Bab al-Mandab
Der Bab al-Mandab (arab. Tor der Tränen) ist eine rund 27 Kilometer breite Meeresstraße und die einzige natürliche Verbindung des Roten_Meeres mit dem Golf von Aden, der ein Teil des Arabischen_Meeres und damit des Indischen_Ozeans ist.Schifffahrt und Piraterie
Alle Schifffahrtslinien von Europa zum Indischen Ozean führen durch den Bab al-Mandab. Für die Schifffahrt hat der Bab al-Mandab dieselbe Bedeutung wie der Sueskanal.
Die Anreinerstaaten sind Jemen, Eritrea, Dschibuti und ganz knapp Somalia. Mit Ausnahme des relativ stabilen Dschibuti sind dies arme bis sehr arme, politisch instabile Länder. Entsprechend gefährlich ist die gesamte Region. Das Auswärtige Amt Deutschlands hat deswegen für alle Länder eine Reisewarnung herausgegeben. Der Bab al-Mandab gehört zusammen mit dem Golf von Aden zu den weltweit am meisten durch Piraterie gefährdeten Gebieten. Die Deutsche Marine engagiert sich zusammen mit ihren Verbündeten in der Aktion Enduring Freedom, die mit Fregatten vor Ort gegen Terrorismus, Waffenschmuggel und Piraterie kämpfen soll. Das Lagezentrum ist in Dschibuti.
Zur Geschichte des Namens
Zu Zeiten des Sklavenhandels fuhren arabische Sklavenhändler die Sklaven über die Meeresenge nach Arabien. Aufgrund der damit verbundenen Leidensgeschichten bürgerte sich schnell der Name Tor der Tränen ein. Dies ist die arabische Übersetzung von Bab al-Mandab. In Deutschland ebenfalls gebräuchlich ist die Bezeichnung Bab el-Mandeb.sw:Bab el Mandeb

