Bad Harzburg
Bad Harzburg ist eine Stadt im Landkreis Goslar im Süden Niedersachsens (Deutschland). Sie liegt am Nordrand des Harzes ist auch als Soleheilbad und heilklimatischer Kurort bekannt.
Geographie
Geographische Lage
Die Stadt liegt im Nordharz an der Landesgrenze von Niedersachsen und Sachsen-Anhalt. Die Stadt erstreckt sich nach Süden in das Tal der Radau und liegt am Nationalpark Harz.
Nachbargemeinden
Zu den nächstgelegenen Gemeinden zählen Goslar-Oker, Braunlage, Vienenburg sowie Ilsenburg und Osterwieck.
Stadtgliederung
* Bad Harzburg (10.731 Einw.)
* Bettingerode (487 Einw.)
Bündheim (5.987 Einw.)
* Eckertal (158 Einw.)
* Göttingerode (1.094 Einw.)
* Harlingerode (3.327 Einw.)
* Schlewecke (1.883 Einw.)
* Westerode (1.148 Einw.)
Einwohnerzahlen: Stand 31. Dezember 2005
Klima
Bad Harzburg hat eine klimatische Übergangslage zum reinen Mittelgebirgsklima mit betontem Lokalklima. An die Wärmeregulation werden gering erhöhte Anforderungen gestellt. Vorherrschend Schonklima, waldreiche Umgebung, Übergangsklima zum reinen Mittelgebirgsklima.
Geschichte
Um 780 soll Karl der Große auf dem Hartesberge eine Kapelle gebaut haben. Dies lässt sich historisch nicht nachweisen. Gesichert ist jedoch die Gründung eines Stifts im Jahr 916. Zwischen 1066 und 1068 wurde die Harzburg durch Heinrich_IV. gebaut. Nach dem Bau der Harzburg, wurde die Stadt Neustadt unter der Harzburg genannt. 1569 wurde von Herzog_Julius eine Solequelle gefunden und für die Saline Juliushall erschlossen.
Im Dreißigjährigen_Krieg wurden sämtliche Dörfer zerstört. Seit 1831 war Neustadt als Kur-_und_Badeort bekannt. 1851 wurde die Saline geschlossen und es entstand der eigentliche Badebetrieb. Nach dem Vorbild der großen europäischen Bäder entstand eine Kolonie von zunächst auswärtigen wohlhabenden Bürgern, die es verstanden, die mondänen Anforderungen der damaligen Zeit am Fuße des Harzes zu vereinen: elegante Hotels, ein Spielcasino, eine Pferderennbahn und zahlreiche Kuranlagen.
Bis 1892 erwuchs daraus eine selbstbewusste Badegemeinde, die sich nunmehr nicht mehr beliebig Neustadt nannte, sondern den Namen des braunschweigischen Amtes Harzburg verwendete. Seit dem 27. Mai 1892 darf sich die Gemeinde Bad Harzburg nennen. Der Status einer Stadt wurde Bad Harzburg erst 1894 zugesprochen.
Traurige Berühmheit erreichte die Stadt 1932, als der Aufmarsch der sogenenannten Harzburger Front die unter Alfred Hugenberg versammelten rechtsextremen Parteien und Verbände der Weimarer Republik gegen das Kabinett Brüning bündelte: DNVP, NSDAP, SA und Stahlhelm. Die Teilnahme an dem Bündnis machte Hitler in den konservativen, deutschnationalen Kreisen salonfähig und gilt als großer Schritt zur späteren Machtergreifung.
Einwohnerentwicklung
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(Ab 1968 Stand jeweils zum 31. Dezember)
Politik
Stadtrat
Der Rat der Stadt Bad Harzburg hat gem. der Niedersächsischen Gemeindeordnung 35 Sitze. Einer davon wird vom hauptamtlichen und direkt gewählten Bürgermeister besetzt. Der Stadtrat setzt sich nach den Kommunalwahlen vom 10. September 2006 wie folgt zusammen:
SPD: 13 Sitze (38,5 %)
CDU: 12 Sitze (34,8 %)
Grüne: 3 Sitze (8,5 %)
FDP: 2 Sitze (6,9 %)
Offensive D: 2 Sitze (6,6 %)
WTD: 2 Sitze (4,8 %)
Bürgermeister
Bürgermeister Ralf Abrahms (Grüne) wurde in einer Stichwahl am 22. September 2002 mit 53,8 % der Stimmen gewählt. Abrahms ist der erste ?grüne? Bürgermeister Niedersachsens. Er ist Nachfolger des langjährigen Bad Harzburger Bürgermeisters Klaus ?Jockel? Homann (SPD).
