Kyrillisches Alphabet
Hinweise zur Schreibweise kyrillischer Namen in der Wikipedia finden sich in den Kyrillisch-Namenskonventionen.----
thumb|Nowgorod
Das kyrillische Alphabet, auch Asbuka (a?????) genannt, ist eine Buchstabenschrift, die für zahlreiche, vor allem slawische Sprachen in Europa und Asien verwendet wird. Sie ist nach Kyrill von Saloniki benannt, der jedoch nicht die (heute trotzdem so genannte) kyrillische, sondern die ihr vorausgehende glagolitische Schrift entworfen hat.
Geschichte
Entstehung
(blau) ? runde Glagoliza (grün) ? Kyrilliza (rot)]]
Obwohl anerkannt ist, dass Kyrill und Method als Urheber der glagolitischen_Schrift, einer Art Vorgänger des kyrillischen Alphabets gelten können, ist die Urheberschaft des kyrillischen Alphabets immer noch Gegenstand akademischer Diskussion. Die Zuschrift an Clemens_(Kliment)_von_Ohrid, einen Schüler Kyrills_von_Saloniki, ist zwar weit verbreitet, jedoch legendär und nicht zu beweisen. Eine entsprechend gedeutete Nachricht in der Legenda Ochridica bedeutet tatsächlich wohl nur, dass er die glagolitische Schrift reformiert hat.Vgl. Nikolaos Trunte: ???? ?? ??????????. Zu Reformen in der glagolitischen Schrift. In: Glagoljica i hrvatski glagolizam. Hg. Marija-Ana Dürrigl u. a. Zagreb, Krk 2004. S. 419?434. Andere Theorien vermuten den Ursprung in der Schule von Preslaw in Nordostbulgarien. Fest steht, dass das kyrillische Alphabet im 9. oder 10. Jahrhundert in Bulgarien entstand. Eine Urheberschaft von Kyrill und Method kann wohl ausgeschlossen werden.
Die meisten Buchstaben wurden aus dem griechischen_Alphabet (in seiner byzantinischen Schriftform) übernommen oder abgeleitet. Für Laute, die im Griechischen nicht vorkamen, wurden Zeichen aus der glagolitischen Schrift (Glagoliza) zugrunde gelegt, die um 862 vom Slawenlehrer Konstantin, der später den Namen Kyrill annahm, entwickelt worden war. Nach ihm wurde die kyrillische Schrift benannt, obwohl sie sich sehr von der glagolitischen Schrift unterscheidet.
Funktionale Bedeutung hatte die kyrillische Schrift für den bulgarischen König, um in einfacher Weise slawische Sprachen abzubilden und Bibelübersetzungen anzufertigen, um die christliche Missionierung seines Vielvölkerstaates und umliegender Territorien voranzutreiben, zu dem größere Gebiete in der heutigen Ukraine, in Serbien, Kroatien, Rumänien, Moldawien und Russland gehörten. Dadurch verstand sich Bulgarien als neuer Zweig des orthodoxen Christentums in der Rivalität zu Byzanz und übte großen politischen Einfluss bis Ende des 14. Jahrhunderts aus.
Vergleichstabelle zur Entwicklung der Buchstabenformen
Die folgende Tabelle zeigt die kyrillischen Buchstaben in der heute üblichen bürgerlichen Schrift mit den Zeichen aller Sprachen:
* Groß- und Kleinbuchstaben (Spalte 1) und
* alte, heute noch für kirchliche Texte verwendete Kyrilliza (Spalte 3)
Transliteration (Spalte 2)
* die entsprechenden griechischen_Buchstaben (Spalte 5)
* nicht aus dem Griechischen übernommene Buchstaben - die glagolitischen (Spalte 4)
* zum Vergleich aus dem griechischen Alphabet entwickelte lateinische_Buchstaben (Spalte 6).
Wie aus der Tabelle ersichtlich, entwickelte sich die kyrillische Schrift als zunächst für die Herstellung von Kirchenbüchern bestimmte Schrift hauptsächlich aus der griechischen Unzialschrift, aus der sich auch die meisten heutigen Großbuchstaben entwickelt haben (vgl. Griechisches_Alphabet).
Weitere Entwicklung
Die ursprünglich einheitliche Schrift hat in den verschiedenen Sprachen, die das Kyrillische nutzen, teilweise unterschiedliche Entwicklungen genommen. Die der Ausgangsform am nächsten kommende Variante findet sich im Kirchenslawischen wieder. Mehrere Buchstaben (z. B. ?, ?, ?, ?, ?) der alten kyrillischen Schrift werden heute nicht mehr verwendet. Das heutige Buchstabeninventar der einzelnen Sprachen wird in den Artikeln zu den jeweiligen Sprachen behandelt.
