Awami-Liga
Die Awami-Liga (englisch: Awami League) ist eine linksorientierte politische Partei im früheren Ostpakistan und im heutigen Bangladesch.1949 wurde die Awami-Liga durch Scheich Mujibur Rahman ins Leben gerufen. Sie setzte sich für Autonomie und Unabhängigkeit Ostpakistans ein. 1954 verlor die bis dahin in Pakistan regierende Muslimliga bei den Regionalwahlen in Ostpakistan gegen die oppositionelle Awami-Liga. Im Februar 1966 legte Mujibur Rahman ein Sechs-Punkte-Programm vor, das eine Föderation auf Basis der Lahore_Resolution von 1940 vorsah. Die Zentralregierung betrachtete das Programm als Plan zur Teilung Pakistans. Mujibur wurde 1968 verhaftet, angeklagt und freigesprochen. Die Anklage löste im Dezember 1968 gewalttätige Unruhen in Ostpakistan aus. Es kam letztlich zu einem Sezessionskrieg in Bangladesch (damals Ostpakistan), dem Bangladesch-Krieg, der nach dem Eingreifen Indiens 1971 mit der Niederlage (West-)Pakistans endet. Scheich Mujibur Rahman wurde erster Premierminister des Landes von 1972 bis zu seinem Sturz 1975. Am Ende der Zeit (1975) wurde die Awami-Liga zu einer Einheitspartei und das Regime nahm diktatorische Züge an.
Von 1996 bis 2001 regierte die gewählte Hasina Wajed eine Tochter von Mujibur Rahman.
In letzter Zeit (2004-2006) gab es immer wieder Anschläge gegen führende Awami-Mitglieder oder wurden welche von der Polizei krankenhausreif geprügelt.
Die Awami-Liga ist auch heute noch eine der größten politischen Gruppierungen in Bangladesch. Nach mehrjährigem Boykott kehrte die Partei 2006 ins Parlament zurück. Dies lag vor allem an der Vorschrift der Verfassung, die besagt, dass eine Mindestanwesenheit im Parlament notwendig ist, um weiter als Parlamentarier tätig sein zu können, was mit einer Fülle von Vorteilen verbunden ist.
Weblinks
*http://www.albd.org/

