasius.jpg|Kirche St. Blasius
Bild:BadLiebenzellKurhaus.jpg|Kurhaus
* Die * Auf dem Berg der Liebenzeller Mission stehen zwei sehenswerte Bauwerke. Das "Missionshaus" ist ein schönes 100 Jahre altes Fachwerkhaus, das in der Form eines Kreuzes gebaut wurde. In dem Haus verbirgt sich eine kleine Kapelle.
* Das zweite Gebäude ist die Schleyerburg, die unterhalb des Missionshauses steht.
Kurpark
Im Kurpark wurde ein Planetenlehrpfad angelegt.
Sonstige Kulturdenkmäler
* Die evangelische Kirche im Stadtteil Monakam beherbergt einen spätgotischen Altarschrein, den Monakamer Altar von 1497.
* Bad Liebenzell liegt am Ostweg, einem Fernwanderweg von Pforzheim nach Schaffhausen, der an vielen Sehenswürdigkeiten vorbeiführt.
* Der Ortsteil Beinberg gilt als eines der besterhaltenen Waldhufendörfer.
Brauchtum
Auf dem Hofgut Georgenau bei Möttlingen findet jährlich am Palmsonntag der Calwer Palmritt statt, eine von einem Esel angeführte Reiterprozession, die mit einem evangelischen Gottesdienst im Grünen abschließt.
Persönlichkeiten
Söhne und Töchter der Stadt
Christoph Blumhardt (* 1. Juni 1842 in Möttlingen, ? 2. August 1919 in Jebenhausen), deutscher Theologe und Politiker (SPD), MdL (Württemberg)
Bürger
Im Teilort Möttlingen wirkte der evangelische Theologe und Pfarrer Johann Christoph Blumhardt (1805-1880), dessen Gebetsheilungen in Möttlingen in ganz Deutschland Aufsehen erregten. Blumhardt gründete später das Seelsorgezentrum in Bad_Boll. Er war mit Eduard Mörike befreundet und stand in Kontakt mit zahlreichen Schriftstellern seiner Zeit.
Heinrich Coerper (1863-1936) ist der Gründer der Liebenzeller Mission. Nach ihm wurde vor einem Jahr (2006) eine der beiden Liebenzeller Quellen benannt.
Peter Weidenbach (* 1934) leitete von 1971 bis 1977 das Forstamt Bad Liebenzell.
Literatur
Joseph Stöckle: Skizzen und Bilder aus Liebenzell. Mit einem Portraitfoto von Joseph Stöckle (1844-1893) post festum hrsg. von Georg Bujard. Neben dem Text sind sieben Ansichten von (Bad) Liebenzell sowie abschließend das Gedicht "Liebenzell" von Stöckle enthalten. Pforzheim: Verlag Georg Bujard, 1906.
Weblinks
• Offizielle Website