Um 1700 wurde die kyrillische Schrift im Russischen_Reich im Zuge der Reformen Peters_des_Großen vereinfacht und optisch an die lateinische_Schrift angepasst. Diese latinisierten Buchstabenformen, die zur Unterscheidung von der kirchenslawischen Schrift als Bürgerliche Schrift bezeichnet wurden, wurden zur Grundlage der normativen Orthographie des Russischen. In der Folge fanden sie unter russischem Einfluss auch in den außerhalb des Russischen Reiches gelegenen Regionen Verbreitung, in denen die kyrillische Schrift verwendet wurde.
Im 19. Jahrhundert erhielten auch das Bulgarische und das Serbische eine normierte kyrillische Orthographie. Während die bulgarische Kyrilliza sich in der Form der Buchstaben weitgehend an die russische anlehnte und in der Orthographie zunächst zum großen Teil etymologischen Kriterien folgte, wurde die serbische Kyrilliza durch Vuk_Karad?i? radikal reformiert, um eine konsequent phonologische Schreibweise des Serbischen zu ermöglichen. Ende des 19. bzw. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde auch die kyrillische Orthographie des Ukrainischen und des Weißrussischen einheitlich normiert, wobei die Alphabete dieser Sprachen jeweils viele Gemeinsamkeiten, aber auch einige Abweichungen von dem des Russischen aufweisen. Während und unmittelbar nach dem Zweiten_Weltkrieg wurde schließlich in Jugoslawien ein eigenes, vorwiegend dem Vorbild des Serbischen folgendes kyrillisches Alphabet für das Mazedonische normiert.
Für das Rumänische, eine romanische_Sprache, die in einem Land überwiegend orthodoxen Glaubens gesprochen wird und seit dem 16. Jahrhundert kyrillisch geschrieben worden war, wurde hingegen 1865 das kyrillische Alphabet zugunsten des lateinischen abgeschafft.
Durch die russische Rechtschreibreform von 1918 wurde die kyrillische Schreibweise des Russischen erneut reformiert, wobei einige infolge der Lautentwicklung nicht mehr notwendige Schriftzeichen abgeschafft wurden. Eine ähnliche Reform erfolgte nach dem Zweiten_Weltkrieg für das Bulgarische. Die Schreibweise der übrigen kyrillisch geschriebenen slawischen Sprachen hat sich hingegen seit ihrer ersten modernen Normierung, die bereits zum großen Teil phonologischen Kriterien folgte, nicht mehr wesentlich verändert.
Bereits zur Zeit des Zarenreiches wurde das kyrillische Alphabet zur erstmaligen Verschriftlichung einiger kleinerer Sprachen in den zu diesem gehörenden Gebieten Osteuropas und Sibiriens genutzt. Zu sowjetischer Zeit wurde in den 1920er und beginnenden 1930er Jahren zunächst das lateinische_Alphabet als Mittel zur Verschriftlichung von Sprachen propagiert, die bisher schriftlos waren oder zuvor das von offizieller Seite als rückständig angesehene arabische oder das mongolische Alphabet verwendet hatten. Ende der 1930er Jahre wurde dann jedoch die Orthographie aller dieser Sprachen auf das kyrillische Alphabet umgestellt. Von der allgemeinen Einführung der Kyrilliza für die Sprachen der Sowjetunion ausgenommen blieben lediglich das Armenische und das Georgische, die ihre eigenen traditionellen Schriften beibehielten, sowie die Sprachen der baltischen Republiken und von Minderheitengruppen mittel- oder westeuropäischer Herkunft, die weiterhin in lateinischer Schrift geschrieben wurden. Nach dem Vorbild der Sowjetunion führte auch die Mongolische Volksrepublik die kyrillische Schrift ein. Zur Schreibung der nichtslawischen Sprachen der Sowjetunion wurde das kyrillische Alphabet in der für das Russische üblichen Form in den meisten Fällen um weitere, meist neugeschaffene Buchstaben erweitert, um alle Laute der jeweiligen Sprache wiedergeben zu können.
Heutige Verbreitung
Heute werden Russisch, Ukrainisch, Weißrussisch, Bulgarisch, Serbisch, Mazedonisch und das moderne Kirchenslawisch sowie zahlreiche weitere Sprachen in Osteuropa, Sibirien, dem nördlichen Kaukasus und Zentralasien (unter anderem Kasachisch, Kirgisisch, Mongolisch und Tadschikisch) mit kyrillischen Zeichen geschrieben.
