Ludolf Backhuysen
thumb|600|Schiffe_im_Sturm_Ludolf Backhuysen (28. Dezember 1630 in Emden, Ostfriesland; ? 7. November 1708 in Amsterdam) gilt als populärster Marinemaler Hollands neben Willem_van_de_Velde, obwohl von ihm auch biblische Themen existieren.
Backhuysen war zuerst Schreiber, kam 1650 nach Amsterdam, wo er sich unter Allart van Everdingen und Hendrik Jacobsz Dubbels ausbildete. Er widmete sich der Marinemalerei und schwang sich darin bald zu einer europäischen Berühmtheit auf.
Fürsten besuchten sein Atelier und bezahlten seine Werke teuer. Während seine kleineren Darstellungen der leicht bewegten und stürmischen See sich durch eine sorgsame Beobachtung der Natur und durch ein feines, geschmackvolles, wenn auch kühles Kolorit auszeichnen, verliert er sich auf seinen umfangreichen Seestücken in eine glatte und bunte Dekorationsmalerei. Seine früheren Werke sind den späteren vorzuziehen. Die besten befinden sich im Berliner Museum (von 1664), im Palazzo Pitti in Florenz (1669), im Wiener Schloss Belvedere und in englischen Privatgalerien. Seine Radierungen sind sehr geschätzt. Im Jahre 1701 veröffentlichte er eine Folge von 10 Blättern, die man auch unter dem Titel: "Stroom en zee gezlchten" findet. Auch die Schreibkunst (Kalligraphie) übte er mit Meisterschaft.
Achtung
Standort der Gemälde oder Sammlungen bezieht sich auf das Jahr 1889. Diese können sich heute woanders befinden.
Literatur
Allgemeines Künstlerlexikon Band VI, 1992, Seite 175
Weblinks
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