Axel Anderberg
Axel Anderberg (27. November 1860 in Kristianstad, ? 1937) war ein schwedischer Architekt.
In seinen frühen Jahren baute er überwiegend Theater, die im Neobarock oder Jugendstil gehalten waren. Spätere Gebäude waren meist akademische Institutionen, die er im Neoklassizismus ausführte.
Anderberg erhielt seine Ausbildung zwischen 1880 und 1884 an der architektonischen Fakultät der Königlich_Technischen_Hochschule_Stockholm und in den folgenden drei Jahren an der Königlich Schwedischen Kunstakademie. 1888 besuchte er Deutschland, Frankreich und Italien.
Seine wichtigste Kreation war das neue Opernhaus in Stockholm (fertig gestellt 1916), welches die Oper aus gustavianischer Zeit ersetzte. Nachdem er beim Wettbewerb zum Bau des Hauses einen zweiten Preis gewonnen hatte, war er eine Zeit lang unterwegs, um Theaterarchitektur zu studieren und durch diese neuen Erfahrungen erhielt er später den Auftrag. Anderberg entwarf auch die Theatergebäude von Karlstad (1893), Linköping (1902-1903), Kristianstad (1906) und Norrköping (1908) sowie die Oscaroper in Stockholm (1906).
Anderberg baute den großen Komplex des Naturhistorischen_Reichsmuseums (fertig gestellt 1916) auf dem Frescatigelände bei Stockholm und später mehrere wissenschaftliche Institutionen im gleichen Gebiet, zum Beispiel das Hauptgebäude der Königlich_Schwedischen_Akademie_der_Wissenschaften. Er war auch für den Anbau von Seitenflügeln an die Königliche Bibliothek im Stadtteil Östermalm verantwortlich. Für die Universität_in_Uppsala baute Anderberg das Paläontologische Institut (1929) und einen Anbau für die Carolina Rediviva. 1931 war sein neues Gebäude für das Stockholmer Observatorium im Badeort Saltsjöbaden fertig.
Unter seinen Bauten findet sich auch die St. Johannes Kirche in Malmö.