Die Alphabete der einzelnen Sprachen sind im Wesentlichen gleich und unterscheiden sich nur durch einige wenige Zeichen. Manche Sprachen verwenden Sonderzeichen (ähnlich den Umlauten in der lateinischen Schrift). Allerdings werden in der kyrillischen Schrift im Gegensatz zur Lateinschrift nur selten beigefügte Akzente, Punkte, Cedillen oder ähnliches verwendet, sondern eher ganz neue Buchstabenformen eingeführt. Die kirchenslawische Schrift enthält eine ganze Reihe von Zeichen, die in den modernen Schriften nicht mehr üblich sind.
Kursive und aufrechte Formen
Eine Besonderheit des kyrillischen Alphabets besteht darin, dass sich die kursiven Formen der Kleinbuchstaben teilweise stark von den aufrechten Formen unterscheiden, etwa vergleichbar dem Unterschied zwischen kursivem und aufrechtem a oder dem unterschiedlichen Erscheinungsbild der Majuskeln und Minuskeln des lateinischen_Alphabets (wohingegen die kyrillischen Minuskeln meist wie kleinere Versionen der entsprechenden Majuskeln aussehen).
Die folgende Tabelle gibt die Unterschiede zwischen kursiver und nicht-kursiver kyrillischer Druckschrift wieder. Zeichen, die erfahrungsgemäß einem an lateinische Schrift gewöhnten Leser Probleme bereiten können, sind hervorgehoben. Verwirrung ergibt sich typischerweise, weil der kursive Kleinbuchstabe völlig anders aussieht als der nichtkursive (z. B. ?), und/oder weil der kursive Kleinbuchstabe dasselbe oder fast dasselbe Schriftbild aufweist wie ein lateinischer Kleinbuchstabe mit völlig anderem Lautwert (z. B. u, m, n, w).
Alternativabbildung,_falls_oben_keine_signifikanten_Unterschiede_erkennbar_sind.
Im Bulgarischen und Serbischen werden diese alternativen Formen oft auch für die aufrechte Schrift verwendet ? was regelmäßig zur Ratlosigkeit von Touristen führt, da in Deutschland gedruckte Lexika fast immer nur die Standard-Druckschrift verwenden.
Darüberhinaus unterscheiden sich die im Serbischen und Mazedonischen bevorzugten Formen der kursiven Minuskeln außerdem zum Teil deutlich von den anderenorts üblichen (vgl. die [http://jankojs.tripod.com/SerbianCyr.htm Grafik von Janko Stamenovi?]):
* das ? (?) ähnelt noch stärker als die Standardform einem kleinen griechischen Delta (?),
* das ? (?) sieht aus wie ein i mit Makron (?) und nicht wie ein an der Vertikalen gespiegeltes s oder punktloses Fragezeichen,
* das ? (?) ähnelt einem g oder einer tiefgestellten 9 statt einem runden d (mit gebogener Oberlänge) oder einer gespiegelten 6,
* das ? (?) sieht aus wie das kursive ? (?) mit Makron (?) oder ein lateinisches u mit Makron (?) und nicht wie ein n, und
* das ? (?) ist analog der Standardvariante (ähnlich m) die verdoppelte Form davon, also etwa vergleichbar einem w mit Makron oder dem kursiven ? (?) mit Makron.
In der Computertypographie sind diese Varianten bisher nur über speziell lokalisierte Schriften darstellbar; zukünftig sollen aber ?Smart Fonts? über Techniken wie OpenType, Graphite oder AAT abhängig von der Sprache (halb-)automatisch die korrekten Glyphvarianten auswählen können.
Wiedergabe mit lateinischen Buchstaben
Für die graphische Wiedergabe der kyrillischen Schrift mit lateinischen Buchstaben (Romanisierung) gibt es verschiedene Möglichkeiten der Umschrift:
* sprachunabhängig (ISO_9:1995/GOST 7.79 mit 1:1-Buchstabenzuordnung),
* ausgangssprachabhängig (wissenschaftliche Transliteration, ISO/R_9:1968),
** parallel oder früher verwendetes lateinisches_Alphabet der Ausgangssprache (z. B. Serbisch, Mazedonisch, Turksprachen),
* ausgangs- und zielsprachabhängig (Transkription).
Die Umkehrbarkeit ist dabei nur im ersten Fall vollständig gewährleistet, mit kleinen Einschränkungen meist auch im zweiten. Daneben gibt es die rein ausspracheabhängige Schreibung, z. B. per IPA, die aber nicht von der Ursprungsverschriftung, also hier den kyrillischen Buchstaben, abhängig ist. In einigen Fällen, z. B. dem Mongolischen oder bei Namen von Auswanderern, wird das kyrillische Schriftsystem parallel mit einem anderen verwendet, für das es oft wiederum eine Transliterationsvorschrift ins lateinische gibt, die zu anderen Ergebnissen führen kann. Ein theoretisch möglicher rein zielsprachabhängiger Ansatz ist nicht üblich, da wie im lateinischen Schriftsystem nicht in jeder Sprache den kyrillischen Buchstaben dieselben Laute zugeordnet sind (z. B. ? ? g/h).
