Baan Wichayen
thumb|Ruinen_des_Baan_Wichayen,_LopburiBaan Wichayen (Thai ???? ??????????; andere Schreibweise: Bahn Vichayen; auch ?Baan Luang Rab Rat-Thut?, ????????????????? - wörtl.: Königliches Haus zum Empfang von Gesandten) war die Residenz der französischen Gesandtschaft, die 1765 König Narai in Lopburi, Nordthailand, besuchten. Später residierte hier der griechisch-stämmige Constantine Phaulkon, der es zum Minister unter König Narai gebracht hatte.
Lage
Das Baan Wichayen liegt im Zentrum der Altstadt von Lopburi, 300 m nördlich des Palastes von König Narai (Narai Ratcha Niwet), und 400 m westlich der bekanntesten Sehenswürdigkeit Lopburis, dem Prang Sam Yod.
Baugeschichte
Die Gebäude wurden von König Narai als Residenz für die französischen Gesandten gebaut, die 1658 den König in Lopburi besuchten.
Im Zentrum des Gebäudekomplexes steht eine christliche Kirche mit einem Glockenturm, die in einem europäisch-thailändischen Stilmix erbaut wurde. Die Ausstattung muss grandios gewesen sein, wie der Bericht von Guy Tachard, einem Jesuiten in der Begleitung der Franzosen, beweist. Westlich davon befanden sich die Wohnhäuser der Gesandten. Der östliche Teil wird von einem Innenhof eingenommen, um den sich weitere Gebäude gruppieren. Im hinteren Teil des Geländes befindet sich ein Wassertank und kleine Vorratshäuser.
Alle Gebäude sind scheinbar nach Plänen des Seigneur Constance, wie Phaulkon von den Franzosen genannt wurde, in einem europäischem Stil erbaut, die Wohnhäuser sind zweistöckig ausgeführt. Fein ausgeführte Stuckverzierungen, heute teilweise erhalten, verzieren den Bereich über Fenstern und Türen. Halbkreisförmige Treppen führen zu den Eingängen.
Aufgrund des Verwndungszwecks wurde der Gebäudekomplex zunächst ?Baan Luang Rab Rat-Thut? (???????? ?????????) genannt, Königliches Haus zum Empfang von Gesandten. Später war es dann bekannt als Baan Wichayen (???? ??????????), benannt nach dem königlichen Minister-Titel Chao Phraya Wichayen des Constantine Phaulkon.
Heutige Nutzung
Das Gelände besteht heute nur aus den Ruinen der Unterkünfte, die in einer kleinen, gepflegten Grünanlage liegen. Es ist von einer hohen Mauer umgeben, Touristen müssen ein Eintrittsgeld bezahlen, um eingelassen zu werden.
Quellen
* Broschüre der TAT (Tourism Authority of Thailand, Central Region Office: Region 7, Lopburi) über die Provinz_Lopburi, sowie Schrifttafeln der TAT auf dem Gelände
Weblinks
• Fotos der Ruinen und eine Beschreibung der Kirche von Guy Tachard (in Englisch)

