Bad König
Bad König ist eine Stadt und Kurort im zentralen Odenwald.
Geografie
Nachbargemeinden und -kreise
Bad König grenzt im Norden an die Gemeinden Höchst und Lützelbach, im Osten und Süden an die Stadt Michelstadt sowie im Westen an die Gemeinden Brombachtal und Brensbach.
Stadtgliederung
Zur Stadt gehören neben der Kernstadt Bad König die Ortsteile Zell, Momart, Etzen-Gesäß, *Fürstengrund, Kimbach, Nieder-Kinzig und Ober-Kinzig mit Gumpersberg.
Geschichte
Bad König ist eine der ältesten Siedlungen im Mümlingtal. Es war bereits in grauer Vorzeit Siedlungsplatz der Germanen. In der Römerzeit soll die Bezeichnung für den Ort Quintiacum gewesen sein. Quinticha ist der Name, mit dem Bad König in den Jahren 820 bis 822 urkundlich erwähnt wird. Im Mittelalter war es ursprünglich Reichbesitz und gehörte dann zum Besitz des Reichsklosters Fulda. Bad König war schon im frühen Mittelalter befestigt und Mittelpunkt eines Zentgerichts und Zentamtes. Im Jahr 1477 wird "Künnig als Chur Maintzisch Lehn" an den Schenken Konrad von Erbach gegeben. 1747 kommt das Amt König in den Besitz der Grafen Erbach-Schönberg. Im Jahr 1948 darf sich König "staatlich anerkanntes Bad" nennen und 1980 erhält das Odenwälder Heilbad die Stadtrechte.
Religionen und Konfessionen
Die jüdische Gemeinde
In (Bad) König bestand eine jüdische Gemeinde bis 1939. Ihre Entstehung geht in die Zeit des 18. Jahrhunderts zurück. Die höchste Zahl jüdischer Einwohner wurde um 1880 mit 100 Personen erreicht. Die Gemeinde war orthodox geprägt. Den jüdischen Familien gehörten am Ort Vieh- und Pferdehandlungen, Getreide- und Mehlhandlungen, sowie Geschäfte für Manufakturwaren, Kolonialwaren, Glas und Porzellan. Die Firma J. Mannheimer hatte ein großes Geschäft für landwirtschaftliche Maschinen. Für jüdische Kurgäste bestand eine koschere Pension. Die 1795/97 erbaute Synagoge wurde beim Novemberpogrom 1938 schwer beschädigt und 1939 abgebrochen. 1933 lebten noch 72 jüdische Personen in der Stadt. Auf Grund höchst brutaler Szenen im Zusammenhang mit dem Novemberpogrom 1938 verließen die meisten den Ort, zumal sie seit 1939 keine Lebensmittel mehr kaufen durften. Mindestens 10 jüdische Personen aus Bad König wurden nach den Deportationen ermordet.[http://www.alemannia-judaica.de/bad_koenig_synagoge.htm Informationen zur jüdischen Geschichte]
Politik
Stadtverordnetenversammlung
Die Kommunalwahl am 26. März 2006 lieferte folgendes Ergebnis:
Ortsbeiräte bestehen in den Stadtteilen Etzen-Gesäß, Fürstengrund, Kimbach, Nieder-Kinzig, Ober-Kinzig und Zell.
Städtepartnerschaft
Bad König pflegt seit 1982 eine Städtepartnerschaft mit Hanau - Eberbach) ist die Stadt an das Verkehrsnetz angeschlossen.
Die Odenwaldbahn (RMV-Linie 65) verbindet Bad König sowie den Ortsteil Zell mit dem Neckartal sowie _Frankfurt und Darmstadt.
Quellen
Weblinks
• Website der Stadt Bad König
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