Aversionstherapie
Fakten fehlen - wer hat die Therapie in welchem Jahrhundert wo angewandt, wer hat sie wo wann verboten, welche Studie belegt die "relativ hohen Erfolgschancen" (und das Beispiel wirkt doch auch eher wie Küchenpsychologie) -- feba 01:01, 10. Mai 2007 (CEST)Die Aversionstherapie ist eine Methode der Verhaltenstherapie, die vor allem bei Suchtkrankheiten angewandt wird. Dabei wird mit unangenehmen Reizen gearbeitet, um eine Aversion gegen das Suchtmittel hervorzurufen. Die Aversionstherapie gehört zum Behaviorismus und ist eine Form der Konditionierung. Der Begriff Aversion leitet sich vom lateinischen aversatio = Abneigung oder Ablehnung oder aversio = Ekel ab.
Der Grundgedanke der Verhaltenstherapie ist, dass unerwünschte Verhaltensweisen erlernt werden und daher auch wieder verlernt werden können. Die persönliche Situation des Betroffenen, dessen Umfeld etc. werden nicht beachtet.
Die beiden am häufigsten gebrauchten aversiven Reize sind Medikamente, die Übelkeit verursachen sowie Elektroschocks. Außerdem gibt es neben dieser klassischen_Konditionierung eine Form, die ausschließlich mit negativen Assoziationen arbeitet.
Kritik
Die Methode ist ethisch umstritten und wird in Deutschland mittlerweile nur noch bei Alkoholismus und Nikotinsucht angewendet. Die Anwendung der negativen Reize wird von Kritikern mit Foltermethoden verglichen. Der langfristige Erfolg der Aversionstherapie ist strittig.
Trivia
Ein Beispiel für eine Aversionsherapie bietet der Film Uhrwerk Orange von Stanley Kubrick. Ein Sexualstraftäter muss sich Gewalt- und Sexvideos ansehn. Gleichzeitig bekommt er ein Mittel verabreicht, das Übelkeit verursacht. Die Prozedur wird dann so lange wiederholt, bis ihm beim alleinigen Anblick von Gewalt - auch ohne Medikament - schlecht wird. Dieser Film hat das Image der Therapiemethode nachhaltig geprägt. Es war Kubricks Absicht, sie als fragwürdig darzustellen.
Weblinks
• Pressemitteilung des MPI für experimentelle Medizin über Aversionsmittel gegen Alkoholismus
• Artikel in NZZ-Folio über Aversionstherapie

