BAZ 5937
thumb|right|300px|SA-8_Gecko_Flugabwehrsystem_mit_BAZ_5937_TrägerfahrzeugAls BAZ 5937 wird ein Trägerfahrzeug sowjetischer Produktion bezeichnet, das für den Transport von speziellen militärischen Lasten konzipiert wurde. Die Selbstfahrlaffette dient unter anderem dem sowjetischen SA-8 Gecko Flugabwehrsystem als Basis.
Geschichte
Das Trägerfahrzeug BAZ 5937 wurde als Basis für Flugabwehrsysteme in den 1960er Jahren in der Sowjetunion entwickelt. Neben Russland wird das Fahrzeug von Polen, Syrien, Kuba, Kuwait, Jordanien, dem Irak und Griechenland eingesetzt. Bei den griechischen Fahrzeuge handelt es sich um ehemalige NVA-Einheiten, die nach dem Zerfall der DDR und der damit verbundenen Auflösung der NVA von Deutschland an Griechenland abgegeben wurden.
Das BAZ 5937 wird sowohl als Träger für Flugabwehrraketen (SA-8 Gecko System) als auch als leicht modifizierte Version BAZ 5939 (1987) mit haubenartigem Aufbau, unter dem sich ein hydraulischer Kran befindet, als Nachladefahrzeug für das SA-8 System eingesetzt.
Technische Daten
Mit installiertem SA-8 Gecko Flugabwehrsystem ist das BAZ 5937 9,14 m lang, 2,9 m breit und (bei nicht ausgeklapptem Suchradar) 4,2 m hoch. Das Gesamtgewicht liegt bei 18,6 t.
Besetzt ist das Fahrzeug mit drei Mann.
Angetrieben wird das BAZ 5937 von einem 129 kW (175 PS) starken Dieselmotor. Damit ist es in der Lage, Steigungen von 60 % zu überwinden. Das Fahrzeug klettert über 0,5 m hohe Hindernisse und überschreitet solche mit 1,2 m Höhe.
Durch seine amphibische Auslegung ist das Fahrzeug voll schwimmfähig. Die Höchstgeschwindigkeit an Land beträgt 60 km/h und im Wasser 5 km/h. Die Reichweite liegt, je nach Gelände, bei ca. 500 km.
Die Insassen werden durch eine ABC-Schutzeinrichtung vor Angriffen mit chemischen oder biologischen Kampfstoffen sowie vor Strahlung geschützt.
Eine Infrarot-Fahr- und Nachtsichteinrichtung ist standardmässig installiert. Das Fahrzeug ist allradgetrieben, die Kraft wird auf sechs Räder übertragen.
Siehe auch
SA-8 Gecko Luftwabwehrsystem

