Hafer
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! Wissenschaftlicher_Name
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| class="taxo-name" | Avena
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| class="Person" | L.
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Hafer (Avena) ist eine Gattung in der Familie der Süßgräser (Poaceae).
Pflanzenbeschreibung
Diese Rispengräser sind einjährige krautige Pflanzen. Der Halm ist hohl und rundlich. Hafer unterscheidet sich von anderen Getreidearten in der Form des Fruchtstandes, der als Rispe und nicht als Ähre ausgebildet ist, was zeigt, dass er in der Systematik relativ weit entfernt von anderen Getreidearten steht.
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Arten (Auswahl)
Bart-Hafer (Avena barbata)
Flughafer (Avena fatua)
Sand-Hafer (Avena strigosa)
Nackthafer (Avena nuda)
Saat-Hafer (Avena sativa)
Flaumhafer (Avena pubescens)
Tauber Hafer (Avena sterilis)
Porcello's Hafer (Avena Porcello'')
Nutzung
Ein Großteil der Ernte in der Bundesrepublik Deutschland wird heute zur Tierfutterherstellung verwendet. Hafer wird auch für Getreidezubereitungen wie Haferflocken, Müsli, Salat, Backwaren und Breie genutzt.
Im Mittelalter war Haferbier ein beliebtes Getränk.
Früher war Hafer Grundnahrungsmittel in Schottland.
Medizinische Nutzung
Herz- und Gefäßerkrankungen, Senkung des Cholesterinspiegels bei Hypercholesterinämie (bei gleichzeitig kalorienarmer Ernährung), Regulation von hohem Blutdruck bei Hypertension (bei gleichzeitig kalorienarmer Ernährung), Senkung des glykämischen Indexes (Diabetes), (Insulintherapie).
Für viele Allergiker und Betroffene von Sprue, Zöliakie sowie chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa, Reizdarmsyndrom, Kurzdarmsyndrom) ist nur Gliadin, nicht aber zugleich auch jedes andere Gluten unverträglich. Die in dieser Weise Betroffenen müssen deshalb zwar die klassischen Getreide (Weizen, Triticale, Roggen und ihre botanischen Vorläufer) meiden, können aber Hafer und Haferprodukte essen. Es muss hier aber sichergestellt sein, dass der Hafer beim lebensmitteltechnologischen Behandlungsprozess nicht mit Weizenmehl usw. verunreinigt wurde.
2004 wurden Ergebnisse einer klinischen Studie an Kindern, die an Zöliakie litten, veröffentlicht. Diese hatten, die über ein Jahr entweder eine glutenfreie Diät oder eine glutenfreie Diät mit täglich 25-50 g Hafer erhalten. Hierbei wurde festgestellt, dass kleine Mengen Hafer in der glutenfreien Diät weder die Heilung der Dünndarmschleimhaut noch die Regulation des Abwehrsystems verhindert. Zur genauen Bestätigung der Unschädlichkeit von Hafer sind weitere langfristige Studien notwendig.
Wirkungsweise
Die therapeutische Wirkung des Hafers beruht vermutlich auf der im Haferstroh enthaltenen Kieselsäure und den Mineralstoffen.
Die Ballaststoffe sind wahrscheinlich dafür verantwortlich, dass Hafer cholesterinsenkend und gegen Arterienverkalkung wirkt.
Der beruhigende Effekt des Hafers beruht möglicherweise auf dem im Hafer enthaltenen Gramin.
Weblinks
Literatur
* i.m.a e.V. (Hrsg.): Pflanzen in der Landwirtschaft, 2004be-x-old:????qu:Awina

