Dutasterid
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|ATC-BASECODE=G04
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|CAS-NUMMER=164656-23-9
|REZEPTPFLICHTIG=Ja
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|CHEM-NAME=N-[2,5-Bis(trifluormethyl)br/>phenyl]-3-oxo-4-aza-5alpha-androst-1-en-17beta-carboxamid
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}}Dutasterid (vermarktet als Avodart®, Avidart®, Avolve®, Duagen®, Dutas®, Dutagen®, Duprost®) ist ein 5-alpha-Reduktase-Hemmer, der die Umwandlung von Testosteron in DHT (Dihydrotestosteron) verhindert.
Behandlung bei erblich bedingten Haarausfall
Der Arzneiwirkstoff wird normalerweise bei der Behandlung der benignen (gutartigen) Prostatahyperplasie eingesetzt. Aufgrund der Tatsache, dass 0,5 mg Dutasterid das für den erblichen Haarausfall verantwortliche DHT um ca. 95% anstatt wie 5 mg Finasterid nur um 70% im Blutplasma senkt, greifen viele Patienten nach erfolgsloser Behandlung mit Finasterid zu Dutasterid. Es ist allerdings sinnvoll, erst nach einer Dauer von neun Monaten die Resultate einer Therapie mit Finasterid zu beurteilen. Zudem sei hier erwähnt, dass auch Dutasterid bei einer bereits vorhandenen Vollglatze fast nichts bewirken kann.
Nach dem aktuellen Kenntnisstand der Forschung reagieren bestimmte Haarfollikel auf DHT mit der Reduzierung der Anagenphase (Wachstumsphase). Diese Empfindlichkeit der Haarfollikel ist erblich. Dutasterid hemmt ebenso wie Finasterid den Abbau des Testosterons in DHT. Die Haarfollikel können dann mit einer Verlängerung der Anagenphase reagieren. Ist das Haarfollikel jedoch kaum noch aktiv, kann meistens nichts mehr erreicht werden. Dutasterid muss solange genommen werden, wie der Mann seine Haare behalten möchte. Dadurch verschiebt der Wirkstoff den Beginn des androgenetischen Haarausfalls (Stirn- und Schläfenhaare) des Mannes in spätere Jahre. Wird die Behandlung unterbrochen, erhöht sich der DHT-Spiegel im Blut, und auch die nachgewachsenen Haare werden aller Wahrscheinlichkeit nach wieder ausfallen.
Dutasterid ist noch nicht gegen den erblich bedingten Haarausfall zugelassen. GlaxoSmithKline hat Studien zur Behandlung des Haarausfalls abgebrochen und sich nie offiziell zu den Gründen geäußert. Als Grund wird unter anderem gemunkelt, dass aufgrund der nicht ausreichend größeren Wirkung zu Finasterid GlaxoSmithKline aus Marketinggründen auf eine Markteinführung verzichtet hat. Für diese Theorie spricht unter anderem, dass Avodart weiterhin bei gutartiger Prostatavergrößerung zugelassen ist
Shedding
Mit Shedding wird der vermehrte Haarausfall innerhalb einer Periode bezeichnet. Häufig tritt nach ca. sechs- bis achtwöchiger Behandlung mit Dutasterid ein Shedding auf. Die Dauer eines Anfangsshedding mit Dutasterid kann weitere sechs bis zwölf Wochen betragen. Shedding ist ein gutes Zeichen, da in dieser Zeit sich in der Ruhephase beginnende Haare aufallen und neue nachwachsen. Leider geben während dieser Phase viele Patienten die Behandlung mit Dutasterid, in dem Glauben, Dustasterid wirke kontraproduktiv, auf. Selten tritt auch ein Shedding nach dem neunten Monat auf. Das ist damit zu erklären, dass mit Dutasterid der Haarzyklus getriggert wird.
Nebenwirkungen
Nebenwirkungen treten bei Dutasterid häufiger und intensiver als bei Finasterid auf. Grund hierfür ist die stärkere Hemmung von DHT im Blutplasma:
Impotenz: 6,0%
Verminderte Libido: 3,7%
Ejakulationsstörung: 1,8%
Gynäkomastie: 1,3%
Diese verschwinden nach Absetzen der Therapie erst nach ca. sechs Monaten vollständig. Grund hierfür ist die lange Halbwertzeit von Dutasterid von ca. fünf Wochen. In Einzelfällen kann es zu einer Vergrößerung der Brust kommen (Gynäkomastie). Die Prostata verkleinert sich, und die hormonabhängige Körperbehaarung wird spärlicher.
Nicht eingenommen werden darf das Präparat von Frauen und von Personen unter 21 Jahren!
Weblinks
• Nützliche Informationen über Dutasterid (Englisch)