Städtepartnerschaften
Die Stadt Bad Harzburg unterhält seit 1988 eine Städtefreundschaft mit Wilhelmshaven (Niedersachsen). Seit 1993 besteht in Zusammenarbeit mit der Deutsch-Französischen Gesellschaft eine Partnerschaft mit der Stadt Port-Louis (Bretagne). Weiter besteht eine Partnerschaft zur Stadt Szklarska Por?ba (Schreiberhau) in Polen sowie mit der Stadt Ilsenburg (Sachsen-Anhalt).
Kultur und Sehenswürdigkeiten
* Seit 1989 verleiht die Stadt den Bad Harzburger Jugendliteraturpreis an die Autoren herausragender Werke der Jugendliteratur.
Museen
* Haus der Natur (Dauerausstellung: Harzwald)
* Museum in der Remise
Bauwerke
* Bündheimer Schloß
* Burgbergseilbahn (s. u.)
* Historische Fachwerkbauten
* Historische Wandelhalle
* Jungbrunnen in der Stadtmitte
* Kreuz des deutschen Ostens
* Lutherkirche mit Sauer-Orgel
* Radauwasserfall (Radau)
* Ruine der Harzburg
Parks
* Badepark
* Kurpark
* Schlosspark
* Stadtpark (ehemals Casinopark)
Sport
* 18-Loch-Golfplatz
* Bad Harzburger Sole-Therme (32 °C warme Sole)
* Freiluft-Eisbahn im Winter
Hochseilpark
* Krodobad (Freibad im Sommer)
Nordic Walking-Strecken
Rodelbahn
* Silberbornbad (Hallenbad)
* Sportpark an der Rennbahn (Pferdesport (Galopp, Dressur, Springen, Vielseitigkeit), Fußball und Hockey auf Kunstrasen, Beachvolleyball und -tennis, Fitness-Parcours, Joggingstrecken, Bogenschieß-Parcours, Inlineskating)
SwinGolfanlage
Wandern, es führt bspw. der 13 km lange Teufelsstieg zum Brocken
Regelmäßige Veranstaltungen
* Juni: Harzer Trike-Treffen, Bad Harzburger Musiktage (seit 1970)
* Juli: Bad Harzburger Galopprennwoche (seit 1880)
* August: Salz- und Lichterfest
* Dezember: Weihnachts- und Wintermarkt, Milchkannenturnier (seit 1981)
Wirtschaft und Infrastruktur
Verkehr
Bad Harzburg ist Endpunkt der Eisenbahnlinie (KBS 320) Hannover?Hildesheim?Salzgitter-Ringelheim?Goslar?Bad Harzburg, der Linie (KBS 354) Bad Harzburg?Goslar?Seesen?Kreiensen. Der ungünstig gelegene Kopfbahnhof von Bad Harzburg hat dazu geführt, dass die Fortsetzung der Bahnlinien nach Osten nicht (wie vor der Grenzschließung) über Bad Harzburg und Eckertal, sondern über Vienenburg in Richtung Wernigerode und Halberstadt verläuft.
In Bad Harzburg endete bis 2001 die Autobahn A 395 von Braunschweig über Wolfenbüttel nach Süden. Sie verzweigt sich nördlich der Stadt in drei Richtungen: Die B 6n nach Osten über Stapelburg, Wernigerode nach Blankenburg und weiter nach Aschersleben und Halle, die B 4 nach Süden durch Bad Harzburg quer durch den Harz über Torfhaus und Braunlage nach Nordhausen und Erfurt sowie die B 6 nach Westen über Goslar, Salzgitter-Bad nach Hildesheim.
Seit 1929 befördert die Burgbergseilbahn Gäste auf den 482,80 m hoch gelegenen Großen Burgberg mit der sog. Canossasäule und der Ruine der Harzburg.
Persönlichkeiten
Ehrenbürger
* 1895 Otto von Bismarck (1815?1898), Reichskanzler
Söhne und Töchter der Stadt
Johann Christoph Lüders (1803?1872), Industriepionier und Kommunalpolitiker
Conrad Willgerodt (1841?1930), Chemiker
Waldemar Koch (1880?1963), Politiker
Manfred_Schmidt (1913?1999), Comic-Zeichner
Eberhard Fiebig (* 1930), Bildhauer
Hannsjörg Voth (* 1940), Künstler
Thomas Zacharias (* 1947), Leichtathlet
Heinz Hoenig (* 1951), Filmschauspieler
Frithjof Schmidt (* 1953), Politiker
Klaas Hübner (* 1967), Politiker
Lars Fuchs (* 1982), Fußballspieler
Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben
Philipp-August von Amsberg (1788?1871), Generaldirektor der Herzoglich_Braunschweigischen_Staatseisenbahn
Hans Georg Faust (* 1948), Politiker
Literatur
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Weblinks
• Stadt-Website
• Tourismus-Website