Die in der Slawistik übliche wissenschaftliche Transliteration beruht auf dem tschechischen_Alphabet. Die Normen der ISO und anderer Institute (v. a. GOST) bauen darauf auf, unterscheiden sich aber in Details davon. Die UN empfiehlt seit 1987 für geographische Bezeichnungen GOST 16876-71[http://www.eki.ee/wgrs/ United Nations Group of Experts on Geographical Names (UNGEGN)?Working Group on Romanization Systems], die zumindest für das Russische keine Unterschiede zur wissenschaftlichen Transliteration und ISO/R 9 aufweist und nur drei zu ISO 9 (? ? ??/?, ? ? ja/â, ? ? ju/û).
Für die weitgehend phonetische Transkription gibt es in den europäischen Sprachen ? auch und gerade der deutschen ? eine lange Tradition, in deren Verlauf es auch zu Änderungen und Varianten kam (z. B. Namensendung -off/-ow/-ov/-ev oder in der DDR sh für ?). Neben der Verwendung von w anstelle von v für ? weicht die vom 2002 wurde für Ausweise und andere offizielle Dokumente ein weiteres Transkriptionssystem, das französische verwendet (z. B. ? ? j, ? ? ou); seither GOST 7.79, d. h. ISO 9:1995. (Habe ich IIRC in der engl. Wikipedia gelesen, benötigt aber IMHO eine Quellenangabe.)-->
Durch die Verwendung in den internationalen Medien, bspw. im Profisportbereich, und deren unreflektierter Übernahme durch die lokale Presse finden sich die französische und vor allem englische Transkription auch in vielen anderen Ländern; ebenso tauchen wegen technischer Schwierigkeiten akzentbefreite Transliterationen auf. Es ist ein Qualitätsmerkmal von Verlagen und Redaktionen, den ausgewählten Transkriptions- oder Transliterationsstandard durchgängig einzuhalten.
In Jugoslawien galt für die lokalen Sprachen eine einheitliche Umwandlung von kyrillischen in lateinische Buchstaben und umgekehrt, die sich in den Nachfolgestaaten erhalten hat. Vor allem in Serbien werden beide Systeme weiterhin parallel verwendet.
In den Staaten Aserbaidschan, Turkmenistan und Usbekistan wurden nach der Unabhängigkeit von der Sowjetunion in den 1990ern auf dem Türkischen basierende lateinische Alphabete (wieder-)eingeführt.
In diesen Fällen wird in der Regel auch im Ausland die lokale Umschrift verwendet.
In Weißrussland hat ein an das polnische angelehntes lateinisches Alphabet (?acinka) historische Bedeutung, genießt heute aber keinen offiziellen Status und wird deswegen zur Transkription des Weißrussischen in fremdsprachigem Kontext nur selten verwendet.
Beispiele für die Umschrift von Namen
In Klammern steht ggf. unter Deutsch die DDR-Transkription und unter Transliteration die strengere ISO 9 von 1995.
Erscheinungsformen in einzelnen Sprachen
Bulgarisch
Hinweise:
1. In Bulgarien wird in offiziellen Dokumenten eine Umschrift verwendet, die bis auf eine Ausnahme mit der englischen Transkription identisch ist: Der kyrillische Buchstabe ? wird in Ausweisdokumenten usw. nicht mit kh, sondern mit h wiedergegeben. Zu den Quellen siehe Weblinks. Früher wurde französisch transkribiert. Auf besonderen Antrag konnten Eigennamen weiter wie gewohnt transkribiert werden, weichen dann also von der heute gültigen offiziellen Transkription ab, beispielsweise in ya vs. ia.
2. In Bulgarien wird regelmäßig mit ? ? v latinisiert, da dies für die meisten Sprachen mit lateinischem Alphabet eindeutiger ist. Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts wurde silbenauslautendes -?, vor allem in den Endungen -?? und -??, oft als -ff transkribiert; diese Transkription ist heute nicht mehr üblich.
3. Der Duden nennt sch als herkömmliche Transkription, da ein ?stimmhafter Sch-Laut? (wie in ?Journal?) im Deutschen nicht eindeutig und verständlich mit Buchstaben ausgedrückt werden könne. Die als zweite Variante im Duden genannte und in der DDR übliche Transkription sh (als Unterscheidung zum stimmlosen sch) wird von einigen als Notbehelf angesehen, da sie nur von Menschen mit Kyrillisch-Kenntnissen verstanden und richtig ausgesprochen würde; andere argumentieren jedoch, eine Unterscheidung sei durchaus sinnvoll und solle auch in der Transkription wiedergegeben werden.
