Bad Gams
Bad Gams ist eine Marktgemeinde in der Südweststeiermark. Der kleine Kurort mit rund 2.300 Einwohnern liegt rund 30 km von Graz entfernt. Wichtige Einnahmequellen der Gemeinde sind der Tourismus und der Weinbau. Alte Bauernhäuser mit typisch spitzwinkeligen weststeirischen Ziegeldächern zeugen neben alten Hügelgräbern aus der Zeit der Kelten von früher Besiedelung am Fuße des 800 Meter hohen Gamsgebirges.
Geografie
Bad Gams liegt im steirischen Hügelland der Region Südweststeiermark. Die südliche Grenze wird durch die Laßnitz gebildet, im Norden liegt der Höhenzug Hebalpe. Am nordwestlichen Teil des Gemeindegebietes erhebt sich der 1.362 Meter hohe Rosenkogel, ein beliebtes Wandergebiet für die Bewohner des Umlandes und der Landeshauptstadt Graz. Die Gemeinde verfügt über einen einen großzügigen Naturbadesee, der neben weitläufigen Wiesen- und Kulturflächen mit zahlreichen Streuobstbäumen, das Ortsbild von Bad Gams prägt. Das milde Klima lässt im Herbst Kastanien und Kürbisse reifen.
Gemeindegliederung
Die Gemeinde Bad Gams umfasst folgende, zwölf Katastralgemeinden:
* Bergegg
* Feldbaum
* Furth
* Gams
* Gersdorf
* Greim
* Hohenfeld
* Mitteregg
* Müllegg
* Niedergams
* Sallegg
* Vochera am Weinberg
Nachbargemeinden
Kloster,
Stainz,
Stallhof,
Rassach,
Freiland bei Deutschlandsberg,
Deutschlandsberg,
Frauental an der Laßnitz
Geschichte
Mittelalter
Bad Gams verdankt seinen Namen den Slawen, die Ende des 6. Jahrhunderts in die heutige Weststeiermark einwanderten. Der Name stammt von den slawischen Wörtern Kamnice (Steinbruch) oder Gamenic (Stein) ab. Ab dem 8. Jahrhundert mussten die Slawen die Oberhoheit der Baiern anerkennen, Ende des 9. Jahrhunderts besetzten die Ungarn Teile der Steiermark. Erst 1043 konnte König Heinrich II. die Ungarn endgültig aus der Mittelsteiermark vertreiben. Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Raum Bad Gmas im Jahr 1100 in einer Schenkungsurkunde Salzburger Erzbischofs Tiemo, der dem Stift Admont eine Viertelhube in Hohenvelt (Hohenfeld) schenkte. Die Besitzungen in Bad Gams wurde vom Stift Admont von Schloss und Kirche St. Martin bei Graz aus verwaltet. Als eigene Pfarre wird Bad Gams erstmalig 1382 ausgewiesen, die der Diözese Lavant (ab 1786 der Diözese Seckau) unterstand. Da jedoch bereits 1312 ein Pfarrer Nikolaus in Bad Gams erwähnt wird, ist ein Bestehen der Pfarre um 1300 nicht unwahrscheinlich.Vgl.: Adolf A. Osterider, Alfred Seebacher Mesaritsch: Bad Gams. Geschichte und Landschaft. Leykam, Graz 1989²
Bad Gams ab 1900
Das Prädikat Kurort wurde Gams 1982 wegen seiner Eisenheilquellen verliehen. Die Michel-, die Gudrun- und die Aktivquelle können direkt im Quellenhaus konsumiert werden und sind zusätzlich auch über den Handel zu beziehen. Die Tourismusgemeinde ist besonders als Weinbaugemeinde bekannt geworden. Der Schwerpunkt in der Weinproduktion lag früher beim Schilcherweinbau (Blauer Wildbacher) und auch heute kultivieren mehr als zwölf Weinbauern Weinhänge Schilcherweine. In den letzten Jahren werden, einer EU - Empfehlung folgend, vermehrt Weingärten mit typisch steirischen Weißweinrebstöcken angelegt.
Bevölkerung
Bevölkerungsstruktur
Die Gemeinde hatte laut Volkszählung 2001 2.300 Einwohner. 96,1 % der Bevölkerung besitzen die österreichische Staatsbürgerschaft. Zur römisch-katholischen Kirche bekennen sich 88,8 % der Einwohner, 6,9 % sind ohne religiöses Bekenntnis.
Bevölkerungsentwicklung
Die Bevölkerungszahl der Gemeinde Bad Gams blieb über die Jahre nahezu gleich. Schwankungen in der Bevölkerungszahl blieben zudem immer in einem Rahmen unter 10%.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Zu den bekanntesten Einwohnern von Bad Gams gehört der Militärkapellmeister SPÖ ? stellt den Vizebürgermeister
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Wappen
Das Gemeindwappen von Bad Gams wurde auf Beschluss der Stmk. Landesregierung mit 19. September 1977 verliehen.
Der Entwurf von Oberarchivrat Dr.Heintich Purkarthofer zeigt im Wappen eine rote Weinrebe sowie einen Ranftbecher welche auf den uralten Weinbau des Gebietes und die beiden Heilwasserquellen von Bad Gams hinweisen. Der schwarze Balken wiederum, welcher von silbern in einer Spitze aufsteigenden Wassersäule durchbrochen wird, weist auf den frühen Steinbruch der noch heute erzeugten Gneisplatten hin.
Quellen
Weblinks
• Tourismusverband Bad Gams

