Avanersuaq
Avanersuaq (Inuktitut ?der Platz im entlegensten Norden?, die Betonung liegt auf der dritten Silbe) ist die nördlichste Region von Grönland. Andere Bezeichnungen sind ?Thule-Distrikt? oder ?Thule-Region?. Das Gebiet erstreckt sich vom 70. bis zum 80. nördlichen Breitengrad. Der größte Ort der Region ist mit 650 Einwohner Qaanaaq (Thule).Die heute dort lebenden Inuit stammen von der Thule-Kultur ab, die etwa um das Jahr 1000 Avanersuaq erreichte. Es gibt jedoch archäologische Funde, die bereits eine Besiedlung der Region vor 5000 Jahren vermuten lassen. Im 13. Jh. haben vermutlich die im Süden Grönlands siedelnden Wikinger auf ihren Streifzügen in die nördlichen Gewässer mit den Bewohnern der Avanersuaq-Region Handel getrieben. Mit William Baffin und Robert Bylot stießen 1616 die Europäer in das Gebiet vor. Sie wollten mehr über die großen eisfreien Wasserflächen (siehe Polynjas) nördlich der zentralen Baffin Bay erfahren.
Die Inuit in Avanersuaq leben traditionell vor allem von der Jagd. In den letzten Jahren wurde die Region jedoch ein immer beliebteres Reiseziel für Extrem-Touristen. Die höchsten Temperaturen, die im Sommer zu erwarten sind, liegen etwa bei 12°C, im Winter durchschnittlich bei - 40°C.
Mit der Thule Air Base wird das Gebiet militärisch von den US-Amerikanern genutzt.
Weblinks
• "North Water" ? Wissenswertes über die ?Thule-Region? (engl.)

