Avenge But One of My Two Eyes
Avenge but one of my two eyes (vgl. im Alten Testament der Bibel das Buch der Richter, 16.28) ist eine Dokumentarfilm des israelischen Regisseurs Avi Mograbi (2005).Mograbi nahm die anlässlich von Selbstmordattentaten stattfindende Diskussion über die ?Kultur des Todes? im Islam zum Anlass, über die Kultur des Todes in seiner eigenen Kultur nachzudenken.
Der Film kombiniert mehrere Ebenen der Darstellung. Er zeigt die Schikanen und Demütigungen, denen die Palästinenser alltäglich ausgesetzt sind, die mythologisierende Beschwörung des jüdischen Martyriums in Masada, den Kult um den biblischen Helden Samson, dessen Heroismus den Kindern in der Schule nahe gebracht wird, aber auch die Aktivitäten von Friedenaktivisten.
In dem Film ist der Regisseur bei einem langen Telefongespräch mit einem Palästinenser in der damals (2002) belagerten Stadt Bethlehem zu sehen. In ihm wird die Verzweiflung der Menschen deutlich, denen das Leben nicht mehr viel wert zu sein scheint.
Mograbi zeigt auch ein Konzert der rechtextremen Kach und Kahane Chai, bei dem zur Rache aufgerufen wird. Es handelt sich um eine rassistische, offiziell verbotene Organisation, deren Veranstaltungen dennoch offen und unter staatlichem Schutz stattfinden.
Avenge but one of my two eyes ist ein polemischer Film, der nicht vorgibt, objektiv zu sein, und zur Diskussion anregen möchte.

