Bachmuschel
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| : || Schalenweichtiere
(Conchifera)
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| : || Flussmuscheln (Unionidae)
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| : || Philippson, 1788)
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• Flussmuschel] (Unio crassus crassus)
*Britischen_Inseln in fast ganz Nord- und Mitteleuropa, ebenso in Osteuropa, aber nicht östlich des Ural bzw. Kleinasiens.
In den Zuflüssen des Mittelmeers lebt sie normal nicht, es ist allerdings unklar, ob sie auf der Iberischen_Halbinsel zu finden ist.
Sie lebt manchmal in Gebieten, die höher als 600 Meter liegen.
Körperbau
Schale
Wie alle Muscheln besitzt die Bachmuschel eine Schale mit zwei Klappen und einem kräftigen Schließmuskel. Die Schale kann bis zu 10 cm lang sein.
Kiemen
Sie dienen zur Atmung und zur Aufnahme von kleinen Schwebestoffen im Wasser. Bei Weibchen befinden sich in den Kiemen sogenannte Marsupien, Bruträume für Laich bzw. Larven.
Fuß
Der Fuß der Bachmuschel ist relativ kräftig, er dient zur Fortbewegung und zum Eingraben. Bei der eingegrabenen Bachmuschel ragt die Atemöffnung jedoch immer aus dem Boden.
Fortpflanzung
Mit 4-5 Jahren sind Bachmuscheln geschlechtsreif. Frühjahr bis Anfang Sommer ist Fortpflanzungszeit. Die Männchen geben das Sperma ins Wasser ab, wo es von den Weibchen durch die Kiemen praktisch eingeatmet wird. Der Laich des Weibchens befindet sich in so genannten Marsupien, die ebenfalls in den Kiemen liegen. Die Entwicklung der Larven kann, je nach Wassertemperatur, zwischen 3 und 6 Wochen variieren.
Zwischen April und spätestens Anfang August, normal Ende Juli, werden die Larven einzeln oder in Gruppen aus den Kiemen herausgelassen, dann setzen sie sich in den Kiemen einiger bestimmter Fischarten als Parasiten fest und entwickeln sich dort zu fertigen Jungmuscheln.
Gefährdung
Bis in den Anfang des 20. Jahrhunderts war die Bachmuschel eine sehr häufige Art, ging jedoch dann sehr schnell zurück. Ursachen sind neben den natürlichen, wie z.B. der Bisamratte (Die übrigens auch vom Menschen eingebürgert wurde) vor allem künstliche Düngemittel, die z.B. über Drainagen in die Gewässer eingeleitet werden. So wurden in manchen Bundesländern um die 90 % des Bestandes ausgerottet, die übrigen Populationen bestehen oft überwiegend oder sogar vollständig aus Tieren, die zu alt sind, um sich Fortzupflanzen.
Die Nachzucht in Gefangenschaft gelingt, weshalb man immer wieder Jungtiere oder Fische mit Larven in den Kiemen aussetzt. Allerdings lässt sich der Erfolg dieser Maßnahmen nur schwer überprüfen.

