AXA
Die AXA S.A. ist ein französisches Versicherungsunternehmen mit Paris als Hauptsitz. Die Aktiengesellschaft versichert Privatpersonen, aber auch Unternehmen.
Konzernprofil
Der AXA-Konzern zählt mit Einnahmen von 6,4 Mrd. Euro (2005) zu den führenden Erstversicherern und Finanzdienstleistern in Deutschland. Seine Geschäftstätigkeit definiert das Unternehmen mit ?Vorsorge, Vermögensmanagement, Versicherung?. Dazu zählen in erster Linie Schaden- und Unfallversicherungen, private Vorsorgeformen wie Lebens- und Krankenversicherungen, betriebliche Altersvorsorgelösungen sowie Vermögensanlagen und Finanzierungen. Die Angebotspalette richtet sich an Privatkunden sowie an Firmen- und Gewerbekunden gleichermaßen.
Die AXA-Gruppe ist eine der größten internationalen Versicherungsgruppen und einer der bedeutendsten Vermögensmanager der Welt. Mit Schwerpunkten in Westeuropa, Nordamerika und dem asiatisch-pazifischen Raum verwaltete die AXA per 31. Dezember 2005 ein Vermögen von 1,06 Billionen Euro und erzielte einen Umsatz von 72 Mrd. Euro. Das Ergebnis der operativen Geschäftstätigkeit betrug 2005 rund 3,26 Mrd. Euro.
Die Stammaktie der AXA ist an der Pariser Börse gelistet und wird unter dem Symbol AXA gehandelt. An der New Yorker Börse ist die AXA auch als ADS unter dem Tickersymbol AXA gelistet.
Geschichte
Am 14. Juni 2006 wurde bekanntgegeben, dass AXA die schweizerische Winterthur von der Crédit Suisse für 7,9 Milliarden Euro übernehmen wird. Somit rückt die zweitgrößte Versicherungsgesellschaft Europas näher an die führende Allianz heran und baut ihren Abstand vor der drittplatzierten italienischen Generali aus.
Teil der AXA-Gruppe ist die AXA Deutschland, deren Vorstandsvorsitzender seit dem 1. Januar 2007 Dr. Frank Keuper ist, der seit 2004 diese Funktion bei der DBV-Winterthur Versicherung inne hat. Bis August 2005 war Claus-Michael Dill Vorstandsvorsitzender von AXA Deutschland. Ihm folgte Eugène Teysen, der zuvor bei dem belgischen Finanzdienstleister Fortis im Vorstand saß.
Als Konsequenz der Terroranschläge vom 11. September 2001 hatte der AXA-Konzern seine 850 Millionen Euro schwere Ausfall-Versicherung für die WM_2002 der FIFA gekündigt.
2005 hat der AXA-Konzern bekanntgegeben, im Rahmen von Pilotprojekten einzelne Arbeitsabläufe der internen Verwaltung - zum Beispiel innerhalb der Gehaltsabrechnung - nach Indien und Lettland zu verlagern. Arbeitsprozesse, die die Schadenbearbeitung tangieren, sind von diesem so genannten ?Off Shoring? nicht betroffen.
Am 14. Juni 2006 kaufte die AXA den Schweizerischen Versicherungsbranchenleader "Winterthur" für einen Preis von 7,9 Mrd. ? (= 12,3 Mrd. CHF) von der Credit Suisse Group. Damit will AXA ihre Position in Zentraleuropa stärken und den Rückstand auf den europäischen Branchenleader "Allianz" verkürzen.
AXA Deutschland
Der AXA-Konzern ist in Deutschland erst mit der Übernahme der Colonia allgemein bekannt geworden. Die Colonia-Versicherungsgruppe wurde 1839 in Köln gegründet und 1997 von der AXA übernommen. In den Anfangsjahren firmierte das Unternehmen noch unter dem Namen AXA-Colonia. Die heutige deutsche AXA beschäftigt rund 8.200 Mitarbeiter, die etwa 10 Millionen Verträge von 4,5 Millionen Kunden betreuen. International auf allen fünf Kontinenten in mehr als 60 Ländern beschäftigt die AXA rund 110.000 Mitarbeiter und Vermittler die ca. 51,5 Millionen Kundenverträge betreuen.
Eine 100-%-Tochter der AXA Deutschland ist die Deutsche Ärzte Versicherung (DÄV). Firmierung des Vertriebes der DÄV erfolgt als Deutsche Ärzte Finanz. Der Marktanteil der Deutschen Ärzte Versicherung wird auf 12 % geschätzt. Im Zusammenhang mit der Übernahme der DBV-Winterthur mit einem Marktanteil von ca. 40 % (insbesondere Arzthaftpflicht) im Ärztesegment nimmt die AXA zukünftig hier eine führende Position ein. Allerdings ist dies abhängig von den Integrationsgesprächen, die zur Zeit von den Herren Arnold, Liebrecht, Geiger und Schlösser (DÄV) und den Herren Krzemien, Gavadji, Klahr und Schlegel (DBV-Winterthur) geführt werden.
Durch die Übernahme der Winterthur und somit auch der deutschen Tochter DBV-Winterthur eröffnen sich für die AXA neue Geschäftsfelder im Bereich ?öffentlicher Sektor?, einer der Kernkompetenzen der DBV. Der Vorstandsvorsitzende der AXA Deutschland ist Dr. Frank W. Keuper.
Weblinks
• axa.de - offizielle deutsche Webpräsenz des AXA-Konzerns.