4. Falls die kyrillische Buchstabenverbindung ?? aus einem griechischen oder lateinischen x hervorgegangen ist, wird oftmals bei der ?Rücktranskription? wieder ein x benutzt. Bei Namen wie Alexandra, die auch in lateinisch-schriftlichen Regionen als Aleksandra existieren, kann jedoch keine allgemein empfehlenswerte Transkription erfolgen.
5. Zwischen Vokalen zur Kennzeichnung der stimmlosen Aussprache gewöhnlich ss.
6. Gelegentlich wird auch H bzw. h verwendet.
7. Gelegentlich wird auch  (Â) bzw. â (â) verwendet. Man beachte, dass dieser Buchstabe im Bulgarischen ein normaler Vokalbuchstabe ist, nicht ein Härtezeichen wie im Russischen.
8. Früher war auch die Transkription mit u gebräuchlich.
9. Dieser Vokal wird wie alle anderen komplementär zu einem Gegenstück verwendet, in diesem Fall zu [a] und in betonten Silben klar gesprochen: hour (engl.) [a?'?r], ???? (Winkel) ['?g?l] oder in nicht betonten Silben abgedunkelt cut (engl.) [c?t], ???????? [b?lg'arija]
10. Das Weichheitszeichen ? tritt (fast) ausschließlich im Zusammenhang mit ? als ?? auf; diese Kombination wird am besten mit jo transkribiert, anstatt einen Apostroph benutzen. Die Kombinationen ?? und ?? sind extrem selten und können nur bei der kyrillischen Umschrift ausländischer Namen auftreten, z.B. in ????????? oder ????????????? (Pedroñeras; Ort in Spanien). Eine (Rück-)Transkription von ?? und ?? sollte i. d. R. nicht nötig sein, da man einfach die ursprüngliche lateinische Schreibweise des entsprechenden Namens verwenden sollte.
Kasachisch
Die mit * gekennzeichneten Buchstaben kommen gewöhnlich nur in jüngeren Fremdwörtern russischer Herkunft vor.
1: Am Wortanfang und nach Vokal Je je, nach Konsonant e.
2: Am Wortende und vor folgendem Konsonanten I i, vor folgendem Vokal J j.
3: Zwischen Vokalen ss, sonst S s.
4: Nur am Wortanfang oder nach Vokal.
Kirchenslawisch
Auch moderne kirchenslawische Texte werden nach wie vor in der altkyrillischen Schrift gesetzt, die in der obigen_Tabelle dargestellt ist. Eine etwaige Transkription oder Transliteration richtet sich in der Regel nach der Sprache des Landes, in der der Text erscheint.
Kirgisisch
1: Am Wortanfang und nach Vokal Je je, nach Konsonant e.
2: Am Wortende und vor folgendem Konsonanten I i, vor folgendem Vokal J j.
3: Zwischen Vokalen ss, sonst S s.
Mari
Mazedonisch
Hinweise:
1. In den Ländern des ehemaligen Jugoslawiens sind für ? ? und ? ? auch die am serbischen und kroatischen Lateinalphabet orientierten Transkriptionen ? (Đ) ? (đ) sowie ? (Ć) ? (ć) üblich.
2. In Unicode gibt es aus Kompatibilitätsgründen für die Digraphen eigene Codes, die aber nur in Ausnahmefällen verwendet werden sollten: ? (DZ) oder ? (Dz) ? (dz); ? (LJ) oder ? (Lj) ? (lj); ? (NJ) oder ? (Nj) ? (nj); ? (DŽ) oder ? (Dž) ? (dž).
Mongolisch
Russisch
Hinweise:
1. Nach russ. Vokalen, am Wortanfang und nach ? sowie ? wird mit je bzw. Je (engl. ye bzw. Ye) transkribiert, sonst mit e. Beispiel: ?????? -> Jelzin. Wenn im Russischen für ? ? auch ? ? geschrieben werden kann, wird ? ? wie ? ? wiedergegeben.
