Axel Kutsch
Axel Kutsch (* 16. Mai 1945 in Bad Salzungen) ist ein deutscher Schriftsteller.Leben
Axel Kutsch verbrachte seine Kindheit und Jugend in Stolberg/Rhld. und Aachen. Von 1969 bis 1999 war er bei verschiedenen Tageszeitungen als Redakteur tätig. Er veröffentlichte bis 2006 elf Gedichtbände und edierte Lyrikanthologien, u.a. Der Mond ist aufgegangen. Deutschsprachige Mondlyrik vom Barock bis zur Gegenwart, Orte. Ansichten, Das große Buch der kleinen Gedichte, Unterwegs ins Offene. Erste Gedichte aus einem neuen Jahrtausend (gem. mit Anton G. Leitner), Blitzlicht, Städte.Verse, Zeit.Wort, Spurensicherung. Justiz- und Kriminalgedichte (gem. mit Amir Shaheen), 47 & 11. Echt Kölnisch Lyrik. Außerdem hat Axel Kutsch regionale Rhein-Erft-Kreis-Lesebücher herausgegeben.
Viele seiner Gedichte sind im Rundfunk (Bayerischer Rundfunk, Deutsche Welle, Deutschlandfunk, WDR) sowie in deutschsprachigen Zeitschriften, Schulbüchern und Anthologien veröffentlicht worden, so bei Artemis & Winkler (u.a. Karl Otto Conrady, Hg., Der Neue Conrady. Das große deutsche Gedichtbuch, 2000), Beltz & Gelberg, dtv/Reihe Hanser, Luchterhand, Reclam, Schöningh, S. Fischer und im Aufbau-Verlag. Texte von Kutsch sind auch in belgischen, französischen und englischen Literaturzeitschriften erschienen. Für das Magazin Das Gedicht verfasste er zehn Jahre lang Rezensionen.
Nach seiner frühen zeit- und gesellschaftskritischen Lyrik wurden seine Texte in den 90er Jahren zunehmend spielerischer und ironischer. So schrieb die Rostocker Ostsee-Zeitung über seinen 1999 veröffentlichten Band Wortbruch (mit Illustrationen von Franz Peters): ?Das allzu Problembeladene ist ebenso wenig die Sache von Kutsch wie eine Überbetonung des Formalen. Er setzt auf jenen heiteren, aber darum nicht weniger tiefen Unernst, den erlauchte Vorgänger wie Christian Morgenstern oder Joachim Ringelnatz gepflegt haben.?
Zuletzt erschienen 2005 die Gedichtbände Fegefeuer, Flamme sieben (als Künstlerbuch mit Illustrationen von Karl Friedrich Hacker in der edition bauwagen, Itzehoe) und Ikarus fährt Omnibus (Verlag Landpresse, Weilerswist) sowie 2006 Stille Nacht nur bis acht (Silver Horse Edition, Marklkofen). Der Kölner Stadt-Anzeiger schrieb über Ikarus fährt Omnibus: "Hinter all den Späßen, Verwandlungen, Tricks oder auch Kalauern steckt der Gedanke, daß Gedichte etwas Gemachtes sind ... Kutsch als Kauz, der den Witz leichthin auf die Versfüße stellt." - Weitere Lyrikbände (in Auswahl): Aus einem deutschen Dorf und andere Gedichte (1986), In den Räumen der Nacht (1989), Zerbissenes Lied (1994), Einsturzgefahr (1997).
Axel Kutsch lebt heute in Bergheim/Erft.
Literatur
* Literatur-Atlas NRW (Volksblatt-Verlag, Köln 1992).
Jochen Arlt: Vor der Haustür präsent sein (In: J. A., Kölner Stadtgespräche II, 192 Seiten, Horlemann, Unkel 1994.)
Theo Breuer: Axel Kutsch - Orte.Ansichten und Einsturzgefahr (In: T. B., Ohne Punkt & Komma. Lyrik in den 90er Jahren, 206 Seiten, Wolkenstein, Köln 1999).
* Franz Norbert Mennemeier: Rheinische Lyrik der 90er Jahre (In: neues rheinland, Köln 2000).
* Das Kölner Autorenlexikon 1750-2000, zweiter Band 1900-2000 (Emons, Köln 2002).
* Theo Breuer: Der Lyriker und Herausgeber Axel Kutsch (In: T. B., Aus dem Hinterland. Lyrik nach 2000, 520 Seiten, Edition YE, Sistig/Eifel 2005).
* Kürschners Deutscher Literatur-Kalender (Saur, München 2006/2007).

