Avers GR
Avers ist eine Gemeinde im oberen Teil des Averstals, einem Nebental des Hinterrheins. Die Gemeinde ist gleichzeitig auch ein Kreis im Bezirk_Hinterrhein
im Kanton Graubünden in der Schweiz.
Wappen
Beschreibung: Schrägrechts geteilt von Silber und Schwarz, in Silber ein springender schwarzer, rot bewehrter Steinbock. Das Wappen entspricht demjenigen des Kreises Avers, das nach einem Siegel der Landschaft gestaltet wurde: der stehende Steinbock wurde durch die Schrägteilung ergänzt, um das Wappen von demjenigen des Gotteshausbundes zu unterscheiden.
Name
Das Avers (der Name der Gemeinde wird von den Einheimischen immer mit Artikel gebraucht und mit langem, dunklem A ausgesprochen) ist eine deutschsprachige Insel (Walserdeutsch) im ursprünglich rätoromanischen Sprachgebiet.
Gemeindefraktionen
Die Gemeinde besteht aus verschiedenen Fraktionen: Campsut (auch Maxsut, 1668 m), Cröt (1715 m), Cresta (1958 m, Hauptort der Gemeinde), Pürt (1921 m), Am Bach (1959 m), Juppa (2004 m), Podestatsch Hus (2046 m) und Juf (2126 m, oft fälschlicherweise als höchstgelegene ganzjährig bewohnte Siedlung in Europa bezeichnet, dieses Attribut gehört aber dem Dorfteil Le Baite bei Trepalle, Gemeinde Livigno in Italien). Das ganze Obertal ab Cresta liegt über der Waldgrenze. In Cresta befindet sich die Schule (Primarschule, Einklassenschule für 6 Jahrgänge) und die Kirche.
Bevölkerung
Sprachen
Die einzige Amtssprache der Gemeinde ist Deutsch wegen der Bevölkerung, welche aus Walsern besteht. Vereinzelt wird rätoromanisch oder italienisch gesprochen.
Herkunft und Nationalität
Von den Ende 2005 184 Bewohnern waren 179 (= 97,28%) Schweizer Staatsangehörige.
Wirtschaft
Die Haupterwerbszweige sind Landwirtschaft und Tourismus. Hotels gibt es in Juf und Juppa, ab Januar 2007 auch in Cresta, Ferienwohnungen in jedem Weiler. In Juppa gibt es zwei Skilifte; dort ist auch der Ausgangspunkt der grossen Langlaufloipe. Juf ist ein beliebter Ausgangspunkt für Skitouren, oder im Sommer für Wanderungen über diverse Pässe nach Bivio oder ins Bergell.
Das Wasser fast aller Bäche des Tals und des Nebentals Madris werden oberhalb von 1950 m durch Stollen in den Val-di-Lei-Stausee abgeleitet.
Der See liegt zwar auf der Alpennordseite, aber auf italienischem Gebiet; die Staumauer dagegen in der Schweiz.
Erst durch den Bau der Staudamms in den 50er Jahren kam das Tal zu einer modernen, asphaltierten Strasse.
Literatur
*Johann Rudolf Stoffel: Das Hochtal Avers. 1. Aufl. 1938, Neuauflage 2004.
Weblinks
• Offizielle Website der Gemeinde Avers
• Tourismusseite der Region Avers
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Bild:Trogtal Avers.jpg|glaziales Trogtal bei Juf
Bild:Avers_Kirche.jpg|Kirche von Cresta, Avers
Bild:Juf.jpg|Juf, Avers
Bild:Haus_Cresta_Avers.jpg|Ferienhaus in Cresta, Avers