2. Nach russ. Vokalen, am Wortanfang, nach den meisten Konsonanten und nach ? sowie ? wird mit jo bzw. Jo transkribiert; nur nach ? (sch/sh), ? (tsch), ? (sch), und ? (schtsch/stsch) jedoch mit o. Beispiel: ???????? -> Gorbatschow
3. Der Duden nennt sch als herkömmliche Transkription, da ein ?stimmhafter Sch-Laut? (wie in ?Journal?) im Deutschen nicht eindeutig und verständlich mit Buchstaben ausgedrückt werden könne. Die als zweite Variante im Duden genannte und in der DDR übliche Transkription sh (als Unterscheidung zum stimmlosen sch) wird von einigen als Notbehelf angesehen, da sie nur von Menschen mit Kyrillisch-Kenntnissen verstanden und richtig ausgesprochen würde, andere argumentieren jedoch, eine Unterscheidung sei durchaus sinnvoll und solle auch in der Transkription wiedergegeben werden. In der Wikipedia wird jedoch aus Gründen der Einheitlichkeit die Schreibung mit sch verwendet.
4. Der Duden schreibt: ?? wird nach ? und nach ? nicht wiedergegeben? und ?? = i am Wortende sowie zwischen russischem Vokalbuchstaben und russischem Konsonantenbuchstaben?. Beispiele: ??????? -> Gorki, ?????? -> Andrei, ?????? -> Tschuikow.
5. Der Duden schreibt vor, dass ?in allen Fällen? ?? als x transkribiert werden soll. In der Wikipedia wenden wir diese Regel nur dann an, wenn es um Wörter griechischen oder lateinischen Ursprungs geht (??????? -> Alexei), in echt russischen Wörtern wie etwa dem Ortsnamen ????? wird die Schreibung mit ks verwendet (also Wyksa).
6. Härtezeichen: Hebt die Palatalisierung des voranstehenden Konsonanten auf. Wird i. A. nicht transkribiert. Siehe aber 1.
7. Weichheitszeichen: Palatalisiert den vorangegangenen Konsonanten. Wird im Allgemeinen nicht transkribiert, da die Ausspracheunterschiede für Nicht-Sprachkundige kaum auffallen und ein Apostroph im Wort den Lesefluss nur erschwert. Beispiel: Gorki statt Gor'ki. Ausnahmen sind die Verbindungen ?? und ??, die als ji bzw. jo transkribiert werden.
8. In der Genitivendung der Adjektive -???/-??? jedoch (im Einklang mit der Aussprache) w: -owo/-(j)ewo.
9. In der DDR war auch die Transkription stsch üblich.
10. Zwischen Vokalen zur Kennzeichnung der stimmlosen Aussprache gewöhnlich ss.
11. Siehe aber ? ? und 7.
12. Bei Vokalen bezieht sich die Aussprachengabe auf die Aussprache in betonter, isolierter Stellung. Abweichende Aussprachen infolge von Vokalreduktion in unbetonten Silben oder durch den Einfluss benachbarter palatalisierter Konsonanten werden nicht angegeben.
13. Die zweite angegebene Aussprache gilt nur im Silbenanlaut, also am Wortanfang, nach Vokal, ? oder ?.
14. Die Aussprache [i] gilt im Wortanlaut, [ji] nach Vokal, ? oder ?.
Serbisch
Hinweise:
1. ? ? (für ? ?) kann bei technischen Problemen auch durch Dj bzw. dj ersetzt werden.
2. Diese Digraphen werden auch in lateinischer Schreibweise als jeweils nur ein Buchstabe betrachtet.
Tadschikisch
1: Am Wortanfang und nach Vokal Je je, nach Konsonant e.
2: Am Wortende und vor folgendem Konsonanten I i, vor folgendem Vokal J j.
3: Zwischen Vokalen ss, sonst S s.
4: Diese Buchstaben kamen nur in Lehnwörtern aus dem Russischen vor. Durch die Rechtschreibreform von 1998 wurden sie abgeschafft.
5: In Wörtern arabischer Herkunft nach Konsonant [?], nach Vokal bewirkt es eine Dehnung des vorangehenden Vokals. In Wörtern russischer Herkunft nicht gesprochen.
6: Zu sowjetischer Zeit wurde zwischen Konsonant und einem folgenden ? ?, ? ?, ? ? in einheimischen Wörtern immer ? geschrieben. Außerdem kam es in Lehnwörtern aus dem Russischen vor. Durch die Rechtschreibreform von 1998 wurde es ersatzlos abgeschafft.
7: Nur am Wortanfang und nach Vokalen, in anderen Stellungen wird ? ? geschrieben.
8: Wird nur am Wortende für betontes auslautendes [i] verwendet, um es von unbetontem zu unterscheiden.
