A.V. Alania Stuttgart
Die Akademische Verbindung Alania zu Stuttgart im CV (AV Alania zu Stuttgart im CV) ist eine nichtschlagende, farbentragende, katholische, deutsche Studentenverbindung, die dem größten Akademikerverband Deutschlands, dem 1919 kann der Verbindungsbetrieb wieder aufgenommen werden. Der Kampf um die Demokratie in Deutschland aber hat gerade begonnen. So müssen 1920 12 Aktive in den Kampf gegen den Roten Terror in das Ruhrgebiet entsendet werden. Aber es gibt auch positive Nachrichten in dieser Zeit. So stiftet die AV Alania zu ihrem 50. Stiftungsfest 6000 Mark für die Gründung der Gesellschaft von Freunden der Technischen Hochschule Stuttgart. Doch friedlichere Zeiten sind noch nicht angebrochen.
1921 helfen 21 Alanen bei der Verteidigung Oberschlesiens gegen Polen, wofür der Korporation der Schlesische_Adlerorden verliehen wird. Die Jahre nach dem Ersten Weltkrieg bedeuten auch einen Wiederaufbau. So kann 1924 Der Hohentwiel als Tochterverbindung der AV Alania gegründet werden, um den steigenden Fuxenzahlen (1923 bestand der Fuxenstall der AV Alania aus 2 Fuxmajores und 40 Füxen) Herr zu werden. Die Farben des Hohentwiels sind karminviolett-gold-grün, der Wahlspruch ist ?Zweckhaft und zeitlos!?.
Nachdem die Zeit des Ersten Weltkrieges gerade verwunden ist, droht durch die Machtergreifung der Nationalsozialisten das Ende für Alania und ihre Tochterverbindung. Am 3. November 1935 muss der Aktivenbetrieb eingestellt werden, nachdem eine Woche zuvor der Cartellverband der katholischen deutschen Studentenverbindungen aufgelöst wurde. Trotz zahlreicher Bemühungen die Verbindung weiter bestehen zu lassen und das Haus halten zu können, kommt es im Juni 1936 zum Verbot der Verbindung und zur Enteignung des Hauses durch die Gestapo. Dennoch wagen es die Alanen im Jahr 1940 das 70. Stiftungsfest in Berlin feierlich zu begehen. Im Zweiten_Weltkrieg fallen 24 Alanen.
1946 gelingt es der Altherrenschaft die AV Alania, als erste katholische Verbindung Deutschlands, nach dem Krieg wieder zu begründen. Die folgenden Jahre helfen der Verbindung sich von der Zeit des Zweiten Weltkrieges zu erholen und ein wachsender Fuxenstall bedeutet ein Wiedererblühen zu alter Stärke. 1956 kann das wiedererlangte und zwischenzeitlich renovierte Verbindungshaus in der Wächterstraße wieder bezogen werden. 1997 muss der Hohentwiel aufgrund langjähriger Nachwuchsprobleme aufgelöst werden und geht in seiner Mutterverbindung Alania auf.
Die Akademische Verbindung Alania ist eine katholische, farbentragende und nicht schlagende Verbindung. Es gilt das Lebensbundprinzip. Die europäische Herkunft zeigt sich darin, dass der Gründer Franz Mayr bereits Mitbegründer der ältesten katholischen Verbindung Österreichs, A.V. Austria Innsbruck, war und das Bundeslied Der Riesenkampf gleichfalls das Bundeslied des Schweizerischen_Studentenvereins ist.
Die Akademische Verbindung Alania besteht derzeit aus über 430 Altenherren und mehr als 40 Aktiven und Inaktiven. Im Laufe der Geschichte wurden niemals die Prinzipien geändert. Der Austausch und die freundschaftliche Beziehung mit den Verbindungen im CV, ÖCV und im Schweizerischen Studentenvereins sind wichtiger Bestandteil des Verbindungslebens und prägen Freundschaften und Kontakte außerhalb der AV Alania für ein Leben lang.
Wappen
Das Wappen der AV Alania entspricht in seiner Form einem Wappen aus der Zeit um 1500. Der Helm, turbanartig über dem Schild gewunden, ist ein Stechhelm mit waagerechtem Sehschlitz. Diese Helmform, im Gegensatz zu dem für den Adel vorbehaltenen Spangenhelm, ist für Wappen von Studentenverbindungen und Bürgerlichen gebräuchlich. Helmzier, der Wulst über dem Helm und die Helmdecke sind in den Verbindungsfarben Grün, Weiss und Rot gehalten.
Der Schild wird von einem in blau gehaltenen Kreuz in vier Felder unterteilt:
:für den Betrachter auf der linken Seite oben zeigt der Schild die Verbindungsfarben in Rechtsschrägung, in der Art und Weise wie das Band der Verbindung getragen wird. Das linke obere Feld stellt die drei schwäbischen Löwen in schwarz auf goldenem Grund dar. Ebenso wie die drei Hirschstangen im rechten unteren Feld sind sie dem württembergischen_Königswappen von 1819 entliehen. Das linke untere Feld stellt drei grüne Berge und eine darüber aufgehende Sonne dar. Die Morgensonne beleuchtet den Westen, das Ziel des Völkerwanderungsvolkes der Alanen. Die drei Berge könnten entweder der Kaukasus oder die Eregeni-Berge im Siedlungsgebiet der Alanen darstellen.
Couleur
Die Burschenfarben sind : "grün-weiß-rot"
Die Fuxenfarben sind : "grün-weiß"
Prinzipien und Wahlspruch
* grün: Die Hoffnung im Glauben (religio)
* weiß: Das Licht der Wissenschaft (scientia)
* rot: bundesbrüderliche Freundschaft (amicitia)
Der Wahlspruch der A.V. Alania zu Stuttgart im CV wurde aus dem Wappen_des_württembergischen_Königshaus übernommen und lautet "furchtlos und trew!".
Bekannte Mitglieder (Auswahl)
* Prof. Hermann Gaus, Chefentwickler des Maybach_57,_57S_und_62
Rudolf Bergermann, Bauingenieur (Schlaich Bergermann und Partner)
* Dr. Gebhard Fürst, Bischof der Diözese Rottenburg-Stuttgart, Ehrenmitglied
* Dr. Walter_Kardinal_Kasper, Kardinal und Präsident des Päpstlichen_Rates_zur_Förderung_der_Einheit_der_Christen, Ehrenmitglied
* Prof. Dr.-Ing. Peter Heidinger, ehem. Vorsitzender des Vorstandes der Energie-Versorgung Schwaben AG, (heute EnBW)
Weblinks
• Internetpräsenz der AV Alania zu Stuttgart im CV
Quellen
* Herwarth Kaese (Verf.): 100 Jahre AV Alania zu Stuttgart im CV. 1.Auflage. 1970

