Asad Kaschmir
|- align="left"
|- align="center"
|-
! colspan="2" bgcolor="#FFDEAD" | Basisdaten
|-
| Hauptstadt: /'>| Fläche: /'>| 11.639 km²
|-
| ISO 3166-2: /'>| PK-JK
|-
! colspan="2" bgcolor="#FFDEAD" | Karte
|-
| colspan="2" align="center" |
|}Das teilautonome Nordwestprovinz (Westen), die Nordgebiete, sowie an den indischen Bundesstaat Jammu und Kashmir. Es legt sich als schmaler Streifen von 11.639 km² westlich um das indische Jammu und Kashmir, von diesem getrennt durch die seit 1965 gültige Waffenstillstandslinie. Im von den westlichen Ausläufern des Himalaya geprägten nördlichen Teil Asad Kaschmirs (Division Muzaffarabad) dominiert das Tal des Nilam). Unweit der Hauptstadt Muzaffarabad (ca. 300.000 Einwohner) verlässt er Asad Kaschmir Richtung Westen. Der südliche Teil ist weniger hochgebirgig und dichter besiedelt. Wichtigste Flusstäler sind die des Jhelam (engl.: Jhelum) und Punch (engl.: Poonch), die den großen Mangla-Stausee an der Grenze zur Provinz Punjab speisen. Dieser wurde nach fünfjähriger Bauzeit 1967 fertiggestellt und erzeugt heute (nach fünfstufigem Ausbau) in Spitzenlastzeiten bis zu 1150 MW, gut 20 % der pakistanischen Wasserkraft (Stand 2001).
Das Wasserkraftwerk ist Asad Kaschmirs mit Abstand bedeutendster Industriepol. Der Rest des Landes ist von Landwirtschaft geprägt und nur unterdurchschnittlich entwickelt. Hauptanbauprodukte sind neben Getreide Baumfrüchte: Äpfel, Aprikosen, Birnen, Pflaumen und Walnüsse.
Asad Kaschmir zählt laut Fortschreibung 2002 3,2 Millionen Einwohner, das sind über die Hälfte mehr als noch 1981. Das Bevölkerungswachstum liegt über 2,5 %, jeder Haushalt hat im Schnitt 7 Angehörige. Die Bevölkerung ist laut offiziellen Angaben zu 99 % muslimisch. Bevölkerungsgruppen sind die Hindko, Potwari und die nomadischen Gudschar. Die Sprachen der ersten beiden Volksgruppen sind mit dem Panjabi verwandt.
Sonstiges
Am 8. Oktober 2005 wurde Asad Kaschmir, das an der Grenze zwischen der Indisch-Australischen Platte und der Eurasischen Kontinentalplatte liegt, von einem heftigen Erdbeben der Stärke 7,6 auf der Richterskala erschüttert. Das Epizentrum des Bebens lag in der Nähe von Muzaffarabad und befand sich nahe an der Erdoberfläche. Durch die einfache Bauweise der meisten Gebäude wurde ein erheblicher Sachschaden angerichtet, etwa 83.000 Tote werden in der Region vermutet.
Siehe auch: Erdbeben in Kaschmir 2005