Tschetschenisch
Hinweise:
1. U am Silbenende nach ?, ? und o.
2. Je am Wortanfang, im Silbenanfang nach Vokal, nach ?, ? und nach ?.
3. O in russischen Lehnwörtern nach ?, ?, ? und ?.
4. Ji in russischen Lehnwörtern nach ?.
5. Zwischen Vokalen ss, sonst s.
Ukrainisch
Hinweise:
1. Zwischen Vokalen zur Kennzeichnung der stimmlosen Aussprache auch ss.
2. Weichheitszeichen, nur nach Konsonanten; ein Großbuchstabe existiert nicht; palatisiert den vorangehenden Konsonanten; in der Transliteration j vor o, sonst (im Auslaut und vor Konsonanten) ?'?; in der Transkription j vor o, sonst nicht wiedergegeben.
3. nur zwischen labialem Konsonanten und j + Vokal; in der Transkription gewöhnlich nicht wiedergegeben.
Weißrussisch
Hinweise:
1. Nach weißruss. Vokalen, am Wortanfang und nach ? wird mit je bzw.Je transkribiert, sonst mit e. Beispiel: ?????? -> Jelzyn.
2. Im Englischen entsprechend mit ye bzw. Ye
3. Der Duden nennt sch als herkömmliche Transkription, da ein ?stimmhafter Sch-Laut? (wie in ?Journal?) im Deutschen nicht eindeutig und verständlich mit Buchstaben ausgedrückt werden könne. Die als zweite Variante im Duden genannte und in der DDR übliche Transkription sh (als Unterscheidung zum stimmlosen sch) wird von einigen als Notbehelf angesehen, da sie nur von Menschen mit Kyrillisch-Kenntnissen verstanden und richtig ausgesprochen würde, andere argumentieren jedoch, eine Unterscheidung sei durchaus sinnvoll und solle auch in der Transkription wiedergegeben werden. In der Wikipedia wird jedoch aus Gründen der Einheitlichkeit die Schreibung mit sch verwendet.
4. Zwischen Vokalen zur Kennzeichnung der stimmlosen Aussprache gewöhnlich ss.
5. Weichheitszeichen: Palatalisiert den vorangegangenen Konsonanten. Wird im Allgemeinen nicht transkribiert, da die Ausspracheunterschiede für Nicht-Sprachkundige kaum auffallen und ein Apostroph im Wort den Lesefluss nur erschwert. Ausnahmen sind die Verbindungen ?? und ??, die als ji bzw. jo transkribiert werden.
6. Am Wortanfang oder nach Vokal benutzt ?acinka ja, je, jo, ju für ?, ?, ?, ?, nach Vokal auch ji für ?.
7. Nach Konsonant außer ? ? (L l) benutzt ?acinka ia, ie, io, iu für ?, ?, ?, ?.
8. Nach ? ? fällt in ?acinka j bzw. i von ?, ?, ?, ? weg: a, e, o, u.
9. In ?acinka werden die palatalisierte Konsonanten bezeichnenden Buchstaben mit Akutakzent versehen, wenn sie vor einem anderen Konsonanten oder am Wortende stehen: ??? ??? = D? d?; ?? ?? = ? ?; ?? ?? = ? ?; ?? ?? = ? ?; ?? ?? = ? ?. Das L hingegen erhält standardmäßig den Schrägstrich und verliert ihn, wenn in der Kyrilliza ein Weichheitszeichen oder einer der Vokalbuchstaben ?, ?, ?, ?, ? folgt: ? ? = ? ?; ?? ?? = L l.
10. Nicht Teil der derzeitigen offiziellen Orthographie, aber von manchen trotzdem verwendet, um vor allem in Fremdwörtern den Laut [g] darzustellen.
Namen der Buchstaben
Traditionelle Namen
Im Kirchenslawischen hat, ähnlich wie im Griechischen, jeder Buchstabe einen Namen. Diese womöglich schon von Konstantin-Kyrill selbst eingeführten Namen sind größtenteils normale altkirchenslawische Wörter bzw. Wortformen, die eine Art Merkspruch zu ergeben scheinen, durch den sich vielleicht Schreibschüler die Reihenfolge des Alphabets besser merken konnten. Allerdings sind für die am Ende des Alphabets, nach Omega, eingefügten Buchstaben größtenteils keine solchen ?sprechenden? Namen überliefert.Die Informationen zu den Buchstabennamen beruhen auf Nikolaos Trunte: ?R?ci slovo tvr?do. Ein Zungenbrecher für Slaven??, in: Germano-Slavistische Beiträge. Festschrift für Peter Rehder zum 65. Geburtstag, Hg. Milo? Okuka und Ulrich Schweier, München 2004, S. 287?294; sowie ders., ??????????? ?????: Ein praktisches Lehrbuch des Kirchenslavischen in 30 Lektionen. Zugleich eine Einführung in die slavische Philologie, Bd. 1: Altkirchenslavisch, München 52003, ISBN 3-87690-480-3, S. 17?22.
