Babesien
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! Wissenschaftlicher_Name
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| class="taxo-name" | Babesia
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| class="Person" | Starcovici 1893
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Babesien (Babesia, auch Babesiella) sind bei Replikation zu zweikernigen Entwicklungsstadien und schließlich durch Zellteilung zu Merozoiten (Merogonie). Nach der Zerstörung der Erythrozyten werden die Merozoiten freigesetzt und können dann wiederum in neue, noch nicht befallene Erythrozyten eindringen. Einige Parasitenstadien teilen sich jedoch nicht in den Erythrozyten, sondern bilden sich zu so genannten Gamonten.
Zecken, die an infizierten Tieren saugen, nehmen die Babesien mit den Erythrozyten wieder auf. Im Darmsack der Zecke werden die Babesien aus den Erythrozyten freigesetzt. Im Darm der Zecke vermehren sie sich mit vielfacher Kernteilung und Bildung großer Teilungsformen (Gamonten), die sich zu einkernigen Gameten teilen. Diese Gameten verschmelzen mit einer anderen zur Zygote (Gamogonie). Die Zygoten dringen in die Darmepithelzelle der Zecken ein und entwickeln sich zu beweglichen Kineten, die über die Hämolymphe alle Organe der Zecke befallen, so auch die Speicheldrüsen und Eierstöcke. In den Organen erfolgen weitere ungeschlechtliche Teilungsschritte, durch die die Sporokineten entstehen. In den Speicheldrüsen der Zecke teilen sich diese zu tausenden Sporozoiten, die mit der nächsten Blutmahlzeit auf einen neuen Wirt übertragen werden.
Systematik
Man unterscheidet nach der Größe ?kleine? (< 3 µm) und ?große? (> 3 µm) Babesien.
Erkrankungen (Babesiosen)
Die Zerstörung (Platzen) der Erythrozyten führt zu den für die Babesiose charakteristischen Symptomen: Fieber, Anämie (Blutarmut) und Ikterus (Gelbsucht). Als Krankheitssymptom tritt in (per-)akuten Fällen häufig kaffeebraun bis rot gefärbter Harn auf (Hämoglobinurie, nicht Hämaturie).
Literatur
* Vogl, S.: Molekular-phylogenetische Differenzierung von Babesien des Rindes.'' Dissertation Tierärztliche Fakultät, Ludwig-Maximilians-Universität München, 2004. ([http://edoc.ub.uni-muenchen.de/archive/00001810/01/Vogl_Sigrid.pdf pdf])