Heutige Namen
In den heutigen slawischen Sprachen werden nicht mehr die traditionellen Namen verwendet, sondern nach einem ähnlichen Muster wie im Deutschen gebildete Namen:
Buchstabieralphabet
Kyrillische Zahlen
Nach griechischem_Muster können die kyrillischen Buchstaben in alten Texten auch als Zahlzeichen verwendet werden. Um dies zu markieren, wird über die Buchstaben ein Titlo gesetzt. Zu Details siehe Kyrillische Zahlen.
Zeichenkodierung
Kyrillisch ist in Unicode in den Bereichen U+0400?FF (Cyrillic) und U+0500?2F (Cyrillic Supplement, zur Zeit nur belegt mit speziellen Schriftzeichen für Komi) alloziert. Der Bereich Cyrillic ist weiter unterteilt in folgende Abschnitte:
; U+0410?4F: Basic Russian Alphabet
; U+0400?0F
; U+0450?5F: Cyrillic Extensions (Groß- und Kleinbuchstaben in getrennten Abschnitten)
; U+0460?81: Historic Letters
; U+0482?89: Historic Miscellaneous (diakritische und Zahlzeichen)
; U+048A?F9: Extended Cyrillic
Die verbreitetesten 8-Bit-Kodierungen für Kyrillisch sind ISO 8859-5, Windows-1251, Macintosh Cyrillic, KOI8-R und KOI8-U.
Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Kodierung kyrillischer Zeichen in der aktuellen ISO-Transliteration, hexadezimal und dezimal in Unicode (z.B. für numerische Zeichenreferenzen in HTML, SGML und XML verwendbar), und als hexadezimale_Bytewerte in den fünf erwähnten 8-Bit-Kodierungen, wobei die Ergänzungen von KOI8-U gegenüber KOI8-R in der gemeinsamen Spalte in Klammern stehen.
Tag der kyrillischen Schrift
Der Tag der kyrillischen Schrift ist der 24. Mai, in Bulgarien ist er offizieller Feiertag. An diesem Tag werden traditionell am Denkmal für Kyrill und Method vor der Bulgarischen Nationalbibliothek Blumen niedergelegt, auch in Moskau auf dem Slawjanskaja-Platz in der Nähe des Kreml, wo sich ebenfalls ein Denkmal befindet, in vielen Kirchen werden Gottesdienste abgehalten.
Literatur und Weblinks
* Kap. 1.4 ?Das kyrillische Alphabet? in: Nikolaos H. Trunte, ??????????? ?????: Ein praktisches Lehrbuch des Kirchenslavischen in 30 Lektionen. Zugleich eine Einführung in die slavische Philologie. Bd. 1: Altkirchenslavisch. München 52003. ISBN 3-87690-480-3. S. 17?22.• Transliterations- und Transkriptionstabelle sowie MS-Word-Makro zur Transliteration und Konvertierung
• Transliteration of Non-Roman Scripts ? Umfangreiche Sammlung von Transliterationsvorschriften für verschiedene Sprachen und Alphabete
* Unicode Code Charts: [http://www.unicode.org/charts/PDF/U0400.pdf Cyrillic] (PDF), [http://www.unicode.org/charts/PDF/U0500.pdf Cyrillic Supplement] (PDF)
• Typografischer Blindtext-Generator für Russisch
• Russische Tastaturbelegung für deutsche Tastaturen
• Win2k/XP-Tastaturlayout für mehrere kyrillische Alphabete in Unicode (auf der Grundlage der deutschen Standardtastatur)
• Direkte Transliteration Lateinisch ? Russisch
• Direkte Transliteration Lateinisch ? Russisch, mit Rechtschreibkontrolle
• Kyrillisch unter KDE-Linux - Perl-Skript zur Transliteration von Russisch in die deutsche Transliteration
• Russisches Alphabet mit Hörbeispielen
* Offizielles, in Bulgarien verwendetes Transkriptionssystem: [http://apc.mfa.government.bg/topo.htm#lang_spell Auswärtiges Amt], [http://www.mvr.bg/Guide/transliteration.htm Ministerium des Innern] und [http://www.mdaar.government.bg/comprehensible.php Ministerium für Staatsverwaltung und Verwaltungsreformen]
* http://www.russki-mat.net/trans.htm ? Tabelle, die insbesondere die speziellen Morsezeichen für kyrillische Buchstaben enthält
* Das russische Gesetz, das die kyrillische Schrift vorschreibt: [http://wbase.duma.gov.ru/ntc/vdoc.asp?kl=11635 Webseite der Russischen Föderation]be-x-old:????????cu:?????????? ???????sw:Kikyrili
tg:??????? ?????????
zh-classical:?????

